Hafen/Marina Waase/Ummanz (Rügen)

Von Michael Amme

Michael ist seit über 20 Jahren als Journalist und Fotograf auf dem Wasser tätig. Der studierte Geograf hat weltweit Reisereportagen in mehr als 100 Charter- und Blauwasserrevieren produziert. Zudem haben den Hamburger viele Segelreisen und seine frühere Tätigkeit als Charter- und Überführungsskipper rund um den Globus geführt. Zusammen mit Sönke Roever ist er die treibende Kraft von BLAUWASSER.DE und ein beliebter Referent auf Bootsmessen und diversen Seminaren (siehe Termine).

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Wie aus alten Zeiten

Der Miniort liegt auf der Insel Ummanz zwischen Hiddensee und Rügen. Die siebeneinhalb Kilometer lange Insel ist umgeben von Boddengewässern, die Zufahrt ist idyllisch. Über einen drei Seemeilen langen Prickenweg gelangt man in den immer schmaler werdenden Flaschenhals zwischen Ummanz und Rügen.

Links und rechts ragen Schilfgürtel bis an die flachen Küsten, und an Land ducken sich reetgedeckte Häuser unter Laubbäume.

Die schilfbewachsenen Ufer säumen die Zufahrt nach Waase auf Ummanz.

Aber Vorsicht, der Platz ist nicht für jeden zugänglich. „Das Fahrwasser ist 1,80 Meter tief, hier im Hafen bekommen wir Schiffe bis 1,60 Meter unter“, sagt der Besitzer der urigen Hafenanlage. Die besteht aus einer 45 Meter langen, befestigten Kaianlage mit Liegeplätzen auch für Fischer, einem Restaurant, einem Gebäude mit Ferienwohnungen und einem Schuppen mit einem 50 Jahre alten Räucherofen.

Der Räucheraal von Waase ist in der Umgebung bekannt und wird in alter Tradition hergestellt.

Man kann frischen Räucheraal kaufen und Fahrräder und Tretboote mieten. Alles ein wenig verträumt und unmodern, aber das ist so gewollt. „Wir wollen hier nicht so ein moderner Wasserwanderrastplatz sein, wo die mit ihren dicken Kähnen kommen und das alte Publikum verdrängen“, erzählt der Besitzer.

Unter viel Grün geduckte Reetdachhäuser gehören mit zum Dorfbild von Waase.

Der Ort selbst versprüht mit seinen alten Fachwerkhäusern, den weißen Zäunen und hübschen Gärten reichlich Bullerbü-Atmosphäre. Es gibt einen Reiterhof, der auch Kutschfahrten anbietet, und das Café Ummanz. Hier werden in der ehemaligen Pfarrscheune Kugeleis, handgerösteter Kaffee, selbstgemachte Torten und Konditoreiwaren angeboten.

Tipp: Gleich neben dem Hafen macht der Schilfgürtel Platz für einen kleinen Sandstrand, das flache Wasser ist ideal auch für kleine Kinder.

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Der kleine Hafen von Waase ist nur für Schiffe bis 1,60 Meter Tiefgang geeignet.

Weitere Liegeplätze bei Rügen

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