Hafen/Marina Skopelos Stadthafen (Griechenland/Sporaden)

Ein Beitrag von

Jonathan besegelte zusammen mit seiner Frau Claudia von 2013 bis 2019 die Welt. Sie ließen 25.000 Seemeilen im Kielwasser und befuhren ganze drei Jahre lang ihr Traumrevier: den Pazifik. Neben der klassischen Barfußroute besuchten sie vor allem auch abgelegenere Ziele wie die Osterinsel, die Tuamotus, Kiribati, Tuvalu und die Marshallinseln. 2023 veröffentlichten sie das Buch über ihre Reise „Sieben Farben Blau“. Jonathan arbeitet als Journalist rund um das Thema Segeln und Reisen und ist Referent und Organisator verschiedener Seminare und Vorträge.

Allgemeine Infos zum Hafen/Marina Skopelos Stadthafen

Der Stadthafen von Skopelos ist der wichtigste Hafen der gleichnamigen Insel und ein beliebter Stopp in den Nördlichen Sporaden. Die amphitheaterartig angelegte Stadt mit ihren weißen Häusern und zahlreichen Kirchen bildet eine eindrucksvolle Kulisse. Entlang der Hafenpromenade befinden sich Tavernen, Cafés und Geschäfte, während sich dahinter die verwinkelte Altstadt erstreckt. Der Hafen von Skopelos zählt zu Recht zu den schönsten Inselorten der Sporaden. Besonders in den Sommermonaten herrscht daher reger Betrieb.

Erst beim Einlaufen in die von beeindruckenden Felsen umgebene Bucht wird die Stadt vollständig sichtbar. Die Ansteuerung des Hafens ist bei normalen Wetterbedingungen unkompliziert, da die lange Außenmole bereits aus größerer Entfernung gut auszumachen ist.

Die lange Mole ist schon von Weitem zu erkennen. ©radiopelicano.de

Achtung: Bei kräftigem Nordostwind oder anhaltendem Meltemi wird das Ein- und Auslaufen deutlich anspruchsvoller, da sich der Hafen auf der Nordseite der Insel befindet! Vor der Hafeneinfahrt kann sich dann eine kurze, steile See aufbauen. Unter diesen Bedingungen meiden selbst die Fähren oft den Hafen und laufen lieber Agnontas an der Südwestküste der Insel an.

Die Bucht von Skopelos Stadt ist nach Norden offen, der Hafen wird bei Nordwind nur durch die Mole geschützt. ©radiopelicano.de

Liegeplätze im Hafen/Marina Skopelos

Gastyachten machen an der nördlichen Mole fest. Wie in den meisten griechischen Häfen wird „römisch-katholisch“, also vor Anker und mit Leinen zur Mole festgemacht. Der Ankergrund besteht überwiegend aus Schlick und bietet sehr guten Halt.

An der Mole wird mit Buganker und Heckleinen festgemacht. ©radiopelicano.de

Die Wassertiefe an der Nordmole beträgt je nach Liegeplatz etwa 2,5 bis 3,0 Meter und eignet sich damit auch für größere Yachten. Während der Hauptsaison sind die Liegeplätze häufig bereits am frühen Nachmittag belegt. Wer einen guten Platz möchte, sollte entsprechend früh einlaufen.

Abends kann es voll werden im Hafen. ©radiopelicano.de

Der Hafen bietet insgesamt guten Schutz. Bei kräftigem Meltemi oder Nordostwind läuft jedoch Schwell in das Hafenbecken ein. Zusätzlich können die regelmäßig verkehrenden Fähren Wellen verursachen, die schon bei Yachten zu Bruch geführt haben. Als ruhigster Bereich gilt die nordwestliche Ecke des Hafenbeckens.

Die großen Fähren kommen den Liegeplätzen für Yachten recht nah. ©radiopelicano.de

Generell sollte der Abstand zur Mole nicht zu kurz sein, also lieber etwas mehr Leine geben. Für das Liegen im Hafen wird eine überschaubare Gebühr erhoben, die vom Hafenmeister direkt an der Mole kassiert wird.

Infrastruktur rund um den Hafen/Marina Skopelos

An den Liegeplätzen stehen Strom- und Wasseranschlüsse zur Verfügung, dazu wird eine Guthabenkarten benötigt, die im Kiosk am Hafen erhältlich ist.

Strom und Wasser gibt es über eine Karte. ©radiopelicano.de

Die nächste Tankstelle ist rund einen Kilometer entfernt. Wer größere Mengen Diesel benötigt, kann bei der Tankstelle nach einem Tankwagen fragen, der direkt zur Yacht liefert.

Dieser kleine Tankwagen liefert Diesel direkt an die Mole. ©radiopelicano.de

Direkt an der Hafenpromenade und in den angrenzenden Straßen finden sich mehrere Supermärkte, Bäckereien und Metzgereien, einige der Supermärkte liefern sogar an die Mole. Wie häufig in Griechenland, kommt zudem immer mal wieder ein Gemüsewagen auf die Mole und kündigt seine Waren lauthals per Lautsprecher an.

Einkaufsmöglichkeiten sind in unmittelbarer Nähe zum Liegeplatz zu finden. ©radiopelicano.de

Apotheken und Geldautomaten sind mehrfach zu finden, sowie zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars. Außerdem gibt es kleine Eisenwaren- und Bootszubehörgeschäfte.

Abends wird es lebendig rund um die Tavernen im Hafen. ©radiopelicano.de

Der Hafen von Skopelos ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in den nördlichen Sporaden und wird ganzjährig von Fähren von den Nachbarinseln und aus verschiedenen Orten an der griechischen Festlandküste angelaufen. Damit ist Skopelos auch gut geeignet für einen Crewwechsel.

In Skopelos Stadt gibt es mehrere Spielplätze, auf denen sich die kleinen Crewmitglieder mal wieder austoben können. ©radiopelicano.de

Sehenswertes rund um den Hafen/Marina Skopelos

Direkt hinter der Hafenpromenade beginnt die historische Altstadt von Skopelos. Enge, gepflasterte Gassen führen zwischen traditionellen Häusern, kleinen Plätzen und zahlreichen Kirchen den Hang hinauf. Von vielen Stellen eröffnen sich schöne Ausblicke über den Hafen und die Bucht.

In den Gassen findet man die typischen griechischen Häuser mit den blauen Fensterrahmen. ©radiopelicano.de

Am östlichen Hafeneingang steht auf einem Felsen eine kleine Kirche, die einen besonders schönen Blick über den Hafen bietet. Ebenso laden die zahlreichen kleinen Geschäfte, Cafés und Tavernen in den verwinkelten Gassen der Altstadt zum Bummeln und Verweilen ein.

Der Bummel durch die Altstadt von Skopelos ist ein Muss. ©radiopelicano.de

Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Insel mit dem Linienbus, einem Mietroller oder Mietwagen erkunden. Neben den Stränden an der Westküste lohnen sich Ausflüge zum Kloster Agios Riginos und zu den Aussichtspunkten im bergigen Inselinneren.

Tagesausklang in einer der hervorragenden Cocktailbars von Skopelos mit Blick auf den Hafen. ©radiopelicano.de

Hinweis: Hast du noch eine Ergänzung oder einen Tipp zu diesem Ort? Oder zu einem anderen im Revier? Dann schreibe uns und hilf mit, diese Infos aktuell zu halten. Entweder hier bei den Kommentaren oder schicke uns eine Mail.  

ANZEIGE

Mehr zum Thema ``Griechenland``

Segeln/Chartern in Griechenland: Der Dodekanes

Der Dodekanes mit Charterstützpunkten auf Kos und Rhodos ist eines der großen Segelreviere der griechischen Ägäis. Was genau Segler in den vier vorgestellten Inselgruppen des Reviers erwartet, erklärt dieser Revierüberblick von Christian von der Hecken.

Revier-Info Griechenland: Segeln/Chartern in den Kykladen

Mit einer Yacht durch die Inselwelt der griechischen Kykladen zu segeln ist ein Highlight. Welche sehenswerten Ziele auf dem Weg liegen und was dabei beachtet werden muss, verrät dieser kompakte Revier-Überblick.

Törntipp Ionisches Meer: Routenvorschlag ab Korfu

Auf einem Wochentörn die schönsten Ziele rund um Korfu im Ionischen Meer erleben. Ein konkreter Routenvorschlag mit den wichtigsten Infos für Segler.

Segeln und Chartern in Griechenland: Alle Reviere im Überblick

Wer noch nie in Griechenland segeln war, verliert bei 3.054 Inseln, Inselchen und Felsen schnell den Überblick. Diese umfangreiche Revierinformation klärt über die verschiedenen Reviere des Landes und ihre jeweiligen Besonderheiten auf.

Törntipp Kykladen: 14 Tage, 11 Inseln, alle Highlights

Die Kykladen sind mit das Beste, was das Mittelmeer zu bieten hat. Das Segeln ist anspruchsvoll, die Ziele sind sensationell schön. Ein Routenvorschlag unter dem Motto: Einmal alles mit scharf!
Subscribe
Informiere mich bei
guest
1 Kommentar
Älteste
Aktuellste Likes
Simeon Dimitriadis
Simeon Dimitriadis
1 Monat her

Zum Thema Schwell bei einlaufenden Fähren wäre zu ergänzen, dass man sein Boot möglicht so festmacht, dass die Masten zu den Nachbarbooten versetzt sind und diese sich nicht dabei berühren. Das ist eher die Gefahr in diesem Hafen. Der Abstand zu Mole ist sowieso meistens durch den Anker begrenzt und durch die Kugelfender abgesichert.
Desweiteren gibt es an den ganz äusseren Liegeplätzen der Nordmole (Nahe Hafeneinfahrt) keine Strom und Wasserversorgung.