Ein Beitrag von

Joachim Peter
Joachim entdeckte seine Leidenschaft fürs Segeln in den 1970er-Jahren auf dem Steinhuder Meer. Nach seiner beruflichen Laufbahn sammelte er auf über 40 Törns mit wechselnden Yachten und Crews knapp 15.000 Seemeilen im Atlantik, Ärmelkanal, auf Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer. Heute arbeitet er als freiberuflicher Skipper und Segellehrer. Als ehemaliger Ingenieur und Luftfahrtmanager interessiert ihn besonders der Wissenstransfer zwischen Luftfahrt und Seefahrt zur Verbesserung der Sicherheit an Bord.
Allgemeine Infos zum Naturhafen Säck
Was der Name Säck bedeutet, sollte klar sein, nicht wahr? Dieser kreisrunde und fast geschlossene Naturhafen liegt gut geschützt zwischen der gleichnamigen Insel Säck oder Sack im Nordwesten und der Insel Krokholm im Südosten und sieht eben aus wie ein „Sack“.
Die Bucht befindet sich etwa 22 Seemeilen östlich von Stockholms Zentrum, also recht zentral im Schärengarten rund um Schwedens Hauptstadt.
Ansteuerung zum Naturhafen Säck
Biegt man aus dem Nord-Süd-Fahrweg westlich der Inseln Södermöja und Möja nach Westen ab, erreicht man Säck nur von Norden her durch eine schmale Zufahrt, die in der Seekarte mit 2,4 Meter Tiefe und 20 Meter Breite angegeben ist. An der Ostseite der Durchfahrt fallen die Felsen steil ins Wasser ab, während sich an der Westseite ein kleines Schilfgebiet befindet.

Vor der Einfahrt in die Bucht sollte der aktuelle Wasserstand überprüft werden, da für die meisten Yachten auf der Barre nur wenige Dezimeter Wasser unter dem Kiel verbleiben. Hilfreich ist dabei ein Blick auf die Webseite des schwedischen meteorologischen Instituts SMHI, auf der sich der aktuelle Wasserstand abrufen lässt. Alternativ hilft ein Blick nach Steuerbord. Dort steckt ein fünfeckiger, etwa ein Meter hoher Felsbrocken mit der Spitze nach unten in einer Spalte, der fast aus der gesamten Bucht mit dem Fernglas auszumachen ist. Küsst dessen Spitze gerade so die Wasseroberfläche, bedeutet dies etwa 2,2 Meter Wassertiefe in der Durchfahrt.
Außerdem sollte man sich vor der Einfahrt vergewissern, dass kein Gegenverkehr unterwegs ist, da die Durchfahrt recht eng ist. Hat man die Engstelle erfolgreich passiert, weitet sich die Bucht und die Suche nach einem geeigneten Liegeplatz kann beginnen.
Liegeplätze im Naturhafen Säck
Eine etwa 30 Meter breite, verschilfte Passage ist nach Westen hin offen und bietet dem Wind einen direkten Weg in die Bucht, was aber nur Ankerlieger stören dürfte, die mitten in der Bucht am Anker schwojen. Dort kann es bei Westwind dann unruhig werden.

Gleiches gilt für direkten Wind aus Nord, falls dieser durch die Zufahrt blasen sollte. Bei allen anderen Windrichtungen liegt man hier sehr geschützt vor Anker, auch mittig in der Bucht auf einem großen Plateau mit acht Meter Wassertiefe und gutem Ankergrund.

Infrastruktur rund um den Naturhafen Säck
In Säck stehen die Zeichen auf infrastrukturelle Einsamkeit. Wer dennoch einkaufen muss oder eine Tankstelle braucht, findet Versorgungsmöglichkeiten eine gute Seemeile nördlich der Säck-Ausfahrt im Hafen von Norra Stavsudda. Das ist selbst mit dem motorisierten Dinghi schaffbar, für das auch die zwei Meter Wassertiefe in der Südzufahrt zum Hafen kein Problem sein sollten. Für Yachten mit mehr als zwei Metern Tiefgang ist der Weg außen herum eine knappe Seemeile länger.

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Weitere Liegeplätze in Schweden
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