Dockspot.com – Smarte Liegeplatzreservierung für Segler

Ein Beitrag von

Johannes Erdmann überquerte im Alter von 19 Jahren zum ersten Mal einhand den Atlantik. Während seines Schiffbaustudiums schrieb er sein erstes Buch „Allein über den Atlantik“. Nach zehn Jahren als Wassersportjournalist, rund 60.000 Seemeilen im Kielwasser und sieben Jahren auf See gibt er heute seine Erfahrung vom Langfahrtsegeln als Berater und Journalist weiter. Mit Shorecrew.de begleitet er zudem angehende Eigner auf dem Weg zur eigenen Yacht und gehört zum Expertenteam von BLAUWASSER.DE.

Die App „Dockspot“ im Überblick

Wer mit dem Boot ein neues Tagesziel anläuft, aber spät dran ist, der kennt die Situation: Die guten Plätze sind bereits belegt und auch um einen der Restplätze zu finden ist es nötig jede Boxengasse abzufahren und nach grünen Schildern Ausschau zu halten. Genau hier setzt Dockspot an: Die App ist für Segler (und Motorbootfahrer) gedacht, die ihren Hafenaufenthalt planbar und stressfrei gestalten möchten.

Sie funktioniert ähnlich wie eine Hotelbuchungsplattform, nur eben für Liegeplätze. Über die App oder die Website lassen sich freie Plätze in zahlreichen Marinas bereits im Voraus oder auf See reservieren. Eine Kartenansicht zeigt, welche Häfen verfügbar sind und welche Plätze direkt gebucht werden können.

Besonders praktisch: Viele Marinas halten feste Liegeplätze für Dockspot-Reservierungen vor. Diese sind vor Ort in der Regel entsprechend gekennzeichnet – das sorgt für Klarheit beim Anlegen und vermeidet Diskussionen im Hafen.

Die App Dockspot ermöglicht dem User, vorab Liegeplätze zu reservieren. ©Dockspot
Die größte Abdeckung beschränkt sich derzeit noch auf Norwegen, Dänemark und Schweden. ©Dockspot

Funktionsumfang der App

Dockspot bietet Seglern eine Reihe von Vorteilen, die vor allem in der Hochsaison oder bei wetterabhängiger Routenplanung zum Tragen kommen:

  • Garantierter Liegeplatz: Die Reservierung sorgt für Sicherheit – gerade in vollen Häfen.
  • Hohe Flexibilität: Auch spontane Entscheidungen lassen sich treffen, ohne auf Glück angewiesen zu sein.
  • Transparente Informationen: Angaben zu Preisen, Wassertiefen, Ausstattung und Umgebung sind vorab einsehbar.
  • Zeitersparnis: Kein Suchen nach freien Boxen und kein Warten auf den Hafenmeister.
Die Bedienung ist intuitiv, der Liegeplatz kann direkt aus einer Karte gewählt werden. ©Dockspot
Ist der gewünschte Platz gefunden, kann die Buchung und Bezahlung durchgeführt werden. ©Dockspot

Häufig reicht es am frühen Nachmittag einen Liegeplatz zu buchen, sobald absehbar ist, wie weit man im Verlauf des Tages segeln wird. Auch die Bezahlung kann direkt per App erfolgen – entweder über die in Skandinavien sehr verbreitete Zahlungs-App Swish oder eine Kreditkarte (Visa, Mastercard, Amex oder Discover-Card).

Verbreitung und Nutzung

Dockspot ist vor allem in Schweden und Dänemark weit verbreitet, das Netzwerk wächst jedoch stetig an den Küsten rund um die Ostsee, darunter Deutschland. Die App selbst ist kostenlos nutzbar, eine Reservierungsgebühr fällt je nach Hafen an. Die Bedienung ist intuitiv und lässt sich problemlos direkt vom Cockpit aus erledigen – ein klarer Vorteil, wenn Zeit, Wetter oder die Laune der Crew eine schnelle Entscheidung erfordern.

Die App bringt Planungssicherheit in den Hafenalltag. Für Segler, die stark frequentierte Reviere bereisen oder einfach entspannt anlegen möchten, ist sie ein wertvolles Werkzeug. Einfach, transparent und zuverlässig – eine sinnvolle Ergänzung im digitalen Bordwerkzeug moderner Fahrtensegler.

Die Buchung wird in einem Onlineshop-System durchgeführt. ©Dockspot
Die Zahlung ist möglich über die schwedische Bezahl-App Swish oder per Kreditkarte. ©Dockspot

Download der App „Dockspot“

Dockspot kann kostenlos aus „Google Play“ oder Apples „App Store“ geladen werden. Ein kostenpflichtiges Zusatzabo ist nicht nötig, aber zur Bezahlung der Liegeplätze und Extras muss eine Zahlungsmöglichkeit hinterlegt werden.

Mehr zum Thema

NMEA2000-Netzwerk: Aufbau, Installation und Verkabelung

Ein NMEA2000-Netzwerk erleichtert die Vernetzung von Yachtinstrumenten und -geräten. Wir haben das System für euch unter die Lupe genommen und geben ausführlich Tipps zu den Komponenten, den Fallstricken der Installation und potenziellen Fehlerquellen.

Ausprobiert: Das Raymarine Quantum 2 Doppler Marine-Radar

Das Quantum 2 Doppler Marine-Radar ist für die Sportschifffahrt äußerst interessant, weil es eine Vielzahl an Funktionen abdeckt und einfach zu bedienen ist. Außerdem bietet es mit dem Doppler-Effekt eine hilfreiche Unterstützung bei der Interpretation von Radarbildern.

Raymarine setzt bei der Navigation mit der neuen ClearCruise AR Technologie auf „Erweiterte Realität“.

Mit ClearCruise AR setzt Raymarine bei der Navigation auf eine neue Form der Umgebungs-Wahrnehmung. Navigations- und AIS-Daten werden mit Kamerabildern aus der realen Welt intelligent kombiniert und erlauben eine völlig neue Darstellung der Informationen.

Bord-PC/Computer auf Blauwasseryachten

Bei der Zusammenstellung des Bord-PCs sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden, da sie auch unter extremen Bedingungen einwandfrei funktionieren müssen. IT-System-Elektronikermeister Peter Hahn zeigt auf, was wichtig ist.

Online-Seminar: Radar/AIS verstehen, interpretieren und nutzen (live)

Radar und AIS gehören auf vielen Yachten heutzutage zur Standard-Ausrüstung. Wie die Technik funktioniert, warum es wichtig ist, sie zu verstehen und wie mit diesem Hintergrundwissen die Signale richtig interpretiert werden, erklärt Weltumsegler Sönke Roever in diesem Praxis-Seminar äußerst anschaulich.
Subscribe
Informiere mich bei
guest
3 Kommentare
Älteste
Aktuellste Likes
Inline Feedbacks
View all comments
Henning Stahl
Henning Stahl
26 Tagen her

Hallo, für den geplanten Sommertörn habe ich Dockspot gleich heruntergeladen. Beim Registrieren kann man aber die Telefonnummer nicht richtig eingeben, weil die Eingabemaske wohl nur skandinavische Nummern zulässt. Kennt Ihr einen Trick? Und die Eingabe eines Zahlungsmittels war auch nicht dabei.
Viele Grüße Henning

Mathias Dietrich
Mathias Dietrich
26 Tagen her

Ganz so toll ist Dockspot nicht. Beispiel: Reserviert in Telegrafholmen (Sandhamn), Liegeplatz 8. Wir kommen an, Platz 8 ist belegt, niemand an Bord. Wir nehmen einen freien Platz (Nr 11) und gehen zum Hafenmeister. „Ja, ihr habt 8 reserviert, das sehe ich. Aber wieso ist dort ein anderes Boot? Wo seid ihr denn? Ach, Nr. 11 – da könnt ihr auch bleiben, ich trage das ein.“ 2 Std. später blafft uns ein Neuankömmling an: „Das ist unser Platz, wir haben reserviert!“ So funktioniert Dockspot. Und es sorgt auch dafür, dass der ganze Hafen rappelvoll ist, nur die ausgewiesenen Dockspot-Plätze sind… Mehr lesen »

Birgit WS
Birgit WS
26 Tagen her

Nach unseren letztjährigen Erfahrungen ist die Bezahlung mit ’swish‘ nur mit skandinavischen Kreditkarten möglich