Fragebogen für die Crew zur medizinischen Anamnese

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Dr. Stefanie Kamke ist Frauenärztin in Bremen und seit ihrer Jugend begeisterte Seglerin. Mit ihrem Partner segelt sie im Urlaub auf der gemeinsamen Swan 48 VELLAMO, mit der er als Skipper für den Kojencharteranbieter SEGELWEGE unterwegs ist. Dazwischen ist sie immer wieder auf anderen Yachten und in wechselnden Revieren anzutreffen. Stefanie gehört als medizinische Beraterin und Autorin zur BLAUWASSER.DE-Stammredaktion.

Medizinische Krankenakte der Segelcrew

Vor jedem Törn sollten die wichtigsten medizinisch relevanten Informationen zu den Mitseglern eingeholt werden. Es hat sich bewährt, wenn jeder an Bord einen Infozettel/Formular ausfüllt, in dem alle relevanten Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente und eventuelle Vor-Operationen eingetragen sind. Auch Alter, Größe und Gewicht sind relevant.

Bei BLAUWASSER.DE haben wir zu diesem Zweck ein Muster-Formular entwickelt. Es dient der Erfassung der Krankengeschichte einer Person, der sogenannten Anamnese. Es ist für Mitsegler gedacht und sollte vor dem Törn ausgefüllt werden.

Auf dem Formular können neben Vorerkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck, Diabetes oder Krampfleiden auch Informationen zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten, Allergien und Vor-Operationen festgehalten werden. Der Hausarzt kann bei der Auflistung unterstützend hilfreich sein. Eine Kopie des Impfausweises und ein Laborausdruck mit der Blutgruppe kann zusätzlich hinzugefügt werden.

Tipp: Alle Mitsegler stecken den persönlichen Anamnese-Bogen in einen Briefumschlag, den sie verschlossen an den Skipper geben, der diesen vertraulich verwahrt und nach der Reise ungeöffnet zurückgibt. Nur im Notfall wird der Umschlag geöffnet, damit eine passende medizinische Versorgung eingeleitet werden kann. Gerade in Notsituationen herrscht eine gewisse Aufregung und so wird nichts Relevantes vergessen – wie beispielsweise eine Penicillin-Allergie, wenn es um die Darreichung eines Antibiotikums geht.

Über sehr wichtige medizinische Informationen wie beispielsweise schwere Nahrungsmittel- oder Insektenstichallergien ebenso wie einschränkende Vorerkrankungen sollte der Schiffsführer zusätzlich im Vorfeld in einem vertraulichen Gespräch informiert werden.

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