Das Corona-Virus und BLAUWASSER.DE

Liebe Seglerinnen und Segler,

für gewöhnlich gibt es rund um den Frühlingsanfang in unseren Köpfen nur ein Thema: den Saisonstart. Das Hallentor wird geöffnet, die Plane vom Schiff genommen, der Pinsel geschwungen. Dazu wird das nächste Reiseziel studiert oder der kommende Charterurlaub vorbereitet. Doch dieses Jahr ist alles anders. Die Corona-Krise hat den Alltag für die meisten von uns auf den Kopf gestellt. Und die verordneten Maßnahmen haben natürlich auch Auswirkungen für uns Segler. Die ersten Marinas haben geschlossen, Inseln wurden abgeriegelt und Vereinshäuser stillgelegt. Uns erreichen Nachrichten von Seglerinnen und Seglern, die nach einer langen Seereise beim Landfall abgewiesen wurden. Überall herrscht eine große Ungewissheit, und keiner weiß, was aus der diesjährigen Saison wird.

Der Blick zum Horizont ist derzeit diffus

Mit anderen Worten: Gemeinsam reisen wir gerade durch nicht vermessene Gewässer. Das ist eine gewaltige Herausforderung, die natürlich auch Sorgen und Ängste schürt. Jeder reagiert mit seiner Persönlichkeit anders auf diese Situation, die neuen Rahmenbedingungen aber betreffen uns alle: Die meisten bleiben jetzt zu Hause. Wie lange das so sein wird, ist ungewiss, und es ist wichtiger denn je, dass wir alle zusammenhalten.

In diesen Zeiten haben Nachrichtensendungen Rekordeinschaltquoten, Liveticker verkünden im Minutentakt Neues. Auch im engsten Familien- und Freundeskreis gibt es fast kein anderes Thema mehr. Und jeder ist damit beschäftigt, die ganz persönlichen Auswirkungen der Krise auf seine Situation abzuschätzen und zu bewältigen.

Die Corona-Krise hat den Alltag und die Segelwelt auf den Kopf gestellt

Haben wir jetzt überhaupt noch Zeit und Lust, uns mit unserem Herzensthema Segeln zu beschäftigen? Informationen über neue Ausrüstung zu recherchieren? Unser Boot auf die Saison vorzubereiten? Details über einen Törn rund Mallorca oder eine Blauwasserreise über den Atlantik zu studieren?

Zugegeben, diese Themen erscheinen gerade trivial. Aber auch hier gilt: Jeder reagiert anders. Mancher findet vielleicht erst jetzt die notwendige Zeit, um sich mit diesen Themen zu befassen oder empfindet es gar als willkommene Abwechslung – pauschal lässt sich das nicht beantworten.

Die Zeichen stehen derzeit auf Sturm

Auch für uns und unser Online-Magazin BLAUWASSER.DE ist die neue Situation eine besondere Herausforderung. Sollen wir weitermachen wie bisher? Und damit gegebenenfalls Unmut riskieren und uns dem Vorwurf aussetzen, dass wir den „Schuss“ nicht gehört hätten? Sollen wir ab jetzt nur noch aktuelle Corona-Meldungen für Segler produzieren? Oder sollen wir eine Pause machen und gar nichts veröffentlichen? Wir haben lange überlegt, mit mehreren Seglern und Kollegen gesprochen und uns dann entschieden, alles so zu lassen, wie es ist.

Die Entscheidung hat mehrere Gründe. Wer uns kennt, weiß, dass wir auf BLAUWASSER.DE kaum Nachrichten veröffentlichen. Hier machen andere Magazine bereits einen guten Job, auch jetzt mit einer aktuellen Berichterstattung über die Auswirkungen der Corona-Krise für Segler.

Unser Schwerpunkt ist das akribische Aufarbeiten von Fachthemen. Zu unserem Netzwerk gehören inzwischen über 60 namhafte Autoren, die Themen werden ständig überarbeitet und aktualisiert, jede Woche gehen wir mit neuen Themen in die Tiefe. Damit sind wir rasant gewachsen, heute gehört BLAUWASSER.DE zu den meistbesuchten Segelplattformen im deutschsprachigen Raum. Der Zuspruch, den wir regelmäßig von euch in E-Mails oder Kommentaren bekommen, ist großartig. Und wir freuen uns, dass unsere Leidenschaft, mit der wir die Seite betreiben, so gut ankommt.

Wann wir wieder so entspannt segeln können, ist ungewiss

Wir werden also weiter inspirierende Revierberichte und praxisorientierte Fachartikel veröffentlichen. Und damit hoffentlich auch für etwas Ablenkung in schwierigen Zeiten sorgen. So wie es aussieht, stehen wir erst am Anfang des Sturms. Aber von mehreren Ozeanüberquerungen wissen wir selbst nur zu gut: Schlechtes Wetter geht vorbei, und am Ende kam noch immer Land in Sicht. Das wird auch hier der Fall sein – früher oder später wird der diesjährige Saisonstart kommen. Und für den wollen wir euch bei der Planung und Vorbereitung weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zumal wir in den Seitenstatistiken auch sehen, dass ihr auch jetzt sehr an den Themen interessiert seid.

Bleibt alle gesund – hoffentlich bis bald auf See!

Sönke Roever und Michael Amme
Chefredaktion BLAUWASSER.DE

Sönke Roever
Michael Amme
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Wilfried Ruf
Wilfried Ruf
4 Monaten her

Richtige Entscheidung – schlechte Nachrichten gibts schon genug. Alles Gute!

Sönke Roever
Admin
4 Monaten her
Reply to  Wilfried Ruf

Danke! Dir auch.

Michael Osterberg
Michael Osterberg
4 Monaten her

Ich finde eure Entscheidung sehr gut. Nicht den Kopf in den Sand stecken. Immerhin kann man dann daheim, bei der Lektüre eurer Reisenberichte, von Meer, Wind und Wellen träumen. Und: Tausend Dank, dass ihr hier an der Stelle auf News zum Virus verzichtet. Danke!!

Rainer Tatenhorst
Rainer Tatenhorst
4 Monaten her

gut so, weiter so!

Thomas
Thomas
4 Monaten her

Moin Sönke, gute motivierende Worte kommen da von Euch. Vielen Dank und alles Gute von uns

Andrea Kuschetzki
Andrea Kuschetzki
4 Monaten her

Tolles Statement und gut formuliert! Ich denke, es ist die richtige Entscheidung und ich freue mich, dass Ihr uns auch gerade in dieser schwierigen Zeit weiterhin mit gut aufbereiteten Fachinformationen versorgt. Danke dafür!

Kerstin Fähling
Kerstin Fähling
4 Monaten her

Logisch, weiter machen! Herzlichen Dank dafür, auch für die immer klaren Worte, die komplizierte Sachverhalte verständlich beschreiben.

Michael Amme
Editor
4 Monaten her

Vielen Dank euch allen für die zustimmenden und aufmunternden Worte. Das mach Mut und hilft bei der Arbeit.

Micha
Micha
4 Monaten her

Super ! Wir alle sollten nicht so tun als wäre das alles nur ein Schnupfen, der uns ohnehin nicht trifft. Aber …. wir sollten nicht vergessen das es auch noch ganz viele andere Dinge gibt.
Und, gerade wenn man nicht so kann wie man will, bleibt die Reise im Kopf.

Lehmann, Jürgen
Lehmann, Jürgen
4 Monaten her

Hallo Söhnke, Ich habe zwar in Moment andere Sorgen und muß schauen das ich mit unserer Firma durch das schwierige Fahrwasser komme, aber bitte macht weiter so wie bisher.

Sönke Roever
Admin
4 Monaten her

Hallo Jürgen, da drücken wir dir und allen anderen, denen es ähnlich geht, die Daumen, dass das gelingt! Fair winds!

Marco Kossakowski
Marco Kossakowski
4 Monaten her

Schön geschrieben! Wollen wir mal hoffen, dass wir das alles überstehen und uns hinterher das Segeln auch noch leisten können. Macht weiter so, ihr seid super!

Günter Illers
Günter Illers
4 Monaten her

Genau, schlechtes Wetter geht vorbei, und am Ende ist immer Land in Sicht. Aus aktuellem Anlass würde ich aber einen Appell begrüßen, dass Segler*Innen jetzt auf jeden Fall im sicheren Hafen oder im Winterlager bleiben sollen, bis die Pandemie vorbei ist. Das Suchen nach Schlupflöchern, jetzt doch einen Törn zu beginnen, kann letztlich die Pandemie verstärken und bringt uns alle in Misskredit.

Maj
Maj
4 Monaten her

Moin, ein bisschen Abwechslung und den Geist auf schöne oder technische Dinge richten ist sicher genau das, was viele gebrauchen können. Wir alle müssen die Situation nehmen wie sie ist und Beschäftigung mit anderen Themen, die nicht das Tagesgeschehen betreffen, ist sicherlich für viele ein Kurs, bei dem sich die Segel besser trimmen lassen…
Hier noch eine App, die wir in unserer Optigruppe empfohlen bekommen haben für alle die Kinder haben, oder große Kinder: Sailboat Championship – vielleicht hilft das beim Warten auf den Start der Segelsaison. Alles Gute!

Gabriela Wülser Friedrich
Gabriela Wülser Friedrich
4 Monaten her

Nachdem wir vor 10 Tagen die Arbeiten an unserem Boot in Almerimar eingestellt haben sind wir gesund zurück in der Schweiz angekommen. Jetzt helfen mir eure tollen Beiträge, auf die ich mich immer freue, mich auf künftige Segelabenteuer zu freuen.
Danke!

Raimund (SY Gatto)
Raimund (SY Gatto)
4 Monaten her

Passt. Ich beschäftige mich derzeit auch gern intensiver mit Fachthemen um aus dem ALERT Modus rauszukommen. Töernplanungen habe ich schon Nov – Jan erledigt 😉

Ursula Mönch
Ursula Mönch
4 Monaten her

Richtig so. Das stürmische Wetter muss man einfach abwettern, aber gleichzeitig die Zeit nützen für danach

Adelbert Niemeyer
Adelbert Niemeyer
4 Monaten her

Lieber Sönke, Eure Nachrichten freuen mich immer, egal in welcher Verfassung. Macht bitte weiter so, es gibt so viele interessante Beiträge bei Euch.
Mir geht’s gut, ich habe mein Schiff im Garten stehen und arbeite täglich dran. Dadurch, dass sich der Saisonbeginn zwangsläufig verschiebt, mache ich auch einige Arbeiten am Boot, die ich sonst auf die lange Bank geschoben hätte. Dem Boot tut’s gut. Man muss einfach das Beste aus der Situation machen.
Bleibt gesund und macht weiter, vielen Dank!
Gruß aus Bayern! Euer Adelbert

Chris Schaller
Chris Schaller
4 Monaten her

Hola
Vielleicht könntet Ihr diese Petition mal unterstützen und teilen….

http://chng.it/6RLzGkt6

Wolfgang Bee (SV SAOIRSE)
Wolfgang Bee (SV SAOIRSE)
4 Monaten her
Reply to  Chris Schaller

Wir haben uns hier in einer WhatsApp Gruppe organisiert, um Informationen zwischen Booten auszutauschen die in der Karibik, an unterschiedlichsten Orten, gestrandet sind. Die Gruppe wächst schnell und hat bereits über 100 Teilnehmer und wir haben aktuell Details von über 40 Booten gesammelt. Wir alle werden, spätestens zu Hurrikan Saison Antworten zu sicheren Häfen in und um die Karibik sowie für die Atlantikpassage benötigen.

Christl Herwig Offner
Christl Herwig Offner
4 Monaten her

Danke … efcharisto … grazie …macht weiter so!
Genau jetzt brauchen wir Euch, und zwar so wie bisher – bitte weiter machen !!
Jetzt ist engagiertes Trockensegeln angesagt.
Alles Gute! „Bleibt gxond!“ (= Gruß aus dem Schwabenland )

Herwig + Christel

Jänschke Heinze
Jänschke Heinze
4 Monaten her

Macht einfach weiter so. Überlasst das Thema Corona den Fachleuten. Vllt mal ein Bericht über eine Irrfahrt nach Transatlantik wäre interessant. Die SY CHAPO irrte ein wenig umher, fand jetzt in Aruba Unterschlupf mit 14 Tagen Quarantäne am Steg. Treffen mit anderen sailors am Steg, dank der Relingsdrähte ist die Infektionsgefahr gering, IHR müsst auf dem Schiff bleiben…
Andere Länder, andere Sitten. Fast schon amüsant.

Fair winds

Jens Heinze , SY LOTTA

Monika Lehn
Monika Lehn
4 Monaten her

Gute Entscheidung, fundiert begründet. Freue mich dass ihr weiter macht.
Danke für eure tolle Seite mit inspirierenden Artikeln und Infos!!!

Dag Hecht
Dag Hecht
4 Monaten her

Gute Entscheidung.
Wir segeln übrigens gerade von der Biskaja in den Ärmelkanal. Ziel Bremerhaven.
Die Behörden sind sehr nett.
Ankern ist bisher kein Problem.
Solange man sich anmeldet und verspricht nicht von Board zu gehen.
LG von der MARLI

Hans Dieter Geiler
Hans Dieter Geiler
4 Monaten her

Dankeschön, Eure Berichte wollen wir nicht wegdenken müssen.

Marc Steinkueler
Marc Steinkueler
4 Monaten her

Sehr gut, weiter so!! Und alle gesund bleiben….,

Karin und Wolfgang
Karin und Wolfgang
4 Monaten her

Moin aus Flensburg,
gute und richtige Entscheidung – Fachleute zu Fachgebieten.
Wir haben das Glück, dass unsere “bara vara” im Wasser schwimmt und wir unsere Restarbeiten zur Vorbereitung auf unsere Langfahrt fortführen können – auch wenn wir unseren Abfahrttermin etwas verschieben müssen / wollen. Wir fühlen mit allen See-Sehnsüchtigen mit und wünschen allen, dass wir noch eine gute Saison ersegeln können.
Unser Vorteil jetzt:
WIR ALLE erhalten ZEIT; nutzen wir sie für uns und unsere Lieben.
Bleibt gesund.
Karin und Wolfgang

Arnold Flückiger
Arnold Flückiger
4 Monaten her

Ja wie wahr. Macht weiter so.
Vielleicht interessiert jemanden meinen Blog meiner Englandumrungung im 2019: http://www.symearequies.blog

Jürgen Wanninger
Jürgen Wanninger
4 Monaten her

Versuchen, etwas Normalität zu bewahren, scheint mir auch das Vernünftigste zu sein. Erst mit einigem Abstand werden wir sehen, ob die Menschheit derzeit in einer Apokalypse-Hysterie zu versinken scheint, zumindest der wohlhabende Teil der Menschheit, der ‘ne Menge Freizeit hat, sich ständig die nicht mehr aufhörenden Weltuntergangstheorien reinzuziehen. Das beste Beispiel ist ja die Klimahysterie. Dass es dramatische Klimawechsel schon immer gab, ist eigentlich bekannt, scheint den Veranstaltern der FFF-Auswüchse aber nicht bekannt zu sein. Allein seit der letzten Eiszeit gab es 4 Warmphasen, die nach allem was man heute weiss, deutlich wärmer waren als heute! Betrachtet man jetzt die… Mehr lesen »

René B.
René B.
4 Monaten her

Die Fakten haben sie richtig erkannt und klar formuliert. Es gibt keinen Grund in Hysterie zu verfallen. In solch eigenartigen Zeiten sind Leute ohne Scheuklappen elementar wichtig. Wer in der Lage ist den inneren Herdentrieb unterdrücken zu können sollte genau hinzuschauen was da momentan abläuft. Es kann sich auch als hilfreich erweisen, sich bei unabhängigen Fachpersonen reinzulesen (z.B. beim Lungenenarzt Wolfgang Wodarg oder bei der Virologin Karin Mölling) um die vielleicht schon im eigenen Umfeld festgestellten Ungereimtheiten besser verstehen zu können.
Wünsche allen baldige Rückkehr auf ihr geliebtes schwimmendes Zuhause!

Mathias Wagner
Mathias Wagner
4 Monaten her
Reply to  René B.

Wodarg – das ist jemand, vor dem man nur warnen kann… Siehe Spiegel Online

René B.
René B.
4 Monaten her
Reply to  Mathias Wagner

Einladung Skippertraining bei Nachtfahrt . . . nur ein Gedankenspiel? Lautes Getöse reisst mich aus dem Schlaf. Ich realisiere dass der Wellengang seit meinem letzten Wachgang vor kaum zwanzig Minuten erstaunlich zugenommen hat. Eilig schiebe ich die Vorhänge beiseite und werde steuerbords sogleich von zwei weissen Lichtern geblendet. Gleichzeitig nähert sich von Backbord zügig ein rotes und darüber ein blaues Licht. Wie in Trance nehme ich das Logbuch zur Hand, skizziere die Situation und notiere die Lichter zur besseren Identifikation mit eigenen Namen (Bild und Spiegel ~ weiss , Staat ~ blau , Sonderbeschlüsse ~ rot). Die Situation in der… Mehr lesen »

Klaus D. Sowka
Klaus D. Sowka
4 Monaten her

Ihr habt recht mit Eurer Entscheidung. In den heutigen Zeiten ist es wichtig das man sich auch mal mit etwas Anderem beschäftigen kann zumal viele jetzt zu Hause mehr Zeit finden um Eure interessanten Artikel zu lesen. … und ehrlich gesagt… wer möchte nicht gerne ein bisschen träumen…
Macht weiter so.
Viele Grüsse

Michael Amme
Editor
4 Monaten her
Reply to  Klaus D. Sowka

Dir und allen Anderen danken wir für die aufmunternden Worte und wir freuen uns natürlich, wenn Ihr in diesen Zeiten auf BLAUWASSER.DE etwas Abwechslung findet. Das geht uns beim Bearbeiten der Themen aber genauso.

R. Leuthner
R. Leuthner
4 Monaten her

Die Entscheidung ist richtig. Corona ist nicht zu verachten, jedoch es wird dann auch weitergehen. Und dafür können wir uns vorfreuen auch wenn es ein wenig länger bis zum nächsten Törn dauern mag.
Die Berichte sind top!! Weiter so!!!

Udo Giesen
Udo Giesen
4 Monaten her

Ihr Lieben,
in Anlehnung das das tolle Buch von Sönke & Judith empfinde ich die aktuelle Situation für mich wie “X Tage Sonntag”!

Büroarbeit ist angesagt.

Natürlich verliere ich dabei nicht vielen Mitarbeiter im Gesundheitswesen aus dem Blick, die in diesen Tagen Unglaubliches leisten!

Auf ein baldiges Ende dieser Krise hoffend

grüsst euch

Udo Giesen

Ralf Lübbing
Ralf Lübbing
4 Monaten her

Moin zusammen, ihr schreibt quasi aus meiner Gefühlslage. Vieles ist vorbereitet, der Krantermin steht, wenn ich Anfang April nach Fehmarn darf, kommt das Antifouling drauf und dann soll Anfang Mai die Langfahrt folgen. Egal wie es kommt, wir machen das Beste draus. Unter Umständen legen wir halt später ab. In der Zwischenzeit halten uns eure Berichte am und auf dem Wasser. Danke euch für die Entscheidung, einfach weiter zu machen. Bleibt auch ihr fit! Handbreit.

Martin Bisewski
Martin Bisewski
4 Monaten her

Das finde ich super, dass ihr so weiter macht wie bisher. Das ist eine sehr schöne Gelegenheit, sich abzulenken und sich auf die Zukunft zu freuen. Vielen Dank.

Wolfgang Hauger
Wolfgang Hauger
4 Monaten her

vielleicht sollte die angespannte situation der betroffenen langfahrtsegler doch hier thematisiert werden, da gibt’s echte probleme mit gesperrten karibik marinas, der kommenden hurrikansaison, crews die nicht mehr zum boot kommen, quarantäne im pazifik!
gibt bereits petition an deutsche behörden:
https://www.change.org/p/ausw%C3%A4rtiges-amt-sailing-home?recruiter=494070618&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&recruited_by_id=867efcf0-d992-11e5-9537-09805ca7375d

Mathias Wagner
Mathias Wagner
4 Monaten her

Fast der gesamte Pazifik ist dicht gemacht worden. NZ, AUS, auch dicht. Wir liegen also mit unserer SAN (www.trimaran-san.de) bis auf weiteres vor einer Marina in Panama City. Ich fürchte, Franz Poly wird auf absehbare Zeit nicht wieder aufmachen. Zu stark sind noch die Erinnerungen an die von Europäern eingeschleppten Krankheiten. Wir wissen von Eignern, die für eine Woche auf Heimaturlaub waren und nun nicht mehr zu ihren Booten kommen, die irgendwo unsicher vor Anker liegen. Zumindest nicht so sicher, dass sie Monate dort liegen könnten.

Tom
Tom
4 Monaten her

Prima, weiter so, Ihr macht einen super Job; und lasst uns alle mal überlegen was wir auf diesem ungewissen Törn für die Zeiten nach dem Sturm mitnehmen, hier steckt vielleicht eine Menge Potenzial.

Moritz Herrmann
Moritz Herrmann
4 Monaten her

Lieber Sönke!
Habe ich da etwas überhört, warum segeln wir nicht, wenn das Wetter stimmt? Sind wir von gesperrten Marinas abhängig. Gibt es schon ein Verbot, offenes Wasser zu bereisen? Da sind doch alle Mindestabstände leicht einzuhalten. Ist das nicht eine wundervolle Gelegenheit, wieder einmal den Anker zu benutzen?
Sag mir schnell, welche Verordnung ich übersehe!
Liebe Grüße, Moritz

Sönke Roever
Admin
4 Monaten her

Hallo Moritz, das wird überall sehr unterschiedlich gehandhabt. Beispielsweise ist für uns der Hamburger Yachthafen gesperrt. Wir kommen nicht in den Hafen bzw. zu unseren Booten. Und so gibt es weltweit unzählige Beispiele. Uns erreichen hier täglich sehr viele E-Mails dazu. Wo bist du denn, dass du ohne große Hürden segeln gehen kannst?

Mathias Wagner
Mathias Wagner
4 Monaten her

Also, in Franz. Polynesien ist es sogar verboten, zwischen den Inseln zu segeln. Keine Ahnung, wie die das durchsetzen wollen, aber ist so. Und ich habe mehrere Berichte hier lokal eingesammelt, dass Freunden nicht einmal erlaubt wurde in der Karibik vor Anker zu gehen. Sie mussten weiter und sich eine andere Insel suchen. Die haben sie nun gefunden, können aber keinen Proviant aufstocken…

Sönke Roever
Admin
4 Monaten her

Vielen Dank euch allen für den großartigen Zuspruch! Das freut uns sehr. Bleibt gesund

Lutz Völker
Lutz Völker
4 Monaten her

Sehr gut! Weiter so!

Mechler
Mechler
4 Monaten her

Ja, ich finde das sehr gut, dass Ihr weitermacht.

Mich würden zur Zeit besonders Infos interessieren, wie einzelne Segelreviere mit dem Coronar-Virus umgehen. z.B. geschlossene Häfen, Geschlossene Gastronomie, Abweisungen von Seglern, Regelungen und Festlegungen von Regierungen in einzelnen Ländern, Einreiseverbote etc, etc.

Wir haben im Segelclub eine große Beteiligung bei unseren Fahrtensegel-Flottillen. Insbesondere interessieren mich zur Zeit die Verhältnisse Griechenland (Sporaden), Niederlande und Dänemark.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Mechler

Dody
Dody
4 Monaten her
Reply to  Mechler

Hi Klaus, es gibt mittlerweile eine Menge Infos zum Thema: Noonsite: https://www.noonsite.com/news/novel-coronavirus-2019-ncov-special-procedures-being-introduced-in-ports-of-entry-worldwide/ Trans Ocean, vor allem auch der Vorstandsbrief ist lesenswert: https://www.trans-ocean.org/news Navily: http://blog.navily.com/en/blog/covid-19-marina-information/ sind die die mir spontan einfallen. Sicher gibt es aber auch bei der Kreuzer Abteilung und ueberall anderswo Infos zum Thema. Von allem was ich auch von meinen Freunden weltweit hoere – die Situation ist schwerwiegend. Ueberall. Bis hin zu Schiffen, auch mit Kindern an Bord, die zwangsweise aus den Haefen geschleppt werden sollen, an Land gehen ist fast ausschliesslich nach 14 Tagen Quarantaene moeglich aber auch das nicht wirklich. Und an Land scheint man mittlerweile… Mehr lesen »

Hans Schmidt
Hans Schmidt
4 Monaten her

Eure Entscheidung ist absolut richtig. Jetzt aufhören oder abwarten – das wäre wie eine Resignation. Wir alle können an der Situation nichts ändern, wir können und wollen keinem eine Schuld zuweisen, wir können nur abwarten und hoffen, dass wir gut durchkommen. Und so wie Ihr weitermachen. Kompliment für diese Enscheidung !

Eva
Eva
4 Monaten her

Liebe Redaktion,

da wir einige Crews kennen, die noch in aller Welt umhersegeln und nicht genau wissen, wie und ob sie den Weg nach Hause schaffen, möchte ich hier auf die Registrierung beim auswärtigen Amt hinweisen:

https://elefand.diplo.de/elefandextern/home/login!form.action

Damit das auswärtige Amt weiss, wo alle sind und evtl. helfen kann.

Ansonsten freu ich mich auf virtuelle Reisen auf dieser Seite, bis wir wieder selber in See stechen können.

Bleibt alle gesund und haltet “physical distancing” ein.

Sönke Roever
Admin
4 Monaten her
Reply to  Eva

Danke dir – Eva!

Jan Kaltwasser
Jan Kaltwasser
4 Monaten her

Das ist die richtige Entscheidung! Es gibt ja auch noch ein „Nachcorona“ und man möchte sich ja ab und zu etwas ablenken.

Willi Krebser
Willi Krebser
4 Monaten her

Ich find gut, dass Ihr weitermacht, wir sind Langzeitsegler und sitzen derzeit auch etwas fest. Aber das geht irgendwann auch wieder rum und wir segeln danach ja auch wieder weiter.

Beste Grüsse aus der Tyrell Bay, Carriacou, Grenada

Manuela Graeb, Willi Krebser, Cat FLU FLU

Andy Rohner
Andy Rohner
3 Monaten her

Es freut mich sehr, dass ihr Weitermacht und euch eben nicht in die Politische Richtung ausdehnt. Ich bin weder politisch aktiv, noch interessiert mich dieser ganze Zauber. Ich werde aber dazu gezwungen, wenn man mich nicht mehr auf mein Schiff in Spanien lässt mit welchem ich wegen einer Notreparatur im März in eine Werft musste und Auswassern. Ich besuchte Leute ausserhalb von Spanien und jetzt verweigert man mir, dass ich zurück zu meinem Segelboot auf dem ich LEBE und an welchem man Arbeitet (alle Segel ersetzen) ich aber nicht dabeisein darf. Ich lebe seit mitte März auf der Strasse, schlafe… Mehr lesen »

Andreas Kyanowski
Andreas Kyanowski
3 Monaten her
Reply to  Andy Rohner

Unglaublich, wie viel Unsinn ein einzelner Mensch so alles von sich geben kann. Falls noch nicht gemerkt geht es in diesem Blog nicht um schwachsinnige Verschwörungstheorien sondern um Blauwassersegeln. Mein Schiff liegt in Portugal und ich kann nicht hin. Ist halt so und keine abartige Verschwörung ist daran Schuld. Irgendwann gehts weiter und bis dahin freue ich mich weiterhin auf die tollen Berichte in diesem wirklich perfekten Blog. Weiter so, Söhnke er al. !!! Dank an Euch!