Profi-Tipps zum Kauf einer Blauwasser-/Langfahrtyacht

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Nils Schürg ist geschäftsführender Gesellschafter der Blue Sailing GmbH, er verkauft unter der Marke Blue Yachting hochwertige Segelyachten und Katamarane. Das Segeln erlernte er klassisch im Opti und auf der Segelyacht seiner Eltern. Früh sammelte er Erfahrung in der Branche und half in der Charterfirma seinen Vaters. Seit 20 Jahren ist er hauptberuflich mit dem Verkauf und Service von Yachten beschäftigt. Nils ist leidenschaftlicher Hochseesegler und segelt auf Yachten bis 72 Fuß mit denen er bisher die Ostsee, die Nordsee, das Mittelmeer und den Atlantik besegelte.

Gibt es eine perfekte Blauwasseryacht?

Das ideale Schiff für eine Langfahrt mag für jeden Segler ein bisschen anders aussehen, denn die Ansprüche und Bedürfnisse von Eignern und Gästen unterscheiden sich ebenso wie die Segelreviere und Nutzungskonzepte. Natürlich gibt es gewisse Kriterien, die helfe, sich dem Ideal anzunähern – und auf die möchte ich in diesem Text eingehen. Allen gemein ist aber die Ausgangslage: Der kaufinteressierter Eigner in spe sollte sich zunächst ehrlich und realistisch über seine Segelpläne und -ziele im Klaren sein. Ein zweiter Ratschlag: Bei der Wahl des Bootshändlers ist darauf zu achten, dass man es mit einem seriösen und etablierten Partner zu tun hat. Beides sind Grundvoraussetzungen, damit die ersten Schritte auf dem Weg zur eigenen Blauwasseryacht von Beginn an in die richtige Richtung gehen.

Beispiel RM-Yachts: sportlich, schnell und modern. ©RM-Yachts/Blue Yachting

Die wichtigsten Fragen beim Kauf einer Blauwasseryacht

Im Zentrum der Suche nach der idealen Langfahrt-Yacht steht immer das persönliche Segelprogramm: Welche Törns sind geplant? Wie viele Menschen werden gleichzeitig an Bord sein? Welche Distanzen stehen an – und vor allem: In welche Reviere soll es gehen? Eine Saison im Mittelmeer stellt völlig andere Anforderungen an ein Schiff als eine Weltumsegelung auf der Barfußroute oder eine Expeditionsreise in die Growler-Gebiete rund um Grönland. Entscheidend ist dabei vor allem Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Zielen und Möglichkeiten. Nur eine realistische Planung führt am Ende zum passenden Boot – so verlockend große Träume auch sein mögen. Auch Partner, Familie und mitsegelnde Kinder oder Teenager sollten in diese Überlegungen einbezogen werden, denn jedes Crewmitglied bringt eigene Bedürfnisse mit an Bord.

Das Fahrtgebiet spielt eine wichtige Rolle bei der Yachtwahl. ©SY SAMAI - M. Gramse

In meinen mehr als 20 Jahren als Yacht-Berater habe ich hunderte solcher Gespräche geführt. Das Erarbeiten eines „Use-Case“ ist unheimlich schwierig, weil oftmals Vorfreude und Emotionen allzu leicht den nüchternen Blick auf das Machbare überlagern. Daher ist es so wichtig, diese Dinge mit einem erfahrenen und seriösen Partner zu besprechen. Das Segelprogramm stellt die wichtigsten Weichen auf dem Weg zur neuen Yacht. Wer überwiegend mit dem Passatwind um die Welt segeln möchte – vielleicht mit Kindern an Bord –, findet im Katamaran oft den besten Kompromiss aus Komfort, Sicherheit und Segelspaß. Diese Boote sind schnell unterwegs, verkürzen die Zeit unter Segeln, liegen vor Anker ruhig und stabil und bieten außergewöhnlich viel Platz an und unter Deck.

Führen die Träume hingegen in höhere Breiten, vielleicht bis in arktische oder antarktische Gewässer, rücken ganz andere Kriterien in den Vordergrund: Sturmsicherheit, Seeverhalten in schwerer See und nicht zuletzt das Rumpfmaterial, das Schutz vor Eis und Kälte bieten muss. Hier wird die Aluminium-Exploreryacht interessant – robust gebaut, mit variablem Tiefgang, exzellenter Isolation und hoher Autarkie. Große Tankkapazitäten und Details wie schwere Ankerketten gewinnen plötzlich deutlich mehr Bedeutung. Am Ende läuft alles auf einen Punkt hinaus: Im Mittelpunkt steht immer das persönliche, realistisch definierte Segelprogramm.

Die Segeleigenschaften sollten bei der Yachtwahl mit einbezogen werden. ©ALLURES Yachting/Blue Yachting

Bevor es tiefer in Detailfragen gehen soll, möchte ich grundsätzlich noch etwas zu einem Paradigmenwechsel erzählen, den der Blauwasseryachtbau in den letzten zehn bis 15 Jahren erlebt hat. Bis dato galten – und bei vielen Gesprächen vor allem mit Einsteigern kommt das immer wieder auf – die klassischen, schweren Langkieler als das Nonplusultra für die sichere Langfahrt. Der Bootsbau steht aber nicht still: Neue Konzepte werden erprobt, verfeinert und setzen sich durch. Heutzutage baut kaum noch eine bekannte Werft Langkiel-Yachten. Warum? Es hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass leichte, einfach zu handhabende und vor allem schnelle Blauwasseryachten viel sicherer zu segeln sind. Man kann Tiefdruckgebieten ausweichen, reitet Schwerwetter-Perioden schneller ab. Die Bedienung der Yachten ist auf Einhand- oder Zweihandsegeln ausgelegt und somit sehr einfach zu händeln: Schwere Schiffe brauchen viel Segelfläche, sind in leichtem Wind zu langsam. Diese Zeiten sind mit unseren modernen Blauwasser-Yachten (auch in Alu!) Gott sei Dank vorbei.

Aluminium ist ein dankbares Rumpfmaterial bei Blauwasseryachten. ©ALLURES Yachting/Blue Yachting

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass eine langfahrtoptimierte Yacht Regatten gewinnen wird: Ein Racer hat schließlich andere Stärken als eine echte Blauwasseryacht. Dennoch sorgen ein moderner, ausgewogener Riss und eine nicht übermäßig schwere Verdrängung für ansprechende Etmale und zügiges Vorankommen. So entsteht genau das, worauf es unterwegs ankommt: entspanntes, effizientes Reisen und ein erholtes Ankommen am Ziel.

GfK oder Aluminium? Die Grundsatzfrage nach dem Baumaterial einer Blauwasseryacht

Kaum ein anderes Detail wird derart leidenschaftlich unter Langfahrtseglern diskutiert wie die Wahl des Baumaterials eines Rumpfes. An dieser Stelle steht eine nüchterne Betrachtung im Vordergrund – frei von Vorlieben, Mythen oder Bauchgefühlen. Glasfieber-Boote (also GfK-Yachten) stellen auch im Blauwasserbereich den mit Abstand größten Teil der Flotte. Der Grund liegt auf der Hand: GfK-Yachten sind einfach zu bauen, ermöglichen nahezu jede Rumpfform und bleiben dabei wirtschaftlich. Außerdem können auch GFK-Yachten wirkungsvoll isoliert werden und eignen sich damit grundsätzlich für Fahrten in Hitze wie in Kälte. Normale Großserienyachten eignen sich hingegen ab Werft nur selten ohne größere und teure Um- und Ausrüstungsarbeiten für das große Abenteuer. Unabhängig davon bleibt ein konstruktiver Nachteil bestehen: In Fragen der strukturellen Robustheit bei Grundberührung, Kollision oder Strandung ist ein GfK-Rumpf deutlich verletzlicher. Solche Ereignisse führen häufig zu schweren strukturellen Schäden bis hin zum wirtschaftlichen Totalschaden.

Strandungen auf Riffen gehen für GFK-Yachten selten gut aus. ©irabel8/stock.adobe.com

Stahl war lange Zeit das bevorzugte Baumaterial für Langfahrtyachten. Aus verschiedenen Gründen – Korrosion, hohes Gewicht und aufwendige Pflege – ist der Baustoff aus dem modernen Yachtbau jedoch weitgehend verschwunden. Wer dennoch eine gebrauchte Stahlyacht in Betracht zieht, sollte Rumpf und Struktur äußerst sorgfältig von Fachleuten prüfen lassen, denn Stahl korrodiert oft von innen nach außen – lange unbemerkt, aber mit gravierenden Folgen. Die Grundidee, einen Bootsrumpf aus Metall zu bauen, bleibt für anspruchsvolle Fahrtgebiete jedoch richtig. Dort, wo lange Distanzen, abgelegene Reviere, Eisgang und schwere Wetterbedingungen mit hohen Wellen und starkem Wind zu erwarten sind, führt kein Weg an einem metallischen Rumpf vorbei. Im modernen Yachtbau heißt dieses Material der Wahl heute jedoch: Aluminium.

Rost kann bei Stahlyachten ein lästiges Thema sein. ©Sönke Roever

Professionell gebaute Aluminiumyachten gehören heute zum Standard der anspruchsvollen Langfahrtszene. Doch nur wenige Werften beherrschen die Verarbeitung dieses Werkstoffs wirklich. Hinzu kommt: Aluminium ist nicht gleich Aluminium – es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede, weil Aluminium eine Legierung ist. Wenn sich die Werft mit diesem Werkstoff auskennt, ist Aluminium die perfekte Mischung von Robustheit und Gewicht. Und eines vorweg: Aluyachten sind viel unkomplizierter als ihr Ruf!

Es ist wichtig, dass der Bau einer Yacht fachmännisch durchgeführt wird. ©Blue Yachting

Auch Holz verdient einen festen Platz in der Diskussion um moderne Yachtkonstruktionen. Seit mehr als 4.000 Jahren tragen Schiffe aus diesem natürlichen Werkstoff Menschen über die Weltmeere. Mit dem Siegeszug von GfK verschwand Holz jedoch weitgehend aus dem Serienbootsbau – meiner Meinung nach völlig zu Unrecht. Denn moderne Sperrholz-Epoxid-Konstruktionen sind nicht nur sehr leicht und robust, sie sind auch extrem schick! Beim sogenannten Cold-Moulding-Verfahren werden mehrere Lagen speziell für den Bootsbau gefertigter Sperrholzplatten auf eine Innenform laminiert und vollständig mit Epoxidharz getränkt. Das Ergebnis ist eine hochfeste, vollständig versiegelte Struktur, die weder Wasser aufnimmt noch zu Fäulnis neigt. Solche Yachten bieten zudem ein Raumklima, das von keinem GfK-Innenausbau erreicht wird: Im Sommer bleibt der Rumpf angenehm kühl, im Winter speichert das Material wohltuende Wärme. In Serie baut zurzeit nur die Werft RM-Yachts in La Rochelle solche Boote, aber auf vielen Werften entstehen immer wieder sehr schicke und leistungsfähige Einzelbauten. Sperrholz-Epoxid-Yachten vereinen Performance, Ästhetik und Nachhaltigkeit – und wir denken, genau deshalb dürfte dieser traditionsreiche Werkstoff künftig wieder an Bedeutung gewinnen.

Dieses Ruderblatt wird größtenteils durch einen Skeg geschützt. ©Stefanie Kamke

Maximale Sicherheit unterwegs: Wie sollte eine Langfahrtyacht konstruiert sein?

Egal woraus eine Blauwasser-Yacht gebaut wird – ob aus GfK, Aluminium, Holz, Stahl oder sogar Ferrozement – letztlich sind mit Yachten aus all diesen Materialien in der Vergangenheit tolle Blauwasserreisen gemacht worden. Doch nicht jedes Boot eignet sich so gut wie das andere. „Zoomen“ wir nun einen Schritt weiter hinein und schauen auf die Konstruktion der Yacht selbst: Bei den gängigen Yachten der Großserie sind beispielsweise freistehende oder angehänge Spatenruder üblich, ebenso wie der praktische Saildrive-Antrieb. Allein diese beiden Details erhitzen in Diskussionen unter Seglern häufig die Gemüter: Sind einfache Ruder hinter einem Skeg nicht viel besser geschützt und damit sicherer gegen Beschädigungen durch Treibgut? Ist eine Propellerwelle nicht viel weniger wartungsintensiv und problemanfällig? Auch hier kommt es auf die Lösung im Detail an: Bei unseren Yachten von ALLURES und GARCIA, die freistehende Doppelruder besitzen, sind Koker und Ruderschaft beispielsweise so robust ausgelegt, dass die Yachten problemlos darauf trockenfallen können. Kollisionssicherheit inklusive.

Ähnlich verhält es sich mit dem Saildrive. Moderne, hochwertige Saildrives sind langlebig und weitgehend wartungsfrei. Propellerwellen hingegen neigen mit der Zeit zu Undichtigkeiten, Stopfbuchsen verlangen regelmäßige Aufmerksamkeit. Versagt bei einem Saildrive die Membran, dann klafft natürlich ein großes Loch im Rumpf. Aber die Antwort lautet hier nicht Verzicht, sondern vorausschauender Austausch! Gleichzeitig ist ein Membranwechsel kein schnelles Projekt für eine entlegenen Südsee-Insel. Genau hier zeigt sich, wie wichtig ein klarer Blick auf den eigenen Einsatzbereich bleibt. Der persönliche, ehrliche Use-Case bildet auch bei solchen technischen Detailfragen das Fundament jeder sinnvollen Entscheidung.

Die Größe der Yacht ist ein vielschichtiges Kriterium. ©Garcia Yachts/Blue Yachting

„Bigger is better“? Wie groß sollte eine Langfahrtyacht sein?

Vor allem Bootskauf-Neulinge erliegen oft der falschen Annahme, dass eine möglichst große Yacht auch immer die sicherste Wahl darstellt. Doch Langfahrt ist nicht unbedingt eine Frage der Bootsgröße! Wilfried Erdmann ist mit einem 24 Fuß langen Holzboot um die Welt gesegelt. Es geht auch die Legende um, dass eine resolute und seefeste Großmutter mit ihrem kleinen Folkeboot von England nach Australien gesegelt ist, um dort ihre Enkel zu besuchen. Ich wage die Behauptung, dass diese Dame jedoch mit einer 60-Fuß-Yacht vielleicht überfordert gewesen wäre …

Je größer die Yacht, desto größer der Lebensraum. ©Sönke Roever

Kleine Boote, kleine Probleme … Das mag attraktiv wirken, doch so einfach ist die Regel nicht. Denn auch große Yachten haben ihre Vorteile – und auch Erdmann hat sich später vergrößert, wenn auch nur auf 34 Fuß. Sicherlich bieten kleine Boote durch das geringere Anfangsbudget die Chance, schnell loszusegeln. „Go small, so simple, but go now!“ heißt das Motto der bekannten Langfahrt-Pioniere Lin und Larry Pardey. Allerdings stellt sich dann oft die Frage nach dem nötigen Platz, Stauraum, Anzahl der Schlafplätze. Größere Yachten bieten mehr von allem, segeln schneller und liegen häufig auch in der Welle ruhiger. Mit der Größe einer Yacht wächst nicht nur der Komfort, sondern auch das nötige Budget. Hier ist die Kunst, einen eleganten Kompromiss zu finden zwischen den eigenen seemännischen und technischen Ansprüchen, den Träumen und Wünschen – und dem ganz real auf dem Konto verhandenen Budget. Daher übrigens auch mein anfänglicher Verweis auf einen kompetenten, erfahrenen und vor allem seriösen Bootshändler.

Die meisten Crews auf Langfahrt sind als Paar unterwegs. ©ALLURES Yachting/Blue Yachting

In puncto Schiffsgröße gilt die einfache Formel: Je anspruchsvoller der Lebenskomfort, desto größer die Yacht. Das gilt für den sichtbaren Komfort im Salon, Badezimmer und den Kabinen der Yacht, aber auch für die oft versteckte (und unterschätzte!) Zuladung. Denn selbst wenn ein Eigner plant, nur in ausgesprochenen Schönwettergebieten unterwegs zu sein, ist es nicht zu unterschätzen, was ein Boot dafür an Zuladung mitnehmen können muss. Unter dem Strich hat sich in der Szene der Langfahrtsegler eine Mindest-Schiffsgröße von 40 Fuß etabliert. Meist ist man als segelndes Paar oder kleine Familie unterwegs. Wenn dann noch streckenweise Gäste hinzukommen, sollte eine Yacht eher zwischen 45 und 55 Fuß lang sein.

Wenig Tiefgang erlaubt, traumhafte Ankerplätze zu besuchen. ©Sönke Roever

Auf Langfahrt unerlässlich: variabler Tiefgang!

Bei der Frage nach dem Tiefgang und der Art des Kiels einer perfekten Blauwasseryacht bin ich sehr leidenschaftlich. Wenn ein Eigner schon seinen Lebenstraum von der ganz großen Segelreise verwirklichen will, dann sollte er dabei auch keine Einschränkungen haben. Ein variabler Tiefgang – ob nun mit Hubkiel oder Schwenkkiel – erweitert den Aktionsradius einer Yacht ungemein: Sehr flache Ankerplätze sind dann kein Hindernis mehr – und auch nicht Flussläufe wie den Amazonas oder den Yukon hinaufzufahren, ihn zu erkunden und sogar darin trockenzufallen! Daher sind die meisten „ernsthaften“ Blauwasseryachten auch stets mit einer dieser Kielvarianten ausgestattet – ich persönlich finde, dass die Integralschwert-Version der GARCIA oder ALLURES den besten Kompromiss zwischen Segelperformance und Flachwassertauglichkeit bietet.

In der Südsee wird Autarkie großgeschrieben. ©ALLURES Yachting

Katamarane, die nur „Stummelkiele“ oder ausfahrbare Daggerboards besitzen, sind in dieser Hinsicht übrigens im Vorteil. Denn grundsätzlich kann ein Multihull immer in Flachwasserbereichen unterwegs sein, die für Monohulls – vor allem Festkiel-Yachten – absolut tabu sind. Egal, für welche Kielvariante beim Monohull die Entscheidung fällt, es sollte ein besonderes Augenmerk auf die Kielvorrichtung gelegt werden, da es hier erhebliche Unterschiede gibt. Dabei stehen die Solidität und Robustheit der Mechanismen im Vordergrund: So schützt zum Beispiel eine schwere Bodenplatte den Rest des Schiffes und nimmt souverän die Kräfte beim Segeln wie auch beim Trockenfallen auf. Sie dient dann auch als Ballast. Andere Varianten, wie der Schwenkkiel, haben den Ballast im Schwert selbst. Hier sind dann mitunter komplexe Hydraulik-Systeme notwendig, um diese zu bewegen. Der Kiel muss beim Segeln auch immer abgesenkt sein, da die Yacht sonst instabil ist. Anders beim Integralschwert: Da der Ballast eben nicht im Schwert, sondern im Rumpf ist, bleibt die Yacht jederzeit stabil und sicher, egal ob es oben oder unten ist. So ein Schwert benötigt zudem keine Hydraulik: Es wird ganz einfach mittels Leine und Winsch bewegt. Bei einer Yacht mit Festkiel sind natürlich die Bodengruppe und die Kielbolzen von sehr hoher Wichtigkeit: Eine solche Yacht sollte dennoch unter keinen Umständen den Grund berühren, denn anders als Schwenkkieler oder Integralschwert, klappt ein Festkiel nicht nach achtern weg.

Auf zu neuen Ufern. Mit der richtigen Yacht ein unvergessliches Erlebnis. ©Sönke Roever

Mein Fazit: Was bei der Wahl einer Blauwasseryacht zu beherzigen ist

Eines stand von Anfang an fest: Es gibt nicht DIE eine perfekte Langfahrtyacht. Es gibt nur das Boot, das am besten zu einem individuellen Segelprogramm passt. Wird dieses Programm ehrlich und realistisch definiert, fügt sich die Yacht stimmig in Revier, den dortigen Wetterbedingungen sowie den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen ein. Der kleinste gemeinsame Nenner für eine Blauwasser-Yacht lässt sich dennoch skizzieren: ein modernes, ausgereiftes Schiff, solide gebaut und robust. Gute Segeleigenschaften gehören zwingend dazu, denn Geschwindigkeit bedeutet immer auch Sicherheit. Eine einfache, übersichtliche Bedienung ist ebenso wichtig wie der Verzicht auf unnötig komplexe, wartungsintensive und damit potenziell störanfällige Technik. Wie diese Grundsätze im Einzelfall aussehen, lässt sich nur individuell beantworten. Genau deshalb gehört eine solche Entscheidung in die Hände eines erfahrenen, kompetenten und vor allem seriösen Yachtberaters oder Bootshändlers. Dort verbinden sich Ideen, Überzeugungen und Wünsche mit realistischen Lösungen – immer im Einklang mit dem verfügbaren Budget für den Schiffskauf.

Kontaktiere Nils Schürg gern direkt für mehr Informationen rund um das Thema Blauwasseryachten, Langfahrt und Aluminium-Boote unter www.blue-yachting.de

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