Hafen/Marina Sonwik (Flensburger Förde)

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Die studierte Journalistin aus Flensburg segelt seit ihrem zwölften Lebensjahr. Seit fast zehn Jahren leidenschaftlich auch auf großen Yachten, gerne auch auf Langfahrten, Atlantiküberquerungen und Überführungen. Sie ist Inhaberin des Sporthochseeschifferscheins sowie des RYA Yachtmaster Offshore. Darüber hinaus ist Maren RYA Cruising Instructor (Segellehrerin). Seit 2020 hat sie ein eigenes kleines Fahrtenboot – eine Cross 25.

Allgemeine Infos zum Hafen/Marina Sonwik

Der Sonwik Yachthafen ist die größte Marina an der Flensburger Innenförde. Sie liegt auf der Ostseite der Innenförde direkt neben der malerischen Marineschule Mürwick. Bereits von See aus kommend, fallen die bunten Wasserhäuser ins Auge, die das Wahrzeichen des Yachthafens bilden.

Wer zum Sonwik Yachthafen segelt, muss die gesamte Flensburger Förde entlang. Einige wenige Fahrwassertonnen – besonders auf Höhe von Holnis – weisen die Richtung. Die Betonnung dient vor allem der Berufsschifffahrt, die hin und wieder Güter nach Flensburg transportiert. An Tonne 6 sollten jedoch auch Segler Vorsicht walten lassen. Direkt hinter dem rostfarbenen Pfahl wird es flach, wer genau hinschaut, kann auch Steine erkennen. Abkürzen ist hier also nicht möglich.

Bei Holnis beginnt die Innenförde, die dann bis Flensburg führt. Die Einfahrt zum Sonwik Yachthafen lässt sich gut durch die grüne Lateraltonne Nummer 15 und die Halle der Flensburger Schiffbaugesellschaft erkennen. Ihr direkt gegenüber befindet sich die Hafeneinfahrt, die tagsüber durch wehende weiße Flaggen und nachts durch weiße Lichter zu erkennen ist.

Bei der Einfahrt in den Hafen ist es ratsam, einen großen Bogen zu fahren. Aufgrund der hohen Hafenmauern ist möglicher Gegenverkehr nur schwer zu erkennen.

Der Sonwik Yachthafen in der Flensburger Förde. ©️Maren Christoffer

Liegeplätze im Hafen/Marina Sonwik

Der Sonwik Yachthafen bietet Liegeplätze für 365 Boote mit einer Länge von bis zu 100 Fuß und einem Tiefgang von fünf Metern. An den insgesamt zehn Stegen machen Boote hauptsächlich in Doppelboxen mit Fingerstegen fest. Auf den Fingerstegen befinden sich Bügel, durch welche die Leinen durchgeführt werden müssen, auf dem Steg selbst gibt es Klampen. Vorsicht beim Übersteigen: Die Fingerstege sind teilweise sehr rutschig und wackelig.

Steg C ist den Yachten der in der Sonwik ansässigen Charterfirmen (beispielsweise 1. Klasse Yachten) vorbehalten. An den übrigen Stegen gilt: Zeigt das Schild grün, ist der Liegeplatz frei, bei rot ist er reserviert. Besonders in der Hochsaison ist es sinnvoll, im Vorfeld beim Hafenmeister Frank Volkmann und seinen Kollegen anzurufen und zu fragen, ob es noch Kapazitäten gibt.
Er ist erreichbar unter: +49 46 15 05 04 50 oder unter +49 17 07 62 88 69.

Steg C ist in Sonwik den Charterbooten vorbehalten. In den roten Häusern sind die Sanitäranlagen untergebracht. ©️Maren Christoffer

Die recht schmale Einfahrt zum Sonwik Yachthafen ist nach Südwesten ausgerichtet. Kleinere und größere Yachten liegen hier bei nahezu allen Wind- und Wetterbedingungen sehr ruhig. Größere Schiffe machen vor allem an den Längsseitsstegen I und J fest.

Infrastruktur rund um den Hafen/Marina Sonwik

Rund um den Sonwik Yachthafen gibt es nahezu alles, was das Seglerherz begehrt. An den Stegen selbst gibt es Strom- und Wasseranschlüsse. Aufgrund einer Regelung der Stadt Flensburg dürfen jedoch nur eigene Wasserschläuche genutzt werden, weshalb die Marina keine zur Verfügung stellen darf. Beim Hafenmeister gibt es den Code für das WLAN am Liegeplatz sowie die roten Toilettenhäuschen an den Stegen C und F. Im Toilettenhäuschen an Steg C gibt es neben den Sanitäreinrichtungen auch eine Waschmaschine und einen Trockner. Diese kosten je Ladung zwei Euro.

Direkt an der Hafeneinfahrt befindet sich zudem eine Tankstelle, an der 24 Stunden am Tag getankt werden kann.

Achtung: freitags ist an der Tankstelle immer sehr viel los. Dann kommen die Charterboote zurück in den Yachthafen und blockieren Tankstelle und Hafeneinfahrt.

Für kleinere Boote mit einem Gewicht von bis zu 3,2 Tonnen steht in der Marina ebenfalls ein Kran zur Verfügung. Direkt am Kran befindet sich auch die Absaugstation für Fäkalientanks.

Für Reparaturen befinden sich mehrere Service-Betriebe rund um die Marina. Der Betreiber des Sonwik Yachthafens – der Flensburger Yachtservice – ist mit seinen Mitarbeitern und seinem Shop nur knapp zwei Kilometer entfernt. Direkt vor Ort in der Marina Sonwik befinden sich zudem Anderssen Yachting mit Shop und Bootsbauern, Thiessen Bootsmotoren und UK Sailmakers.

Weitere Services des Hafens sind ein Brötchenservice und ein Fahrradverleih. Brötchen können bis zum frühen Abend beim Hafenmeister vorbestellt und am kommenden Tag ab 8 Uhr abgeholt werden. Wer die Gegend rund um Flensburg mit dem Rad erkunden möchte, kann beim Hafenmeister E-Bikes für 28 Euro pro Tag mieten.

Das Einkaufen gestaltet sich von hier aus etwas schwieriger. Der nächstgelegene Supermarkt ist rund zwei Kilometer entfernt, der nächstgelegene Discounter rund einen Kilometer. Wer schlemmen möchte, findet im Sonwik Yachthafen die Restaurants La Vela (spanisch/portugiesisch), Odore del Mare (italienisch) und das Hotel das James. Weitere Restaurants befinden sich im knapp vier Kilometer entfernten Zentrum Flensburgs.

Im Museumshafen liegen nicht nur schöne Traditionssegler, hier gibt es auch die Fischbrötchen von „Bens Fischhütte“. ©️Maren Christoffer

Sehenswertes rund um den Hafen/Marina Sonwik

In der Nähe des Yachthafens lädt der Flensburger Volkspark zu Spaziergängen mit Blick über die Stadt ein. Wer einen noch einmaligeren Blick über die Stadt möchte, kann direkt in der Marina Sonwik einen Rundflug über die Förde buchen. Der Anbieter Fly&Sail startet bei gutem Wetter von hier aus mit einem Wasserflugzeug zu einstündigen Rundflügen.

Doch auch die Stadt Flensburg an sich ist einen Besuch wert. Die Altstadt und die rote Straße laden zum Schlendern und Einkaufsbummel ein. Die kleinen Gassen mit ihren historischen Bauwerken wie Kapitänshäusern und Kontoren sind einen Besuch wert.

Direkt an die Altstadt grenzt die Hafenspitze an, die das Ende der Flensburger Förde darstellt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt lässt sich hier in einem der Cafés mit Blick auf die Förde entspannen. Wer noch ein wenig weiter an der Westseite der Hafenspitze entlanggeht, gelangt zum Museumshafen. Hier machen historische Segelschiffe, wie die „Dagmar Aaen“ des Forschers Arved Fuchs fest. Im dazugehörigen Museumscafé gibt es tagsüber Kaffee und Kuchen.

Ein besonderes Highlight der Flensburger Förde ist zudem eine Fahrt mit dem historischen Salondampfer „Alexandra“. Das über 100 Jahre alte Schiff fährt in den Sommermonaten regelmäßig über die Flensburger Förde – noch ganz klassisch betrieben mit Kohle.

Das historische Dampfschiff Alexandra bricht in den Sommermonaten regelmäßig zu Ausflugsfahrten auf. ©️Maren Christoffer

Bei schlechtem Wetter laden die Flensburger Museen zu einem Besuch ein. Im ehemaligen Zollpackhaus am Museumshafen sind das Schifffahrts- und das Rummuseum untergebracht. Schiffsmodelle bieten Einblicke in die lange Schifffahrts- und Rumhistorie Flensburgs. Im Verkostungsraum können zudem verschiedene Rumsorten probiert werden.

Wer Interesse an Experimenten und Physik hat, sollte einen Besuch in der Phänomenta planen. An rund 170 Attraktionen können Jung und Alt hinter die Physik des Alltags blicken und sie mit allen Sinnen ausprobieren.

Ein weiterer Höhepunkt der Stadt ist natürlich die Flensburger Brauerei. Bei einer Brauereibesichtigung ist es nicht nur möglich, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, sondern auch die verschiedenen Sorten der Privatbrauerei zu probieren. Die Anmeldung ist vier Wochen vorher notwendig.

Sonnenaufgang über dem Ostufer des Flensburger Hafens. ©️Maren Christoffer

Fazit zum Hafen/Marina Sonwik

Der Sonwik Yachthafen ist eine gut ausgestattete Marina mit vielen Extras. Durch die Chartercrews wird es besonders freitags und samstags gerne voll und laut. Ein Besuch am Sonntag oder in der Woche lohnt sich eher. Dann kehrt die Ruhe im Hafen ein. Die Anzahl der Toilettenhäuser ist für die Anzahl an Liegeplätzen knapp bemessen. Auch deshalb lohnt es sich, den Besuch nicht auf das Wochenende zu legen.

Ein Besuch in Flensburg ist es allemal wert, die lange Strecke in die Flensburger Förde auf sich zu nehmen. Geprägt vom Einfluss des dänischen Nachbarn herrscht hier eine Hyggeligkeit, die man in anderen Städten vergebens sucht. Das Freizeit- und Ausflugsprogramm ist vielfältig, sodass es auch nicht schadet, mehr als einen Hafentag einzulegen.

Kontakt zum Hafen/Marina Sonwik

Hafenmeister Olaf Rowedder und Marius Herrmann
Telefon: +49 46 15 05 04 50
Mobil: +49 17 07 62 88 69
hafenmeister@fys.de
Öffnungszeiten Hafenmeisterbüro: vom 15.04. bis 31.10. Mo – Fr 16:00 – 18:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen 08:00 – 10:00 Uhr

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