Medizin: Zusammenstellung der Yacht-Bordapotheke (Musterliste)

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Fachärztin für Gynäkologie, die seit der Jugend das Segeln zum Hobby hat. Seit 2011 segelt sie mit ihrem Partner Martin in den Urlauben die gemeinsame Swan 48 VELLAMO, die im Sommer auch für den Kojencharter-Anbieter Segelwege.de unterwegs ist. Dazwischen ist sie immer wieder auf anderen Yachten und in wechselnden Revieren entlang der europäischen Küsten anzutreffen.

Die Zusammenstellung der Bordapotheke einer Yacht ist umfangreich

Im Buchhandel und im Internet gibt es eine Vielzahl von Informationen zum Thema Medizin auf See und zur Ausstattung der Bordapotheke auf Yachten. Aus dieser Fülle von Hinweisen sollte man sich eine für seine eigenen Bedürfnisse angepasste Ausrüstung zusammenstellen. Dafür sind Literatur, ein Hausarzt, Medizin-Seminare speziell für Segler und etwas Zeit förderlich.

Dieser Beitrag soll helfen, die Fülle an Informationen zu sortieren, und bei der Einrichtung einer sinnvoll ausgestatteten Bordapotheke für das eigene Boot unterstützen – inklusive einer Muster-Packliste für die Bordapotheke.

Wichtig: Damit die Muster-Packliste richtig angewendet werden kann, empfehlen wir diesen Beitrag vollständig zu lesen!

Für die Vorbereitung der Bordapotheke sollte genügend Zeit eingeplant werden. ©Stefanie Kamke

Für welche medizinischen Fälle an Bord einer Yacht muss ich vorsorgen?

Die Liste der Dinge, die an Bord passieren können, ist wahrscheinlich genauso lang wie die Liste der Dinge, die an Land passieren können. Für beide Orte gilt dabei der Grundsatz: Was an Land häufig ist, ist auch auf See häufig, und was an Land selten ist, ist auch auf dem Wasser selten!

Die häufigsten medizinischen Fälle, die an Bord auftreten, sind schmerzhafte Einschränkungen des Bewegungsapparates (60 Prozent) gefolgt von kleineren und größeren Wunden (30 Prozent) sowie Verbrennungen (7 Prozent). Dabei sind in 35 Prozent der Fälle die Hände beteiligt (Quelle: SeaDoc).

Verletzungen des Bewegungsapparates sind an Bord häufig. ©Stefanie Kamke

Durch das Leben an Bord sind Segler außerdem häufig vermehrter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sodass Sonnenbrände bis hin zum Sonnenstich eine Herausforderung sein können. Ebenso kommen Entzündungen, Infekte oder Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts vor. Übelkeit und Erbrechen durch Seekrankheit ist dabei führend. Leider können auch Vergiftungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Folge mit Erbrechen und Durchfall auftreten. Und nicht zuletzt können die eingeschränkte Bewegung an Bord einer Yacht und die zuweilen geänderten Ernährungsgewohnheiten zu Verstopfungen führen.

Nicht alle Erkrankungen sind schlimm, die meisten bestenfalls lästig. Dennoch sollten Segler, insbesondere bei Passagen ohne zeitnahen Landzugang, auch auf seltene, aber eventuell lebensbedrohliche Fälle vorbereitet sein.

Auf hoher See kann es dauern, bis professionelle Hilfe eintrifft. ©DGzRS

Von Land sind wir gewohnt, dass im Notfall schnell Hilfe eintrifft. Auf See sieht das anders aus. In direkter Küstennähe mag ärztliche Hilfe zwar zügig vor Ort sein, aber auch „zügig“ bedeutet an Bord meist „mehrere Stunden“. Schon auf der Nordsee kann es je nach Bedingungen im schlechten Fall auch mehr als einen Tag dauern, bis professionelle Hilfe vor Ort ist. Und auf Ozeanpassagen sind wir gar für viele Tage auf uns allein gestellt und müssen uns eventuell längere Zeit selbst helfen. Diese Zeit gilt es im Notfall zu überbrücken. Mit den passenden Medikamenten und Verbandsmaterialien ist die Versorgung an Bord einer Yacht in den meisten Fälle aber auch ohne Apotheke oder Arzt in Reichweite gut möglich.

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Die Ausstattung der Bordapotheke einer Yacht – Was für wen?

Die Ausstattung der Bordapotheke ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Crew-Konstellation. Die Ausstattung der Bordapotheke wird beeinflusst durch die Anzahl der Personen an Bord sowie deren Alter und Geschlecht. Eine Familiencrew mit zwei Kindern stattet sich zumindest in Teilen anders aus als eine reine Erwachsenencrew und Frauen benötigen in manchen Fällen andere Medikamente als Männer. Ebenso ist relevant, ob die Crewmitglieder an Bord (medizinisch) gut bekannt sind (beispielsweise feste Partner oder Familie), Vorerkrankungen bestehen und ob medizinische Fachkenntnisse vorhanden sind.

Für die Planung der Bordapotheke ist es zudem sinnvoll zu wissen, um welche Törnart es sich handelt, in welchem Revier gesegelt wird und wie die medizinische Versorgung vor Ort aussieht. Daraus ergeben sich folgende Fragen, die im Rahmen der Vorbereitung beantwortet werden sollten.

  • Grundfrage 1: Welchen Charakter hat der Segeltörn?
  • Grundfrage 2: In welchem Revier findet der Segeltörn statt?
  • Grundfrage 3: Welche Crew segelt auf dem Segeltörn mit?
  • Grundfrage 4: Welche medizinischen Fachkenntnisse hat die Segelcrew?

Diese Fragen und eine Anleitung zur medizinischen Vorbereitung werden in dem Beitrag Medizin auf See im Detail erläutert.

Je nach Revier und Crew kann eine unterschiedliche Ausstattung der Bordapotheke notwendig sein. ©Sönke Roever

Aufbau und Sortierung der medizinischen Ausrüstung auf einer Yacht

Die internationalen Richtlinien der World Health Organization (WHO) sehen eine standardisierte medizinische Ausrüstung an Bord von Schiffen weltweit vor. Für deutschgeflaggte Handelsschiffe ist die Umsetzung der WHO-Richtlinie durch die „Bekanntmachung des Standes der medizinischen Anforderungen in der Seeschifffahrt“ geregelt, welche über den Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Unter dem Link Aktuelle Medizinische Ausstattung Deutsche Flagge ist die jeweils neueste Version abrufbar.

Das etwas über 60 Seiten umfassende Dokument enthält unter anderem eine jeweils aktualisierte und nach Anwendungs- und Fachgebieten sortierte Liste mit Medikamenten, Verbandsmaterial, Instrumenten und Hilfsmitteln. Das Verzeichnis ist für die typische Crew auf einer Fahrtenyacht viel zu umfangreich, allerdings ist es eine gute Hilfestellung, weil alle relevanten Ansätze enthalten sind und so im Umkehrschluss nichts vergessen werden kann. Die Liste kann folglich sehr gut als Basis dienen und durch beherztes Rausstreichen und Kürzen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Eine gute Basis ist die nummerierte Medikamentenliste des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. ©Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Hilfreich an dieser Auflistung ist die Nummerierung sämtlicher Ausrüstungsgegenstände und Medikamente. Da diese Nummerierung eine „offizielle“ ist und auch an den offiziellen Stellen wie beispielsweise dem funkärztlichen Beratungsdienst (TMAS) des MEDICO Cuxhaven oder der Leitstelle der Seenotrettung in Bremen (DGzRS) hinterlegt ist, ist es sinnvoll, diese Nummerierung auch an Bord zu verwenden. Im Notfall ist die Information „Nehmen Sie das Medikament Glycerolnitratspray, das ist die Nummer 2.02“ schneller umzusetzen, als mühsam nach dem Medikament mit dem richtigen Namen zu suchen.

Außerdem lässt sich anhand der Liste durch die funkärztliche Beratung oder durch medizinisches Personal auf deutschgeflaggten Handelsschiffen (Kreuzfahrtschiffe haben einen Arzt an Bord) schnell feststellen, ob ein Medikament überhaupt an Bord der eigenen Yacht ist.

Die Medikamente sollten gut lesbar nummeriert werden. ©Stefanie Kamke

Tipp: Die eigene Bordapotheken-Liste kann an die TMAS gesendet werden – so kann dort die vorhandene Ausstattung überblickt werden, was die Beratung im Notfall erleichtert, Stress für die Crew vermindert und zu einer schnelleren und sicheren Versorgung führt.

Je nach Größe und Ausstattung der eigenen Bordapotheke kann neben der offiziellen Nummerierung auch eine eigene fortlaufende erfolgen. Das vereinfacht das Beschriften und sorgt bei vielen Medikamenten für einen besseren Überblick.

Fachbücher und das Internet helfen bei der Recherche. ©Sönke Roever

Bausteine der medizinischen Ausrüstung auf See an Bord einer Yacht

Zur besseren Übersicht ist es hilfreich, sich die medizinische Ausrüstung an Bord in fünf verschiedene Bausteine aufzuteilen, das dient der besseren Auffindbarkeit und Sortierung. Auch lassen sich mehrere kleinere Koffer, Boxen oder Taschen besser stauen als ein sehr großer.

  • Persönliche Reiseapotheke (bei z. B. Charter, Mitsegeln oder kürzeren Törns)
  • Bordapotheke
  • Verbandskasten
  • Notfallkasten mit einer Auswahl an Verbandsmitteln, Notfallausrüstung
  • Mittel zur Diagnostik

Die einzelnen Bausteine sind nicht maßgeblich. Sie können auch anders kombiniert oder aufgeteilt werden. Die Liste bietet jedoch einen guten Anhaltspunkt.

Die am häufigsten notwendigen Hilfsmittel sollten griffbereit gelagert werden. ©Marga Keyl

Baustein 1: Die persönliche Reiseapotheke der einzelnen Crewmitglieder

Wer nicht dauerhaft als Crew an Bord mitsegelt, sollte seine eigene Reiseapotheke im Gepäck mitführen. In die persönliche Reiseapotheke gehören alle regelmäßig einzunehmenden Medikamente wie zum Beispiel die Pille, Blutdruckmittel oder Schilddrüsenmedikamente. Allergiker oder Asthmatiker sollten zudem passende antiallergische Medikamente einpacken.

Die persönliche Liste kann erweitert werden durch Schmerzmittel, Medikamente gegen Seekrankheit sowie verschiedene Mittel gegen Erkältung. Auch kann es hilfreich sein, Medikamente gegen Blasenentzündungen, Pilzinfektionen, Sodbrennen, Migräne oder Schlafstörungen mitzuführen. Nicht-medikamentöse Präparate wie ausreichender Sonnenschutz, Pflaster oder Antimückenmittel können ebenfalls zur persönlichen Reiseapotheke hinzugefügt werden.

Antimückenmittel können auch ein Teil der Bordapotheke sein. ©Ralf/stock.adobe.com

Der Vorteil der persönlichen Apotheke ist, dass die Medikamente einem selbst bekannt und damit die richtige Einnahme und Verträglichkeit gesichert sind (beziehungsweise sein sollten). Auch trägt es zum guten Gefühl bei, sich selbst versorgen zu können – egal ob als Mitsegler an Bord oder als Crew im Ausland, wo Sprachbarrieren die medizinische Versorgung erschweren können. Vor längeren Fahrten mit einer festen Crew kann es zweckmäßig sein, die persönliche Reiseapotheke in die allgemeine Bordapotheke zu integrieren. So werden auch Mehrfachanschaffungen vermieden.

Eine eigene Reiseapotheke als Crewmitglied mitzuführen, ist bei Mitsegel- oder Chartertörns sinnvoll. ©Sönke Roever

Wichtig: Alle eigenen relevanten Medikamente in ausreichender Dosis mitführen. Auch solche, die vielleicht nicht täglich, aber doch regelmäßig eingenommen werden wie beispielsweise Schmerz- oder Migränemittel, Medikamente gegen Blasenentzündungen oder Antiallergika.

Baustein 2: Die Bordapotheke für alle Crewmitglieder

Die allgemeine Bordapotheke auf einer Yacht, die für alle Crewmitglieder gedacht ist, sollte umfangreicher ausfallen als die persönliche Reiseapotheke und auch für seltenere Erkrankungen, Verletzungen und Notfälle ausgestattet werden.

Der Umfang der Bordapotheke hängt maßgeblich von der Dauer des Törns und dem Törncharakter ab. Beim Blauwassersegeln sind andere Bordmittel notwendig als bei küstennahen Törns. Allerdings sollten für alle Reisen Akutmedikamente für Notlagen an Bord sein. Während die persönliche Reiseapotheke meist mit leichten Wirkstoffen ausgestattet ist, sollten in der Bordapotheke auch stark wirksame Medikamente zu finden sein.

Dazu ein Beispiel: Wenn ein Allergiker in der persönlichen Reiseapotheke seine Loratadin-Tabletten zur regelmäßigen Einnahme vorrätig hat, sollte dennoch in der Bordapotheke zusätzlich ein stark und schnell wirksames Antiallergikum für den Notfall vorrätig sein. Auch starke Schmerzmittel oder potente Medikamente gegen Übelkeit sind idealerweise vorhanden.

Ein EpiPen kann im Falle eines allergischen Schocks Leben retten. ©SherryYoung/stock.adobe.com

Die Liste aus dem Bundesanzeiger bietet hier in den Abschnitten 1 bis 17 eine umfängliche Auflistung von Medikamenten, sortiert nach Erkrankungen beziehungsweise Organsystemen. Da diese Liste für die Handelsschifffahrt ausgelegt ist, sollte sie für die Bordapotheke der eigenen Yacht angepasst werden.

In den meisten Bordapotheken befinden sich zudem auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die nicht in der offiziellen Liste enthalten sind. Eine mögliche Ausstattung der Bordapotheke mit Angabe von Wirkstoffen und Medikamenten haben wir für küstennahes und für Blauwassersegeln erstellt.

Insbesondere Blauwassersegler sollten die Liste mit dem Hausarzt und einem Apotheker durchgehen, um eine sinnvolle, an den Törn und die Crew angepasste Auswahl zu treffen. Es ist ferner wichtig, sich im Vorfeld mit den Medikamenten und deren Anwendung vertraut zu machen.

Eine professionelle Beratung im Vorfeld ist essenziell. ©Pcess609/stock.adobe.com

Für einige Medikamente reicht es aus, zu wissen, dass sie an Bord sind. Im Notfall werden sie dann unter funkärztlicher Beratung angewendet. Dennoch sollte man sich in seiner eigenen Bordapotheke auskennen. Neben dem Hausarzt oder der Beratung in der Apotheke helfen hier auch medizinische Kurse zur Vorbereitung.

Wir haben der Bordapotheke auf unserer Yacht ein Inhaltsverzeichnis zugefügt, auf der neben Nummer und Namen auch die typischen Dosierungen und das Anwendungsgebiet der Medikamente stehen. Das spart im Ernstfall das langwierige Suchen der Dosierung in der Packungsbeilage und ist für eine einfache schnelle Versorgung sehr hilfreich. Sind Kinder an Bord, kann es ergänzend helfen, die möglichen Medikamente im Vorfeld zu markieren und mit angepasster Dosieranleitung zu versehen.

Ein Inhaltsverzeichnis mit Dosisangaben im Deckel hilft im Ernstfall weiter. ©Stefanie Kamke

Tipp: Bei sehr umfangreichen Bordapotheken kann eine Aufteilung in zwei Koffer oder Boxen notwendig werden. In solchen Fällen empfiehlt sich die Trennung entweder nach „häufig gebrauchte“ und „selten gebrauchte und Notfallmedikamente“ oder eine Trennung analog der Liste. Gruppe 1 bis 5 in Kasten Nr. 1, Gruppe 6 bis 10 in Kasten 2.

Das geht besser – Chaos in der Bordapotheke gilt es zu vermeiden. ©Stefanie Kamke

Baustein 3: Der Verbandskasten an Bord einer Yacht

In der offiziellen Liste aus dem Bundesanzeiger finden sich im Bereich der Nummern 18 bis 21 Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Krankenpflegemittel und chirurgische Instrumente. Für eine Segelyacht sind vor allem die Verbandsmittel, die Pinzetten, eine Notfallschere und eventuell ein Set zum Nähen relevant. Die Gruppe mit der Nummer 11 – Infusionen – ist im Verbandskasten ebenfalls gut aufgehoben.

Diese Bordapotheke auf einer Blauwasseryacht enthält auch Infusionen. ©Sönke Roever

Eine voll umfängliche Ausstattung wie zum Beispiel an Bord von Kreuzfahrtschiffen ist auf einer Segelyacht aber weder sinnvoll noch notwendig. Für die Grundausstattung reicht es oft, den Verbandskasten des Autos um einige Dinge zu ergänzen, beispielsweise um eine Notfallschere, Split-Schiene(n) und mehrere Pflastersets (auch wasserdicht). Im Fachhandel für Wassersportartikel lassen sich auch fertig gepackte Sets finden, die für Segler optimiert wurden.

Beispiel für einen Verbandskasten auf einer Yacht. ©Sönke Roever

Tipp: Ein Kühlpack im Kühlschrank und ein „Knickpack“ im Verbandskasten sind eine wichtige Ergänzung.

Baustein 4: Der Notfallkasten an Bord einer Yacht

Für viele Segler stellt sich bei der Ausstattung eines Notfallkoffers immer wieder die Frage, wie umfänglich dieser überhaupt sein muss. Ein „Wiederbelebungs-Notfallset“ mit Tubus und Beatmungsbeutel dürften an Bord eher selten Einsatz finden und den Laien meist überfordern. Mittel zur Blutstillung oder zur Kreislaufstabilisierung sind an Bord aber gut aufgehoben.

Möchte man eine extra Tasche für Notfälle, getrennt von der Bordapotheke, an Bord mitführen, ist im Vorfeld gut zu überlegen, was dort hineinkommt. Schließlich können Gründe für Notfälle sehr unterschiedlich sein. Ein Notfall betreffend das Herz-Kreislauf-System benötigt eine andere Ausrüstung als Knochenbrüche oder Blutungen.

Hier hilft das Packen von kleinen Notfall-Sets, die auch in die Bordapotheke integriert werden können. Neben einem Zahn-Notfall-Set oder Sets für Augennotfälle kann es von Vorteil sein, auch Sets für beispielsweise allergische Notfälle oder Herzprobleme extra gepackt zu haben. Das erleichtert im Notfall das Auffinden der notwendigen Medikamente.

Tipp: Wer die Verbands- und/oder Notfalltaschen nicht selbst packen möchte, der kann auf kommerzielle Anbieter mit fertig gepackten Sets zurückgreifen.

Im Wassersport-Fachhandel gibt es gut sortierte Notfalltaschen für Segler. ©Sönke Roever

Einige Yachten haben auch einen kleinen Defibrillator (AED) an Bord. Diese Geräte gibt es inzwischen zur vollautomatischen Anwendung in kompakter Größe. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands das vermutlich wichtigste Notfallinstrument. Allerdings liegen die Kosten für einen modernen kompakten vollautomatischen AED noch zwischen 1.200 bis 2.000 Euro. Neben der Abwägung des eigenen Risikos entscheidet hier daher bei einigen sicher auch der Geldbeutel.

Ein automatischer Defibrillator kann Leben retten. ©PlatooStock/stock.adobe.com

Baustein 5: Mittel zur Diagnostik auf Yachten

Die Nummer 22 der Liste im Bundesanzeiger beinhaltet „Artikel zur Untersuchung und Behandlung“. Wichtig für die Ausstattung der Bordapotheke auf einer Yacht sind:

  • Thermometer
  • Blutdruckmessgerät (automatisch)
  • Finger-Pulsoximeter zur Messung von Puls und Sauerstoffsättigung im Blut
  • Teststreifen für Urinuntersuchungen

Optional sind auch diese Mittel hilfreich:

  • Blutzuckermessgerät
  • Stethoskop
  • Schnelltests für den Entzündungswert CRP
  • Test auf D-Dimere zum Ausschluss einer Thrombose
  • Troponin-Tests, um einen Herzinfarkt festzustellen (in speziellen Fällen förderlich)
  • Bei Reisen in Malariagebiete ein Schnelltest für Malaria
Ein akkubetriebenes Pulsoxymeter ermittelt unkompliziert den Puls und die Sauerstoffsättigung im Blut. ©Mikhail/stock.adobe.com

Die Aufbewahrung der Komponenten der Bordapotheke auf Yachten

Für die Aufbewahrung von Medikamenten, Verbandsstoffen und Diagnostika ist es sinnvoll, folgende Punkte einzuhalten:

  • Wasserdichte Verpackung
  • Beschriftung / Inhaltsverzeichnis
  • Kühl, trocken und zugänglich lagern
  • Originalverpackung

Aufbewahrung: Wasserdichte Verpackung

Viele Segler haben ihre Medikamente in Verbandskästen gelagert, die insbesondere durch ihre rote oder orange Farbe als solche erkennbar sind. Der Nachteil vieler Verbandskäste ist, dass sie nicht immer wasserdicht sind. Hier kann auf verschiedenen Wegen Abhilfe geschaffen werden.

Nicht alle Boxen sind wasserdicht, was an Bord einer Yacht jedoch unabdingbar ist. ©Sönke Roever

Anbieter von Outdoor- oder Segelequipment bieten als Alternative zum Verbandskasten wasserdichte Grabbags in typischem „Erste-Hilfe-Design“ an. Diese eignen sich sehr gut für die Verpackung von Verbandsmaterialien. Glasbehälter oder zerbrechliche Gegenstände sind in Grabbags allerdings nicht gut aufgehoben. Auch ist die Übersichtlichkeit in einem Grabbag nicht besonders gut. Inzwischen gibt es alternativ stoß- und wasserdichte Erste-Hilfe-Koffer. Wem die Farbmarkierung nicht wichtig ist, kann zum Verpacken von Medikamenten auch auf Schutzkoffer (beispielsweise Peli Case) zurückgreifen.

Eine einfache und kostengünstige Variante zum Verstauen der Bordapotheke bieten große Clickboxen. Bei uns an Bord haben wir die Bordapotheke und das Verbandsmaterial in eine solche Box gepackt. Durch die durchsichtige Box ist der Inhalt zu erkennen.

Vorbildlich: Diese Bordapotheke ist wasserdicht und gut lesbar beschriftet. ©Stefanie Kamke

Aufbewahrung: Die Beschriftung und das Inhaltsverzeichnis der Bordapotheke

Die Beschriftung des Inhalts sollte von außen gut sichtbar sein. Sie kann auch zweckmäßig mit einem wasserfesten Stift erreicht werden.

Beim Inhalt ist ein nummeriertes Inhaltsverzeichnis wichtig. Es sollte direkt bei der Bordapotheke gelagert werden. Idealerweise wird das Inhaltsverzeichnis der Bordapotheke um Haltbarkeitsdaten und Dosieranleitungen ergänzt. Bei uns an Bord klebt das Inhaltsverzeichnis doppelseitig bedruckt im Deckel. So ist es von allen Seiten sichtbar. Alternativ kann ein wasserdicht eingeschweißtes Inhaltsverzeichnis zur Bordapotheke hinzugefügt werden.

Das Inhaltsverzeichnis dieser Bordapotheke ist doppelseitig im Deckel vorhanden und von innen und außen lesbar. ©Stefanie Kamke

Aufbewahrung: Die Bordapotheke kühl, trocken und zugänglich auf der Yacht lagern

Wesentlich für die Lagerung der Bordapotheke ist ein trockener und kühler Ort. In warmen Gegenden liegt dieser idealerweise unterhalb der Wasserlinie. Orte mit guter Isolierung eignen sich ebenfalls. Starke Temperaturschwankungen sollten in jedem Fall vermieden werden, ebenso wie starke Hitze oder Kälteeinwirkungen.

Wichtig: Einige Medikamente benötigen eine Lagerung im Kühlschrank. Herstellerangaben und Platzangebot daher in jedem Fall beachten.

Einige Medikamente müssen kühl gelagert werden. ©Sönke Roever

Beim Stauen der Bordapotheke ist darauf zu achten, dass nicht erst Gegenstände aus dem Weg geräumt werden müssen, um an die Bordapotheke zu gelangen. Stattdessen sollte der Lagerort gut zugänglich sein, um im Notfall schnell alle Hilfsmittel griffbereit zu haben. Alle Crewmitglieder sollten wissen, wo die Bordapotheke verstaut ist.

Dieser Verbandskasten lagert gut zugänglich. ©Sönke Roever

Wichtig: Beim Segeln mit kleinen Kindern an Bord, ist darauf zu achten, dass diese nicht an Medikamente gelangen können.

Tipp: Um auch im Notfall sicher Licht zu haben, ist es sinnvoll, eine Stirnlampe in der Bordapotheke zu lagern. So hat man während der medizinischen Versorgung beide Hände frei.

Aufbewahrung: Originalverpackung der Medikamente nutzen

Wenn möglich sollten Medikamente in ihrer Originalverpackung verbleiben. Bei Tabletten sind der Name des Medikamentes und das Haltbarkeitsdatum auf der Packung in der Regel deutlich besser lesbar als auf den Tablettenblistern selbst. Zudem ist die Packungsbeilage so immer an der richtigen Stelle.

Sauber sortiert – Medikamente in ihrer Originalverpackung. ©Stefanie Kamke

Sollte es aus Platzmangel nicht möglich sein, die Medikamente in ihrer Originalverpackung zu belassen, kann die Packungsbeilage mit einem Gummiband an den Medikamenten befestigt werden. Als weitere Option können Medikament und Beipackzettel in durchsichtige Plastiktüten verpackt werden. In jedem Fall aber sollten Tabletten in ihren Blistern bleiben und diese am Stück verbleiben, da eine korrekte Zuordnung sonst schwierig werden kann. Wir haben das Prinzip mit dem Gummiband in unserer Bordapotheke für Tuben und Flaschen angewendet, um Platz zu sparen.

Platzsparend sortiert – an jeder Tube ist der Beipackzettel mit einem Gummi fixiert. ©Stefanie Kamke

Tipp: Geöffnete Packungen können mit einem X versehen werden, Tuben und Flaschen zudem mit dem Datum, an dem sie geöffnet wurden. Das erleichtert die Kontrolle, welche Medikamente eventuell ersetzt oder ergänzt werden müssen.

Wartung/Inventur der Bordapotheke auf einer Yacht

Einmal jährlich sollten die Bordapotheke, der Verbandskasten und die sonstige medizinische Ausstattung überprüft werden. Zu achten ist dabei auf Vollständigkeit, den Zustand der Verpackungen und auf die Haltbarkeit. Sofern vorhanden sind eventuelle Wartungsintervalle von Geräten zu beachtet.

Ablaufdatum auf Tuben – manchmal mühsam zu entziffern. ©Stefanie Kamke

Geöffnete Tuben oder Flaschen sollten entsorgt und abgelaufene Medikamente ersetzt werden. Dabei ist auch der Zustand der Medikamente zu beachten. Eingetrocknete Salben helfen ebenso wenig wie halb aufgelöste Tabletten. Geöffnete und nicht mehr sterile Verbandstoffe sollten überdies ausgetauscht werden.

Tipp: Die Entsorgung alter Medikamente erfolgt dabei in Deutschland über den Restmüll. Im Ausland sind die dort gültigen Regeln zu beachten.

Bei Tuben und Flaschen muss beachtet werden, wie lange diese maximal geöffnet sein dürfen. ©Stefanie Kamke

Die Überprüfung der Bordapotheke und der Einkauf fehlender Medikamente findet bei Saisonseglern idealerweise kurz vor Saisonbeginn statt. Bei Blauwasserseglern hat es sich bewährt, die Bordapotheke je nach Haltbarkeit der Medikamente mindestens einmal jährlich und vor längeren Überfahrten zu kontrollieren und den Inhalt dort zu ersetzen, wo man ihn gut bekommt. Beispielweise ergibt es wenig Sinn, in Panama Proviant zu bunkern, aber erst Wochen später auf einer kleinen Südseeinsel die Bordapotheke zu sortieren. 🙂

Die Verfügbarkeit von Medikamenten für die Bordapotheke auf Yachten

In Deutschland wird unterschieden zwischen rezeptpflichtigen und rezeptfreien, aber apothekenpflichtigen Medikamenten. Rezeptpflichtige Medikamente sind nur mit einem ärztlichen Kassen- oder Privatrezept in der Apotheke zu erhalten. Rezeptfreie Medikamente hingegen können ohne Rezept in Apotheken gekauft werden.

Viele Medikamente gibt es nur mit ärztlicher Verordnung (Rezept). ©benjaminnolte/stock.adobe.com

Im Ausland sind einige Medikamente einfacher, andere hingegen schwierig oder gar nicht erhältlich. Mittel gegen Seekrankheit oder bestimmte Schmerzmittel lassen sich im Ausland oft sehr gut kaufen. Bei anderen Medikamenten kann die Anschaffung (und Lagerung) schwierig werden, beispielsweise Medikamente für chronische Erkrankungen, Gerinnungsstörungen oder Nierenerkrankungen. Gleiches gilt für Medikamente, die bei Langzeittherapien etwa bei bestimmten Tumorerkrankungen eingesetzt werden. Hier lohnt eine Recherche im Vorfeld und/oder eine entsprechend umfangreiche Aufstockung der Bordapotheke (Haltbarkeit und Lagerung beachten!).

Bei eigenen Vorerkrankungen können die Medikamente über den behandelnden Arzt verschrieben werden. Sollten größere Mengen eines verschreibungspflichtigen Medikaments benötigt werden, hilft hier ein offenes Wort. In Einzelfällen ist es möglich, mehrere große Packungen eines Medikaments für einen Vorrat zu rezeptieren.

Tipp: Als Alternative ist bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Ausstellung eines Privatrezeptes immer möglich. Dies ist insbesondere für Medikamente der Bordapotheke verwendbar, die nicht zur regelmäßigen Eigenmedikation gehören.

Apotheke in einem Südsee-Staat. Hier gelten mitunter andere Standards als in der Heimat. ©Sönke Roever

Hinweis: Eine Herausforderung gibt es bei sehr starken Schmerzmitteln – sogenannten Opiaten. Die Schwierigkeit dabei ist, dass diese Mittel dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und sowohl das Beschaffen als auch das spätere Ein- und Ausklarieren solcher Medikamente in den meisten Ländern problematisch ist. In einigen Ländern werden sie von den Behörden in Gewahrsam genommen. Zudem kann die Einfuhr eine strafbare Handlung sein. Hierfür gibt es leider keine allgemeingültige Lösung.

Die Kosten der Medikamente für die Bordapotheke auf Yachten

Die Kosten für eine gut ausgestattete Bordapotheke sollten nicht unterschätzt werden. Die Erstausstattung für eine Bordapotheke inklusive aller eventuell gewünschten diagnostischen Geräte, Verbandsmaterialien, Medikamente und Aufbewahrungsmöglichkeiten kann schnell ein paar Tausend Euro erreichen. Auch wenn nur eine Grundausstattung mitgeführt wird, summieren sich die Kosten.

Wurde die Basis jedoch erst einmal geschaffen, wird es im Verlauf etwas preiswerter. Nicht jedes Mittel muss ständig ausgetauscht werden. Dennoch kann auch eine einfach ausgestattete Bordapotheke bei der Wartung schnell ein paar hundert Euro Kosten verursachen.

Bei der Zusammenstellung können Apotheker beraten und helfen. ©JacobLund/stock.adobe.com

Da viele Wirkstoffe von mehreren Anbietern mit mitunter deutlichen Preisunterschieden angeboten werden, lohnt ein Vergleich der Medikamentenpreise. Auch Re-Importe oder Generika mit gleichen Wirk- und Inhaltsstoffen helfen bei der Reduktion der Kosten. Hier kann die Beratung durch einen Apotheker helfen. Er kann die für die Bordapotheke preiswerten Medikamente benennen.

Tipp: In der Apotheke nach dem Hersteller mit dem günstigsten Preis fragen. Auf möglichst lange Haltbarkeit achten.

Fazit

Eine gut ausgestattete Bordapotheke benötigt im Vorfeld etwas Überlegung, Planung und finanziellen Aufwand, lohnt aber die Investition. Die Liste der Dinge, die für den Ernstfall an Bord mitgeführt werden können, ist lang und kostenintensiv. Je nach Crewkonstellation, Fahrtgebiet und Dauer gilt es hier mit etwas Augenmaß eine zweckmäßige Ausstattung zusammenzustellen.

Die genannten fünf Bausteine persönliche Reiseapotheke, Bordapotheke, Verbandskasten, Notfallkasten und Mittel zur Diagnostik können so übernommen oder anders kombiniert werden. Wichtig ist, ein für sich selbst verständliches System zu finden und für eine gute Übersicht und Beschriftung zu sorgen, um auch im Notfall und bei einer funkärztlichen Beratung alles schnell zur Hand zu haben und nicht durcheinander zu kommen. Eine wertvolle Planungsgrundlage liefert die BLAUWASSER.DE-Musterpackliste für die Bordapotheke.

Und auch wenn im Laufe des Seglerlebens die meisten Dinge in der Bordapotheke (hoffentlich) nicht benötigt werden, kann sie im Notfall Leben retten! In jedem Fall aber lässt eine richtig ausgestattete Bordapotheke die Crew entspannter schlafen, segeln und den Törn genießen.

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Dr. Karin Oltmann
Dr. Karin Oltmann
6 Monaten her

Für das Mitführen von Opioiden gibt es eine ärztliche Bescheinigung, die zusätzlich vom örtlichen Gesundheitsamt beglaubigt werden muss. Kann aber immer nur für max 30 Tage ausgestellt werden und nur für Länder, die im “Schengener Abkommen” gelistet sind.
Für alle anderen Länder geben die jeweiligen Konsulate Auskunft über das Mitführen von Opioiden für medizinische Zwecke.