Hafen/Marina Bergen (Norwegen)

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Dr. Stefanie Kamke ist Frauenärztin in Bremen und seit ihrer Jugend begeisterte Seglerin. Mit ihrem Partner segelt sie im Urlaub auf der gemeinsamen Swan 48 VELLAMO, mit der er als Skipper für den Kojencharteranbieter SEGELWEGE unterwegs ist. Dazwischen ist sie immer wieder auf anderen Yachten und in wechselnden Revieren anzutreffen. Stefanie gehört als medizinische Beraterin und Autorin zur BLAUWASSER.DE-Stammredaktion.

Allgemeine Infos zum Hafen/Marina Bergen

Die UNESCO Weltkulturerbe-Stadt Bergen liegt an der Südwestküste Norwegens und ist nach Oslo die zweitgrößte Stadt des Landes. In der „Königin der Fjorde“ treffen bunte Holzhäuser auf Moderne, Studentenstadt auf Kleinstadtcharme, gewaltige Natur auf reichlich Kultur. Bergen ist ein guter Ausgangspunkt und mindestens einen Zwischenstopp wert bei einem Törn in den Fjorden vor der Haustür dieser Stadt.

Wer Zeit für die An- oder Abreise hat, kann die Strecke Oslo – Bergen mit dem Zug zurücklegen. Die Bergenbahn ist die höchstgelegenste und wohl auch schönste Bahnstrecke Europas. In sieben Stunden reist man mit ihr zwischen den beiden Städten über die Hochebenen, an Fjorden vorbei und durch Schluchten hindurch.

Bahnstrecke durch die Hochebene. ©Stefanie Kamke

Vom Flughafen bringt einen die Bergener Straßenbahn „light rail“ für knapp vier Euro mit dem Zone 1 Ticket in das Stadtzentrum von Bergen. Taxen brauchen circa 20 Minuten und kosten um die 40 Euro. Auch ein Flughafenbus fährt regelmäßig, wenn auch nicht immer passend zu den Flügen.

Die Ulrikenbahn fährt zum Ulriken, dem höchsten der sieben Berge rund um Bergen. ©Stefanie Kamke

Liegeplätze im Hafen/Marina Bergen

Die Einfahrt nach Bergen geht unter der Askøy Brücke hindurch. Auf dem Weg in den Hafen Vågen fährt man südlich der Kreuzfahrtschiffe, die hier reichlich Station machen, und nördlich der bewaldeten Halbinsel in das tief eingeschnittene Becken hinein. Am Ende steht das gut sichtbare weiße Zachariasbryggen Gebäude, in dem sich die Service- und Sanitäreinrichtungen befinden.

Anlegen vor einer bunten Kulisse in Bergen. ©Stefanie Kamke

Die Tankstelle liegt bei Einfahrt in das Becken auf der rechten Seite, die Liegeplätze für Yachten vor dem Zachariasbryggen und am nördlichen Beckenrand. Gelegen wird hier längsseits im Päckchen. Wer einen Platz auf der nördlichen Seite des Beckens ergattert, liegt direkt an der Promenade vor dem historischen Stadtteil Bryggen. Dort finden sich Strom und Wasser, aber auch jede Menge (Kreuzfahrt-) Touristen, die flanieren.

Bergen hat zudem einen Tidenhub von einem Meter. Daher sollte man als Innenlieger mit den Leinen aufpassen. Bezahlt wird am „Betalautomaten“ hafenseitig des Zachariasbryggen oder per App. Wer Strom möchte, sollte in jedem Fall am Automaten bezahlen. Nur dort bekommt man einen Code für den Stromanschluss. Vor dem Bezahlen die Liegeplatznummer an der Pier merken – diese muss eingegeben werden. Einen klassischen Hafenmeister oder ein Hafenbüro gibt es nicht, aber abends werden die Boote von einem Hafenmitarbeiter kontrolliert.

Das Hanseviertel Bryggen mit den ehemaligen Handelskontoren der Hanse. ©Stefanie Kamke

Es bieten sich auch Alternativen für diejenigen, die ihr Boot länger in Bergen lassen möchten. Eine Möglichkeit sind die Gästestege hinter der Småpudden Klappbrücke. Dort liegt man abseits des Trubels an Schwimmstegen.

Durchfahrt Småpudden Klappbrücke. ©Stefanie Kamke

Die selbstverwalteten Häfen bieten ruhige und sichere Liegemöglichkeiten mit Wasser und Strom, Duschen und Waschmaschine. Marienholmen liegt auf der Nordseite des Beckens, Solheimsviken am südlichen Ende. Auch hier gibt es keinen Hafenmeister. Einfach einen freien Platz an den Gästestegen suchen und über die App Go Marina bezahlen.

Gjestehavn Bergen. ©Stefanie Kamke

Über die App erhält man den Code für die Sanitäreinrichtungen. Auch alle anderen Infos, wie Öffnungszeiten der Klappbrücke und Telefonnummern sind in der App unter „Marineholmen Gjestebrygge“ zu finden. Zu Fuß sind es bis ins Stadtzentrum je nach Liegeplatz 15 bis 30 Minuten. Die Straßenbahn fährt ab Nygård, Florida oder Danmarksplass im 5- bis 10-Minuten-Takt in die Stadt oder zum Flughafen.

Infrastruktur rund um den Hafen/Marina Bergen – Vågen

Direkt neben dem Hafen liegt der Fischmarkt auf dem Torget. Hier finden sich Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle zum Befüllen des Kühlschranks an Bord. Nicht unbedingt günstig, aber frisch und sehr lecker. Selbst die einfachen „Fish’n Chips“ schmecken hier hervorragend.

Frischen Fisch findet man auf dem Torget. ©Stefanie Kamke

In Hafennähe, direkt an der Promenade des alten Viertels Bryggen kann man edel und vornehm im ältesten Restaurant der Stadt speisen – dem Enhjørningen. Für sehr gute norwegische Küche eignet sich das Bryggeloft. Von außen ein ganz unscheinbares kleines Restaurant, entpuppt es sich innen als weitläufig über zwei Etagen und sehr gemütlich und rustikal eingerichtet mit Blick auf die Promenade und vielleicht sogar das eigene Boot. Um einen Sitzplatz oben bitten! Und für größere Gruppen in jedem Fall vorher reservieren.

Restaurant Bryggeloft. ©Stefanie Kamke

Sehenswertes rund um den Hafen/Marina Bergen – Vågen

Eine Tour durch die Stadt beginnt am besten direkt vor dem Boot – im alten Hanseviertel Bryggen. In den bunten Holzhäusern der Hafenpromenade finden sich Restaurants und Cafés. Dazwischen ziehen sich schmale Gassen durch das alte Viertel mit vielen kleinen Geschäften und lokalem Handwerk.

Gassen in dem alten Hanseviertel Bryggen. ©Stefanie Kamke

Hoch hinaus geht es vom Zentrum Bergens mit der Fløibanen. In sechs beeindruckenden Minuten fährt die steile Standseilbahn hinauf auf den Fløyfjellet. Oben angekommen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über Bergen, die Stadt, den Hafen und die wunderschöne Fjordlandschaft. Eine kurze Wanderung zum See versetzt einen sofort weg von der Stadt mit ihrem Trubel in die norwegische Natur.

Blick über Bergen. ©Stefanie Kamke

Nicht nur bei schlechtem Wetter lohnt der Besuch des Aquariums in Bergen. Mit 60 Becken ist es das größte Aquarium Norwegens. Über 400 Arten sind hier in Massen von Wasser zu finden. Ein Hai-Tunnel sowie Pinguine und Seehunde vertreiben einem zudem die Zeit.

Norwegische Natur. ©Stefanie Kamke

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

Weitere Liegeplätze im Revier "Norwegen"

Hier findest du eine interaktive Übersicht weiterer Liegeplätze in Norwegen. Klicke einfach auf einen der Marker, um mehr zu erfahren.

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