Navionics Boating App: Funktionen, Anleitung und Tutorial

Ein Beitrag von

Jonathan besegelte zusammen mit seiner Frau Claudia von 2013 bis 2019 die Welt. Sie ließen 25.000 Seemeilen im Kielwasser und befuhren ganze drei Jahre lang ihr Traumrevier: den Pazifik. Neben der klassischen Barfußroute besuchten sie vor allem auch abgelegenere Ziele wie die Osterinsel, die Tuamotus, Kiribati, Tuvalu und die Marshallinseln. Vor seiner Reise betrieb Jonathan ein Tonstudio in Berlin. Seit einigen Jahren arbeitet er als Journalist, Referent und Autor zu verschiedenen Themen rund ums Segeln und Reisen. Seit 2020 gehört Jonathan zur BLAUWASSER.DE-Stammredaktion.

Die Navionics Boating App im Überblick

Die Navionics Boating App ist mit mehreren Millionen Downloads und Hunderttausenden aktiven Nutzern eine der bekanntesten und beliebtesten Apps für den Wassersportbereich. Bei vielen Seglern ist die App zu einem unverzichtbaren Helfer für die Törnplanung und die Navigation unterwegs geworden. Der Grund liegt auf der Hand, der Branchenführer für elektronische Seekarten Navionics hat es mit seiner Navionics Boating App möglich gemacht, auf intuitive und leicht zugängliche Art sein weltweites Angebot an präzisen Seekarten auf einem Smartphone oder Tablet zu nutzen.

Seekarten von Navionics auf dem Smartphone oder Tablet – die Navionics Boating App macht‘s möglich! ©Sönke Roever

Mehr noch: Die Seekarten können in der App nicht nur angeschaut werden, in Kombination mit dem in den meisten Smartphones und Tablets integrierten GPS-Empfänger kann damit auch navigiert werden. Die Navionics Boating App verwandelt daher ein mobiles Endgerät in einen Plotter, der nicht nur zuverlässig funktioniert, sondern auch mobil ist. Damit kann die Route für den nächsten Törn bequem von zuhause aus geplant und programmiert werden und danach die mitunter knappe Segelzeit voll ausgenutzt werden.

Die Navionics Boating App verwandelt ein Smartphone oder Tablet in einen Kartenplotter. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Herunterladen und Installieren der Navionics Boating App

Die Navionics Boating App kann, je nachdem ob sie auf einem Apple- oder Androidgerät laufen soll, im Google Play Store oder Apple App Store heruntergeladen werden. Die Navionics Boating App ist kostenlos und kann nach dem Herunterladen sofort geöffnet werden.

Die App im entsprechenden Appstore herunterladen … ©BLAUWASSER.DE/Garmin
… und dann auf „Öffnen“ klicken. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Die App fragt beim ersten Öffnen, ob sie den Standort des Geräts nutzen darf. Das muss erlaubt werden, damit das GPS des Mobilgeräts innerhalb der App zur Verfügung steht.

Ein Benutzerkonto für die Navionics Boating App erstellen

Um die Navionics Boating App auf dem Smartphone oder Tablet nutzen zu können, wird ein Benutzerkonto vorausgesetzt. Das ist unter anderem deswegen nötig, um später von verschiedenen Geräten auf Karten, Tracks, Routen und Markierungen zugreifen zu können. Zudem können damit keine gekauften Karten mehr verloren gehen. Falls eines der Endgeräte nicht mehr funktionieren sollte, können sie mit den Zugangsdaten des Benutzerkontos einfach und ohne neue Kosten auf einem anderen Gerät installiert werden. Wer bereits bei Garmin oder Navionics registriert ist, weil beispielsweise an Bord noch ein Plotter mit Karten von Navionics betrieben wird, kann sich direkt mit seinem dazugehörigen Benutzernamen und Passwort anmelden. Alle anderen Nutzer müssen zunächst ein Benutzerkonto erstellen.

Wer bereits ein Benutzerkonto bei Garmin oder Navionics hat, kann sich direkt anmelden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Name, E-Mail und Passwort reichen für die Anmeldung bei der Navionics Boating App. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Seekarten kaufen und hinzufügen in der Navionics Boating App

Um direkt mit der App zu starten, kann bei der erstmaligen Anmeldung ein Probeabonnement für Karten aktiviert werden. Danach können 15 Tage lang weltweit alle Karten kostenlos genutzt werden. Generell sind die Karten für die Navionics Boating App aber kostenpflichtig und können in Form eines Jahresabonnements gekauft werden. Wer beispielsweise einen Törn im Mittelmeer plant, kann den Seekartensatz Mittelmeer und Schwarzes Meer abonnieren und den gesamten Bereich dann ein Jahr lang nutzen, bevor neue Kosten anfallen.

Die Kosten für die Nutzung der Navionics-Karten in der Boating App sind überschaubar. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Dieser Kartensatz reicht vom Schwarzen Meer bis zu den Kanarischen Inseln. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Vorausgesetzt, es besteht eine WiFi- oder Mobilfunk-Internetverbindung, kann nach dem Kauf sofort in der Karte navigiert werden. Der entsprechende Kartenausschnitt wird einfach durch Zoomen und Scrollen im Hintergrund auf das Device geladen und dort gespeichert. Der heruntergeladene Kartenbereich erscheint heller auf dem Display.

Hinweis: Damit die heruntergeladenen Bereiche angezeigt werden, müssen die „Overlays“ deaktiviert sein. Die entsprechende Einstellung ist im Menü unter „Kartenoptionen“ zu finden.

Die heruntergeladenen Bereiche auf der Seekarte werden heller dargestellt. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Damit das funktioniert, müssen die Overlays deaktiviert werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Um die Karte auch offline, also ohne Internetverbindung, nutzen zu können, muss die Karte vor dem Törn komplett oder in Teilen heruntergeladen werden. Dazu kann im Menü auf „Karte herunterladen“ geklickt und dann der Kartenbereich ausgewählt werden, der für die Offlinenutzung heruntergeladen werden soll.

Für die Offlinenutzung müssen Karten auf das Device heruntergeladen werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Um Daten zu sparen, kann nur der benötigte Kartenbereich ausgewählt und geladen werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Ein Vorteil von Navionics Seekarten ist, dass sie durch tägliche Karten-Updates sehr aktuell sind. Um die bereits heruntergeladen Karten zu aktualisieren, kann im Menü auf „Karten aktualisieren“ geklickt werden. Im selben Bereich befindet sich auch die Option, nicht mehr benötigte Karten zu löschen, um beispielsweise Platz für einen neuen Download zu schaffen. Wie beim Download öffnet sich dann eine Auswahlbox, mit der der Bereich zum Löschen ausgewählt werden kann.

Navionics Karten werden regelmäßig aktualisiert. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Um Platz zu sparen, sollten nicht mehr benötigte Karten gelöscht werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Einstellungen in der Navionics Boating App

Unter „Einstellungen“ im Menü verbergen sich zwei wichtige Voreinstellungen. Erstens: Durch Auswählen von „Bildschirm ein“ auf Android-Geräten oder „Automatische Sperre“ bei Apple-Geräten werden die Geräteeinstellungen umgangen, die den Bildschirm nach einer vorgegebenen Zeit sperren. Zweitens: Unter „Maßeinheiten“ können die gewohnten Parameter eingestellt werden.

Hier kann verhindert werden, dass sich der Bildschirm während der Navigation abschaltet. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Lästiges Umrechnen von Maßeinheiten ist mit der Navionics Boating App nicht nötig. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Weitere Einstellungen sind etwas versteckt unter dem Menüpunkt „Kartenoptionen“ zu finden. Hier kann die Ansicht der Seekarte gewechselt werden. Unterschieden wird zwischen klassischen Seekarten auf Basis der Daten hydrografischer Ämter und Sonarkarten mit detaillierteren Tiefenlinien, die durch Datensammlungen von Fahrzeugen entstehen.

In den Kartenoptionen kann zwischen verschiedenen Kartenebenen gewechselt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Die Sonarkarten stellen die Tiefenlinien wesentlich detaillierter dar. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Im gleichen Bereich können auch drei verschiedene Overlay-Typen ausgewählt werden, die dann in Kombination mit der Karte angezeigt werden. Zur Verfügung stehen Satellitenbilder, ein „Relief Shading“, das die Bodenstruktur durch Schattierungen hervorhebt, und „Gebiet“, bei dem die Landfläche detaillierter dargestellt wird.

Satellitenbilder sind Fotografien und geben damit unter anderem Aufschluss über die Genauigkeit der Karte. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Das Relief Shading ist eine gute Ergänzung zu den Sonarkarten, um Wassertiefen einzuschätzen. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Wie die Wassertiefen farblich in der Karte dargestellt werden, ist wichtig für die Orientierung in elektronischen Seekarten. Auch das kann nach Belieben verändert werden.

Nach diesen Vorgaben … ©BLAUWASSER.DE/Garmin
… wird die Wassertiefe in der Seekarte farblich hervorgehoben. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Eine weitere wichtige Voreinstellung ist, wie die Karte während der Navigation ausgerichtet wird. Hier kann zwischen North up (Norden ist immer oben auf der Karte), Head Up (Der Bug zeigt nach oben auf der Karte) und Course Up (die Karte wird nach einem gesetzten, aktiven Wegpunkt ausgerichtet; das Ziel liegt oben) ausgewählt werden.

Bei „North Up“ ist die Karte so ausgerichtet, dass Norden oben ist. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Die Bedienelemente der Navionics Boating App

Im Hauptfenster der Navionics Boating App sind neben der Seekarte verschiedene Bedienelemente zu finden. Im linken oberen Bereich kann mit der Lupe gezielt nach Orten und Infrastruktur wie beispielsweise Marinas gesucht werden. Die Kamera darunter ermöglicht einen Zugriff auf die Kamera des Geräts, um ein Foto zu machen. Das Foto wird in der Karte am Ort, wo es gemacht wurde, markiert und kann später aufgerufen werden.

Mit der Lupe links oben … ©BLAUWASSER.DE/Garmin
… kann gezielt nach Informationen und Infrastruktur gesucht werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Auf der rechten Seite kann über die Plus- und Minus-Tasten in den Kartenbereich hinein- und hinausgezoomt werden. Alternativ funktioniert das auch durch das Zu- oder Auseinanderziehen von zwei Fingern direkt auf der Karte. Im linken unteren Bereich befindet sich ein Pfeil, mit dem sich die Karte um die aktuelle GPS-Position zentriert.

Mit dem Pfeil in der linken unteren Ecke springt der Kartenausschnitt auf die aktuelle GPS-Position. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Drüber befindet sich ein Button, um direkt auf die Kartenoptionen zugreifen zu können. Die Stecknadel darüber setzt eine Markierung an der aktuellen GPS-Position. Der Zirkel im rechten unteren Bereich öffnet zwei Stecknadeln, mit denen gepeilt und Entfernungen gemessen werden können.

Mit dem Zirkel rechts unten öffnen sich zwei Stecknadeln, mit denen eine Entfernung gemessen werden kann. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Je nachdem, auf welche der Stecknadel geklickt wird, wird die Peilung angezeigt. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Navigieren mit der Navionics Boating App

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der Navionics Boating App zu navigieren. Die einfachste Möglichkeit ist, kurz auf den Ort auf der Karte zu tippen, zu dem navigiert werden soll. Dann öffnet sich ein Kreuz auf der Karte. Mit einem Klick auf das Fragezeichnen des Kreuzes öffnet sich ein Fenster, in dem unter anderem die Position und Distanz angezeigt werden. Darunter befindet sich ein Button mit „Navigieren zu“. Damit wird automatisch eine Route von der aktuellen GPS-Position zum gewählten Ort erstellt.

Durch kurzes Tippen auf den Zielort erscheint ein Kreuz. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Mit „Navigieren zu“ wird automatisch eine Route von der aktuellen GPS-Position zum Ziel erstellt. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Das automatische Erstellen einer Route funktioniert über die sogenannte „Auto Guidance+ Technologie“, die die Bootsdaten der eigenen Yacht mit verschiedenen Kartendaten und Navigationshilfen kombiniert. Um zuverlässig automatische Routenvorschläge für die eigene Yacht erstellen zu können, benötigt die App folglich Daten zum Boot, wie beispielsweise den Tiefgang. Zu den Bootseinstellungen gelangt man entweder beim ersten Erstellen einer automatischen Route oder durch einen Klick auf den eigenen Namen ganz oben im Menü und dann weiter auf „Boot“.

In den Bootseinstellungen werden beispielsweise Angaben zu Länge, Breite und Tiefgang der Yacht und zum minimal gewünschten Abstand zur Küste gemacht. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Danach kann automatisch eine Route mit Umgehung von Hindernissen erstellt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Um eigenständig eine Route zu erstellen, kann im unteren Bereich des Bildschirms auf Route geklickt werden. Dann muss ausgewählt werden, ob die neue Route automatisch oder manuell erstellt werden soll. Über das Routenarchiv ist ein Zugriff auf bereits gespeicherte Routen möglich. Bei der automatischen Routenerstellung muss nur einmal lang auf den Ausgangspunkt und dann auf das Ziel des Törns geklickt werden, dann wird automatsch die Route berechnet.

Nach dem Setzen des Ziels wird, basierend auf den Karten und Bootsdaten, automatisch die Route errechnet. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Danach kann automatisch eine Route mit Umgehung von Hindernissen erstellt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Achtung: Die Ausrufezeichen warnen vor Gefahrenstellen, in diesem Fall vor Flachwasser.

Bei der manuellen Routenerstellung wird auf ähnliche Weise eine Route in der Navionics Boating App erstellt. Auch hier muss die Karte einfach länger angetippt werden, um Wegpunkte zu erstellen. Der Unterschied ist, jetzt können mehre Punkte hintereinander erstellt werden. Dazwischen wird die Route als Linie angezeigt, die jedoch die Wegpunkte nur direkt verbindet, also nicht mehr automatisch Hindernisse umgeht. Für nachträgliche Änderungen können die Wegpunkte verschoben oder durch längeres Antippen der Linie neue eingefügt werden.

Die Wegpunkte werden durch Antippen hinzugefügt … ©BLAUWASSER.DE/Garmin
… und können im Nachhinein angepasst werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Unabhängig davon, ob die Route manuell oder automatisch erstellt wurde, kann sie durch Klicken auf „Speichern“ in den Routen gespeichert und dann später aufgerufen werden. Durch Klicken auf „Fahren“ und danach auf „Start“ wird die Routennavigation aktiviert.

Bei aktiviertem Routing erscheinen, wie bei einem Plotter auch, weitere Informationen wie die Bootsgeschwindigkeit, ETA oder Distanz zum Ziel. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Mit dem Klicken auf Start wird auch das Tracking, also die Aufzeichnung der gefahrenen Route aktiviert. Nach dem Drücken auf Stopp kann der Track dann gespeichert werden und ist unter Menü/Tracks jederzeit wieder abrufbar.

Tracks können in der Navionics Boating App aufgezeichnet und gespeichert werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Die Informationen zum aufgezeichneten Track können auch geteilt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Beispiel für einen aufgezeichneten Track (gelbe Linie). ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Wetter in der Navionics Boating App abrufen

Praktisch für die Törnplanung ist die Möglichkeit, direkt aus der App heraus Wetter abrufen zu können.

Um Wetter in der App abzurufen, kurz am gewünschten Ort auf das Display tippen und dann die Wolke mit Sonne auswählen. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Dann öffnet sich ein Fester mit verschiedenen Wetterinformationen zum ausgewählten Ort. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Gezeiten und Strömungen in der Navionics Boating App abrufen

Auf dem gleichen Weg können auch Informationen zu den Gezeiten und Strömungen in der Navionics Boating App angezeigt werden.

An Orten wo Gezeiten und Strömungen relevant sind, werden auch die Tidenangaben und Strömungen dargestellt. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Die Angaben zur Tide können auch direkt in der Karte ausgewählt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

AIS-Informationen in der Navionics Boating App anzeigen

Für einen besseren Überblick auf dem Wasser lassen sich auch die AIS-Daten von kompatiblen AIS-Empfängern in der App darstellen. Dazu wird ein AIS-Empfänger oder ein mit dem AIS verbundener NMEA-Multiplexer mit WiFi benötigt. Das Tablet oder Smartphone kann dann über WiFi mit dem AIS-Empfänger verbunden werden, um die AIS-Daten in der Navionics Boating App darzustellen.

Mit AIS sind alle Schiffe in der Umgebung im Blick. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Die Verbindungsfunktion in der Navionics Boating App

Neben der Navigation bietet die Navionics Boating App auch die Möglichkeit, sich mit Freunden und anderen Bootsfahrern auszutauschen. Über die Verbindungsfunktion können Live-Position, Tracks, Routen und Markierungen mit befreundeten Navionics-Nutzern ausgetauscht werden.

Import und Export von Daten in der Navionics Boating App

Manchmal ist es komfortabler, eine Route auf einem Rechner zu erstellen, oder die in der App erstellte Route soll auf ein anderes Gerät übertragen werden. Beim überwiegenden Teil der Plotter- und anderer Navigationssoftware wird dazu das GPX-Format verwendet. Auch in der Navionics Boating App können Tracks, Routen und Markierungen mit dem GPX-Format importiert und exportiert werden.

blauwasser_app_navigation_navionics_boating_gpx Um eine Route zu exportieren, diese länger antippen und dann unten links auf das Teilen-Symbol klicken. ©BLAUWASSER.DE/Garmin
Danach kann die Route als GPX-Datei gespeichert oder direkt, beispielsweise per Mail oder WhatsApp, verschickt werden. ©BLAUWASSER.DE/Garmin

Fazit

Die Navionics Boating App ist nicht ohne Grund für viele Segler zum Standard geworden. Sie verwandelt ein Tablet oder Smartphone nicht nur in einen Plotter mit den hochwertigen und topaktuellen Karten von Navionics, sie integriert auch sinnvoll Funktionen wie Wetterempfang, den Austausch mit anderen Seglern oder die Fotofunktionen, die die technische Ausstattung von mobilen Endgeräten überhaupt erst möglich macht. Die App kann noch weitaus mehr, als im Rahmen dieses Beitrags beschrieben werden kann. Beispielsweise können damit auch die Karten auf kompatiblen Plottern aktualisiert oder auf die beliebte Active Captain Community zugegriffen werden. Kurzum, die Navionics Boating App ist eine durchweg sinnvolle App, die nicht nur die Navigation an Bord einer Yacht vereinfacht.

Mehr zum Thema

Navionics

Die innovativen, detaillierten und täglich aktualisierten Seekarten von Navionics sind weltweit auf unzähligen Yachten im Einsatz – auf Tablets, Smartphones, Plottern oder PCs.

Garmin

Garmin ist weltweit führender Hersteller von Marine Elektronik und entwickelt seit über 25 Jahren in 50 Niederlassungen und mit 11.500 Mitarbeitern Produkte mit höchsten Qualität- und Designstandards.
Subscribe
Informiere mich bei
guest
3 Comments
Älteste
Aktuellste Likes
Inline Feedbacks
View all comments
Rolf
Rolf
1 Monat her

Moin, wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Aus meiner Praxis Hinweise von mir in willkürlicher Reihenfolge: den Solarcharts sollte man auf KEINEN Fall trauen. Sie werden durch Benutzerdaten eingearbeitet. Unklar wie genau die GNSS Position und Relation zum Sonar, unklar Sonar Einbautiefe etc., unklar Wasserstand zu Messzeit. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein Deutscher sein Yacht verloren hat, weil er nach Sonarchart gefahren ist. Selbst habe ich starke Fehler der Tiefen dieser Daten feststellen können. FAZIT: Liber keine Tiefeninformation und entsprechende Vorsicht als falsch. bei den Aktualisierungen weiß man nie, was aktualisiert wurde. Es sind zwar große Datenmengen,… Mehr lesen »

Stefan
Stefan
1 Monat her

Grüß Gott 2 Anmerkungen: Erstens: bis ca. Mitte 2023 konnte man die App mit einem Account auf beliebig vielen Geräten nutzen. Inzwischen ist das auf 2 Geräte beschränkt. Zwar kann die App samt gespeicherten Karten weiterhin auf beliebig vielen Geräten installiert sein. Nutzen lassen sich aber nur 2 der Installationen gleichzeitig. Startet man die dritte, wird man zuerst gefragt, welche der beiden aktiven Installationen deaktiviert werden soll. Besonders ärgerlich dabei: Zweitens: der Funktionsumfang der IOS- bzw. Android-Version ist unterschiedlich – wer alles braucht, ist also schon bei zwei Installationen, so denn die unterschiedlichen Geräte vorhanden sind. Unter Android fehlt zum… Mehr lesen »

Thorsten
Thorsten
24 Tagen her

Moin, eine Anmerkung, vielleicht hat ja doch jemand eine Lösung: Wenn der AIS Empfänger (z.B. EasyTRX) neben AIS Daten auch die Position sendet, kann Navionics das nicht richtig verarbeiten, mit dem Errgebniss, dass die Positions daten (wie auch Kurs und Geschwindigkeit ) zeitweise ausfallen. Das Problem ist seit Jahren mehrfach beschrieben und auch bei Navionics bekannt. Mir wurde auf der Boot dieses Jahr gesagt, dass ein so großer Konzern wie Garmin sich aber nur darum kümmert, wenn genug User sich beschweren (schon eine erstaunliche Aussage). Auf meine wiederholte email kam wieder nur ein allgemeines Statement zurück. Dabei wäre die einfache… Mehr lesen »