Segeln Mexiko: Revierinformation La Paz (Golf von Kalifornien)

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Sönke hat 100.000 Seemeilen Erfahrung im Kielwasser und von 2007 bis 2010 zusammen mit seiner Frau Judith die Welt umsegelt. Er veranstaltet diverse Seminare auf Bootsmessen (siehe unter Termine) und ist Autor der Bücher "Blauwassersegeln kompakt", "1200 Tage Samstag" und "Auszeit unter Segeln". Sönke ist zudem der Gründer von BLAUWASSER.DE und regelmäßig mit seiner Frau Judith und seinen Kindern auf der Gib'Sea 106 - HIPPOPOTAMUS - unterwegs.

Die Baja California bietet ein Segelrevier abseits der ausgetretenen Blauwasser-Pfade

Ganz im Westen von Mexiko erstreckt sich die Halbinsel Baja California, die zu den größten Halbinseln der Welt zählt. Zwischen ihr und dem Festland des amerikanischen Kontinents liegt der Golf von Kalifornien, ein bemerkenswertes Segelrevier, das über 900 Inseln umfasst, rund 600 Seemeilen lang und etwa 50 Seemeilen breit ist.

Wer im Südteil der Baja California rund um die lebendige Küstenstadt La Paz über die Seereling schaut, erblickt eine beeindruckende Mischung aus karger, wüstenartiger Natur, die von feinsandigen Stränden unterbrochen und von glasklarem Pazifikwasser umspült wird. Im Hinterland thronen eindrucksvolle karge Gebirgszüge, die gefühlt direkt aus dem Wasser aufragen. Sie geben dem Revier einen Rahmen, lassen eine Gesamtkulisse entstehen, die ebenso rau wie faszinierend ist.

Prägendes Element beim Segeln an der Baja California sind die Berge im Hinterland. ©Sönke Roever

Es mag vielleicht wenig einladend klingen, sich in einer solch scheinbar unwirtlichen Umgebung mit einer Yacht aufzuhalten. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein faszinierendes Segelrevier abseits der ausgetretenen Pfade der klassischen Barfußroute, dessen Erkundung sich in vielerlei Hinsicht lohnt. Nicht ohne Grund wird die Baja California von Tauchern, Sportfischern und Seglern gleichermaßen geschätzt.

Bei der Ursachenforschung wird schnell klar, dass das Segelrevier ein Refugium zum Abschalten, Runterkommen und Eintauchen in die Elemente der Natur ist, dessen eigenwillige Mischung übrigens keineswegs nur erfahrenen Blauwasserseglern vorbehalten ist. Vielmehr gibt es ganz im Süden der Baja California im Norden von La Paz in der Marina Costa Baja eine attraktive Charterbasis des Anbieters Dream Yacht Worldwide.

In La Paz können Yachten zum Erkunden der Baja California bei Dream Yacht Worldwide gechartert werden – unter anderem auch moderne Fahrtenkatamarane. ©Sönke Roever

Unabhängig davon tragen die außergewöhnlich gastfreundlichen Mexikaner, die in diesem abgeschiedenen Teil des Landes ein spürbar entschleunigtes Leben abseits des quirligen Festlands führen, zum Wohlfühlcharakter bei. Zudem beeindruckt der enorme Artenreichtum unter Wasser: Seelöwen, Rochen und Wale sind im Südteil der Baja California ebenso zu Hause wie eine Vielzahl bunter Rifffische. Nicht ohne Grund wird diese Region auch als „Aquarium der Welt“ bezeichnet.

Rochen sind beim Segeln in diesem Teil Mexikos ein häufiger Anblick. ©Sönke Roever

Man muss aber auch klar sagen, dass Segler, die sich auf die Weite und Einsamkeit des Reviers einlassen, entsprechend ausgerüstet sein müssen. Denn Autarkie ist rund um La Paz kein Schlagwort, sondern Voraussetzung. Dazu zählen eine zuverlässige Energieversorgung an Bord, ein Wassermacher sowie eine durchdachte Selbstversorgung mit Lebensmitteln, weil Infrastruktur und Versorgungsmöglichkeiten in weiten Teilen des Segelreviers nur sehr eingeschränkt beziehungsweise gar nicht vorhanden sind. Dazu gehört auch, dass es in großen Teilen des Reviers keine Mobilfunkabdeckung gibt.

Das Segelrevier rund um La Paz bietet viel Optionen auf engem Raum

Das Segelrevier befindet sich am Ostufer der Halbinsel, genauer gesagt an derem Südende im Bundesstaat Baja California Sur. Ausgangspunkt für Segeltörns in diesem Teilabschnitt der Baja California ist die Stadt La Paz, die gut geschützt auf der Innenseite eines geografischen „Widerhakens“ liegt und dadurch gegenüber den meisten Windrichtungen gut abgeschirmt ist.

©BLAUWASSER.DE

In nördlicher Verlängerung folgen zwei Inseln, die aufgrund ihrer Nähe zueinander wie eine Insel wirken, da zwischen ihnen für tiefgehende Yachten keine Durchfahrt möglich ist. Es sind im Süden die Isla Espíritu Santo und im Norden die Isla Partida. Im weiteren Verlauf der Küste nach Norden folgen die wuchtige Isla San José sowie die deutlich kleinere Isla San Francisco, die zusätzliche attraktive Ziele bieten. Insgesamt ergibt sich ein von den Inseln im Osten und hohen Gebirgszügen im Westen eingerahmtes, ellipsenförmiges und gut geschütztes Revier mit einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 20 Seemeilen und einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 50 Seemeilen, das genug Anlaufpunkte für eine Woche, zehn Tage oder auch zwei Wochen bietet – ohne dass Langeweile aufkommt.

Für wen ist das Segelrevier rund um La Paz bietet geeignet?

Wer rund um La Paz in Mexiko an der Baja California segeln möchte, hat im Wesentlichen zwei Optionen: die Anreise mit der eigenen Yacht oder das Chartern vor Ort. Die Anfahrt mit eigenem Schiff bleibt dabei in der Regel erfahrenen Blauwasserseglern mit entsprechendem Zeitbudget vorbehalten, da die klassische Barfußroute vieler Weltumsegler nicht am Golf von Kalifornien vorbeiführt.

Crews, die entlang der US-amerikanischen Westküste nach Süden segeln, etwa von Alaska kommend, mit Ziel Mexiko, legen ab San Diego, der letzten großen Metropole vor der Grenze, rund 1.000 Seemeilen in südöstlicher Richtung zurück, um La Paz zu erreichen. Alternativ bietet sich die Route vom Panamakanal an. Von dort führt der Weg entlang der Küsten von Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala und schließlich Mexiko in den Golf von Kalifornien – eine Strecke von etwa 2.000 Seemeilen.

So lässt es sich beim Aufwachen aushalten. ©Sönke Roever

Deutlich unkomplizierter ist das Chartern einer Yacht direkt ab La Paz. Von hier aus lässt sich das gebirgig-schroffe, teils unwirtliche und zugleich durch feinsandige Strände, türkisfarbenes Wasser und großen Fischreichtum geprägte Revier hervorragend erkunden. Schon ein Törn von ein bis zwei Wochen bietet genügend Zeit, um die landschaftliche Vielfalt und die besonderen Bedingungen dieses Segelgebiets intensiv zu erleben. Der Anbieter Dream Yacht Worldwide betreibt hier eine Basis.

Touristische Highlights im Segelrevier rund um La Paz

Wie bereits angeklungen ist, zählen die betörenden Wasserfarben zu den herausragenden Merkmalen dieses Reviers – gepaart mit der außergewöhnlichen Klarheit des Wassers, die sich aus der Nähe zum Pazifik ergibt. Das sorgt für ein intensives Farbspiel in allen Blau- und Türkistönen, das an die Bahamas oder die Südsee erinnert.

Betörende Wasserfarben gehören in diesem Revier zum Bordalltag. ©Sönke Roever

Die zahlreichen Ankerbuchten sind gesäumt von traumhaften Sandstränden ohne störenden Plastikmüll. Ein kleiner Nachteil besteht allerdings darin, dass viele dieser Strände sehr flach auslaufen. Entsprechend ankert man oft in größerer Entfernung zum Ufer und sollte den moderaten Tidenhub von etwa ein bis zwei Metern im Blick behalten, um Anlandungen mit dem Beiboot sicher zu planen.

Unter Wasser eröffnet sich eine ebenso beeindruckende Welt: Der enorme Fischreichtum macht die Region zu einem Paradies für Schnorchler und Taucher und hat La Paz weit über die Grenzen von Mexiko hinaus bekannt gemacht. Regelmäßige Sichtungen von Walen und Haien gehören hier zum Revieralltag. Besonders auffällig ist die große Zahl an Rochen, die immer wieder aus dem Wasser springen, einen eleganten Salto schlagen und im nächsten Moment wieder in den Fluten verschwinden – ein Schauspiel, das sich kaum übersehen lässt.

Das glasklare Wasser lädt immer wieder zu ausgedehnten Schnorchelausflügen ein. ©Sönke Roever

Auch Seelöwen sind an verschiedenen Stellen heimisch und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Wer mit ihnen schnorcheln möchte, sollte dies im Rahmen einer geführten Tour mit lokalen Anbietern tun, da die Tiere unter strengem Schutz stehen – eine sinnvolle Maßnahme zum Erhalt ihres Lebensraums.

Der Artenreichtum im Wasser prägt auch das wirtschaftliche Bild entlang der Küste: Fischfang ist vielerorts präsent, allerdings eher in einer traditionellen, auf den Eigenbedarf ausgerichteten Art und Weise als in Form einer großflächigen kommerziellen Nutzung. Und so kommt es immer wieder vor, dass man selbst an den entlegensten Orten, dort, wo man eigentlich keinerlei Zivilisation vermuten würde, auf einfache Fischerhütten trifft. Oft genügt eine kurze Nachfrage, und man bekommt frisch gefangenen Fisch direkt aus erster Hand angeboten – ursprünglicher und authentischer geht es nicht.

Fangfrischen Fisch kann man vielerorts direkt von den lokalen Fischern erwerben. ©Sönke Roever

An Land selbst gibt es, von La Paz abgesehen, kaum Infrastruktur. Wer hier unterwegs ist, ist weitgehend auf sich allein gestellt. Dazu gehört auch, dass es außerhalb von La Paz praktisch keinen Mobilfunkempfang gibt. Viele Segler setzen daher auf Starlink, um dennoch erreichbar zu bleiben. Auf unserem letzten Törn haben wir uns allerdings bewusst dagegen entschieden – und stattdessen die seltene Gelegenheit genutzt, einfach einmal offline zu sein. Fünf Tage ohne ständige Erreichbarkeit fühlten sich für die gesamte Crew schnell sehr richtig an. Insofern ist dieses Revier nicht nur landschaftlich ein besonderer Ort, sondern auch ein echtes Refugium für alle, die Ruhe suchen – fernab von Facebook, Instagram und dem üblichen digitalen Dauerrauschen.

Einsamkeit und Abgeschiedenheit gehören an der Baja California zum Bordalltag. ©Sönke Roever

Und dann sind da im Westen noch die Berge – eine allgegenwärtige Silhouette von kahl-schroffer Schönheit, die das Revier wie eine natürliche Barriere nach Westen hin abschirmt und ihm dadurch eine Art optische Leitplanke gibt. Das Gestein schimmert je nach Lichteinfall in unterschiedlichsten Braun- und Rottönen und wirkt dabei angenehm warm und dennoch karg. Durchzogen wird diese steinige Landschaft von vereinzelt aufragenden Kakteen, die das typische Mexiko-Klischee auf stimmige Weise bestätigen.

Die Bergkulisse ist beeindruckend. ©Sönke Roever

Liegeplätze im Golf von Kalifornien nahe La Paz

Mit Ausnahme von La Paz, wo mehrere Marinas zur Verfügung stehen, wird im gesamten hier beschriebenen Revier geankert. Muringbojen sind nur vereinzelt vorhanden.

Die meisten Ankerplätze bieten sehr guten Halt auf sandigem Grund. Stellenweise kommt auch Seegrasbewuchs vor. In diesen Bereichen empfiehlt es sich, den Sitz des Ankers besonders sorgfältig zu kontrollieren und gegebenenfalls neu auszubringen. Unabhängig vom Untergrund sollte der Anker sauber eingefahren und ausreichend Kette gesteckt werden. Da die meisten Ankerfelder großzügig dimensioniert sind, ist dies in der Regel problemlos möglich, da genug Platz vorhanden ist.

Beim Ankern sollte außerdem der Tidenhub von etwa ein bis zwei Metern berücksichtigt werden. Insbesondere in den flach auslaufenden Buchten empfiehlt es sich, die Wassertiefe auch für Niedrigwasser zu kalkulieren, damit die Yacht nicht ungewollt trockenfällt oder aufsitzt.

Ankerplatz Playa Balandra Cove

Die erste größere und gut geschützte Traumbucht liegt bereits rund zehn Seemeilen nördlich von La Paz: die Playa Balandra Cove. Sie gilt als eine der Vorzeigebuchten der Region, wenn es um die intensiven Türkistöne des Wassers geht. Die verwinkelten Einbuchtungen lassen das Meer je nach Tiefe und Lichteinfall in unterschiedlichsten Grün- und Blaunuancen schimmern. Entsprechend sind hier regelmäßig Langfahrtsegler anzutreffen, die die gut geschützte Lage für einen längeren Stopp nutzen.

Ein Highlight ist ein Besuch der Bucht Playa Balandra Cove. ©Sönke Roever

Gleichzeitig ist die Playa Balandra Cove aufgrund ihrer Nähe zu La Paz auch gut von Land aus zu erreichen, sodass sich tagsüber zahlreiche Besucher an den Stränden einfinden. Eine beliebte Attraktion ist die markante Felsformation El Hongo, die pilzförmig an einem der Ufer thront und als eines der bekanntesten Fotomotive der Region gilt. Für Schnorchler bietet die Bucht gleich zwei attraktive Spots: ein Riff seeseitig im Eingangsbereich sowie ein weiteres innerhalb der Bucht, beide mit viel Fischreichtum.

Eine beliebte Touristenattraktion ist der Steinpilz El Hongo. ©Sönke Roever

Ankerplatz Playa Bonanza

Ein weiteres Highlight im Revier ist die Playa Bonanza an der Ostseite der Isla Espíritu Santo. Bei den häufig vorherrschenden Südwestwinden bietet die Bucht hervorragenden Schutz. Mehr noch: Hier erstreckt sich ein feiner Sandstrand über rund zwei Seemeilen in einer sanften Halbkurve entlang der Küste. Ein Traum aus Sand, Türkiswasser und Einsamkeit.

Das Wasser ist bis dicht unter Land ausreichend tief, sodass man nah am Strand ankern kann – ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Buchten der Region. Infrastruktur sucht man vergebens: Stattdessen prägt trockene, ursprüngliche Natur das Bild. Ein Wanderweg führt von hier aus hinüber zur Bahía de San Gabriel auf der Westseite der Insel.

Ein Traum in Türkis ist der Ankerplatz Playa Bonanza. ©Sönke Roever

Nordöstlich des Ankerplatzes bei der markanten Huk befindet sich ein attraktiver Schnorchelspot im flachen Wasser. Wer hier mit der Yacht stoppen möchte, sollte ausreichend Abstand zum Riff halten, da Teile des Bereichs als Sperrzone ausgewiesen sind. Empfehlenswert ist es, den Spot mit dem Beiboot anzulaufen. Dabei gilt es jedoch, die teils kräftige Strömung im Bereich der Huk zu berücksichtigen – sowohl bei der Anfahrt als auch beim Schnorcheln selbst. Entsprechend ist der Spot eher bei ruhigen Bedingungen zu empfehlen.

Ankerplatz Playa Corralitos

Eine eher kleine Bucht, die zum Scheitel hin schnell flach ausläuft und daher vor allem für Katamarane oder Yachten mit geringem Tiefgang geeignet ist. Am östlichen Ende der Bucht liegt ein schöner Sandstrand, von dem aus ein kurzer Rundwanderweg den Hang hinauf und wieder zurück zum Strand führt.

Die Playa Corralitos ist eher etwas für Katamarane, da sie sehr flach ausläuft. ©Sönke Roever

An der Nordseite der Bucht lässt es sich gut schnorcheln. Insgesamt ist der Platz eher als Tagesankerplatz denn als sicherer Nachtankerplatz zu verstehen. Bei ruhigem Wetter kann man hier zwar über Nacht bleiben, grundsätzlich eignet sich die Bucht aber vor allem für einen Zwischenstopp unterwegs.

Die Durchfahrt zwischen der Isla Espíritu Santo und der Isla Partida ist für Yachten zu flach. Man kann davor aber ankern. ©Sönke Roever

Ankerplatz Caleta Partida

Die tief eingeschnittene Bucht liegt zwischen der Isla Espíritu Santo und der Isla Partida. Zwar existiert zwischen beiden Inseln eine natürliche Durchfahrt, diese ist jedoch extrem flach und für Yachten nicht passierbar.

Diese Yachten ankern vor dem Nordufer der Bucht. ©Sönke Roever

Geankert wird entweder am Nordufer der Isla Espíritu Santo oder östlich der südlichen Landspitze der Isla Partida. Mit ihrer großzügigen Ausdehnung zählt die Bucht zu den größten Ankerplätzen des Nationalparks. Die Ansteuerung ist unkompliziert, da die Zufahrt breit und ausreichend tief ist. Lediglich der nördliche Scheitel der Bucht läuft sehr flach aus, sodass bei der Wahl des Ankerplatzes auf ausreichende Wassertiefe – insbesondere bei Niedrigwasser – geachtet werden sollte.

Auf der Landzunge in der Durchfahrt haben einige Fischer ein Camp errichtet. ©Sönke Roever

Bei Hochwasser lohnt sich ein Ausflug mit dem Dingi durch die flache, ständig wechselnde Passage zwischen den beiden Inseln. Auf der sandigen Landzunge befindet sich ein kleines Fischercamp, in dem je nach Saison Fischer anzutreffen sind, die hier ihre Fangpause einlegen. Mit etwas Glück kann man ihnen den frischen Fang direkt abkaufen.

Manchmal kann man den Fischern im Camp ihren Fang abkaufen. ©Sönke Roever

Ankerplatz Playa Ensenada Grande (Isla Partida)

Die Ensenada Grande auf der Isla Partida zählt zu den beliebtesten Ankerplätzen im Nationalpark. Türkisfarbenes Wasser, hoch aufragende Felsklippen und mehrere feinsandige Strände prägen das Bild dieser landschaftlich besonders reizvollen Bucht.

Innerhalb der weitläufigen Einbuchtung gibt es drei bis vier gut geeignete Bereiche zum Ankern. Empfehlenswert sind meiner Meinung nach die nordwestliche sowie die südöstliche Bucht, da sie sehr idyllisch und etwas einsamer sind.

Ein schöner Ort zum Verweilen ist die Playa Ensenada Grande. ©Sönke Roever

An Land gibt es keinerlei Infrastruktur. Der Reiz dieses Ankerplatzes liegt vielmehr in seiner beeindruckenden Natur, der Ruhe und den hervorragenden Möglichkeiten zum Baden und Schnorcheln sowie dem unverbauten Blick auf den Sonnenuntergang vom Strand aus.

Ankerplatz Isla San Francisco

Die halbmondförmige Ankerbucht mit ihrem langen, feinsandigen Strand zählt für mich zu den schönsten im südlichen Golf von Kalifornien. Dahinter erheben sich markante rötliche Felsklippen, während das glasklare Wasser in intensiven Blau- und Türkistönen schimmert. Mit etwas Fantasie fühlt man sich eher in der Südsee als im Golf von Kalifornien.

Ein Highlight im Revier ist die Insel San Francisco mit Traumankerplatz im Süden. ©Sönke Roever

Die Insel eignet sich hervorragend zum Wandern. Besonders lohnend ist der Aufstieg auf den markanten Grat der Felsklippen im Süden, von dem sich ein beeindruckender Blick über die gesamte Bucht und das umliegende Seegebiet bietet. An der Südseite der Landspitze befindet sich im offenen Seeraum östlich des Leuchtfeuers zudem ein guter Spot zum Schnorcheln

Sollte es in der beliebten Bucht wetterbedingt unruhig werden, besteht die Möglichkeit, die südliche Landspitze zu umrunden und auf der anderen Seite der Insel zu ankern. Infrastruktur gibt es auch hier keine. Die Isla San Francisco besticht dafür mit ihrer außergewöhnlichen Landschaft, der Ruhe und den schönen Wander- und Bademöglichkeiten.

Sehr schön wandern kann man auf dem Grat des Berges an der Südseite. ©Sönke Roever

Ankerplatz Isla Coyote

Dieser Ankerplatz bildet einen spannenden Kontrast zum übrigen Revier. Auf der winzigen Felsinsel mit vorgelagerten Riffen lebt eine kleine Gemeinschaft, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch den Fischfang bestreitet und weitgehend von der Selbstversorgung lebt.

Kontrastprogramm zur Einsamkeit: ein Besuch der Isla Coyote. ©Sönke Roever

Besucher sind herzlich willkommen und können den Ort frei erkunden. Mit etwas Glück bieten die Fischer frischen Fisch, Muscheln oder selbst gefertigtes Kunsthandwerk zum Verkauf an. Wer spanisch spricht, kann hier gut mit den Einheimischen ins Gespräch kommen. Ein recht authentischer Einblick in das einfache Leben der Fischer im Golf von Kalifornien. Der Ankerplatz eignet sich nur für einen Tagesstopp.

Landgang auf der Isla Coyote ©Sönke Roever

Ankerplatz Isla San José (Lagune/Bahía Amortajada)

An der Südspitze der Isla San José liegt die weitläufige Bahía Amortajada. Der Ankerplatz bietet auch einer größeren Zahl von Yachten ausreichend Platz. Bei der Wahl des Ankerplatzes sollten jedoch einige flache Ausläufer vor dem Strand beachtet werden.

Noch so ein Traumplatz – die Bahía Amortajada. ©Sönke Roever

Nahe der Dingi-Zufahrt zur Lagune reicht tiefes Wasser bis dicht unter Land. Bei der Zufahrt zur Lagune selbst sind allerdings größere Bereiche versandet. Dank des außergewöhnlich klaren Wassers lassen sich die flachen Stellen bei Sonnenschein jedoch gut erkennen.

Die Wasserfarben in der Zufahrt zur Lagune bilden ein weites Spektrum ab. ©Sönke Roever

Bei Hochwasser lohnt sich ein Ausflug mit dem Dingi in die Lagune mit ihren Mangroven. Die grüne Lagunenlandschaft bietet einen reizvollen Kontrast zu den sonst dominierenden rötlichen Felsformationen. Mit etwas Glück lassen sich Reiher, Kormorane und Schildkröten aus nächster Nähe beobachten.

Bei der Bahía Amortajada sind Dingi-Ausflüge in die Mangroven möglich. ©Sönke Roever

Ankerplatz San Evaristo

Nach San Evaristo führt zwar eine Sandpiste durch das Hinterland, von La Paz aus beträgt die Fahrzeit jedoch rund vier Stunden. Entsprechend abgeschieden wirkt der kleine Ort, der eher den Eindruck eines abgelegenen Fischerdorfes als eines lebendigen Küstenortes vermittelt. Man könnte auch sagen: San Evaristo hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Der Tourismus spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Dorf wirkt stellenweise etwas heruntergekommen, ist aber dennoch ein authentischer und lohnender Zwischenstopp.

San Evaristo. ©Sönke Roever

Die Ankerbucht ist sehr geschützt, bietet jedoch aufgrund der Boote der Einheimischen weniger Platz als viele andere Buchten im Revier. Entsprechend sollte der Ankerplatz sorgfältig gewählt werden. Im Ort gibt es ein bis zwei Restaurants mit teilweise wechselnden Öffnungszeiten sowie eine sehr einfache Grundversorgung.

In San Evaristo ist minimale Versorgung möglich. ©Sönke Roever

Spielregeln beim Segeln rund um La Paz

In Mexiko zu reisen, ist in diesem Teil des Landes erfahrungsgemäß unkompliziert. Die Region auf der Baja California gilt zudem als spürbar entspannter und ruhiger als viele Gebiete auf dem mexikanischen Festland.

Beim Fotografieren ist Rücksicht gefragt. Insbesondere indigene Menschen lassen sich häufig nicht gern fotografieren – auch dann nicht, wenn sie nur indirekt Teil des Bildes sind. Im Zweifelsfall sollte daher vorab freundlich um Erlaubnis gebeten werden.

Baden „oben ohne“ gilt in Mexiko als anstößig und sollte unterlassen werden. Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist verboten und kann mit Geldstrafen, stellenweise sogar mit Arrest geahndet werden. An den Ankerplätzen sollte unnötiger Lärm vermieden werden. Motor oder Generator sollten daher nur laufen, wenn es wirklich erforderlich ist – idealerweise eher während der Fahrt als in der Bucht.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die ausgewiesenen Meeresschutzgebiete. Die jeweiligen Vorschriften sollten unbedingt beachtet werden. Ein empfehlenswerter Revierführer mit weiteren Infos ist „Sea of Cortez: A Cruising Guide Book“ von Shawn Breeding und Heather Bansmer.

Schöne Sonnenuntergänge sieht man häufig beim Segeln rund um La Paz. ©Sönke Roever

Das Wetter zum Segeln rund um La Paz

Januar und Februar gelten im südlichen Golf von Kalifornien als Nebensaison. Das Klima ist in dieser Zeit etwas kühler und trockener, bleibt mit Tageshöchsttemperaturen um 26 Grad Celsius jedoch ausgesprochen angenehm und eignet sich gut für einen Segeltörn.

Typisch für die Wintermonate sind überwiegend aus Nord bis Nordwest wehende Winde. Im Zusammenhang mit Hochdruckgebieten über dem Südwesten der USA können diese sogenannten Nortes jedoch kräftig auffrischen und vereinzelt Windstärken von über 30 Knoten erreichen. Auf freiem Wasser bauen sich dann kurze, steile Windwellen sowie eine unangenehme Dünung auf. Solche Wetterlagen halten mitunter bis zu vier Tage an, bevor sich wieder ruhige und stabile Bedingungen einstellen.

Der Zeitraum von März bis Juni gilt als die beste Reisezeit für einen Segeltörn im südlichen Golf von Kalifornien. Die Temperaturen steigen im Verlauf des Frühjahrs allmählich an und erreichen bis zu 32 Grad Celsius. Gleichzeitig erwärmt sich das Wasser auf rund 27 Grad Celsius und bietet ideale Voraussetzungen zum Baden, Schnorcheln und Tauchen. Die Winde wehen überwiegend aus südlichen bis südöstlichen Richtungen, sind mit meist 10 bis 20 Knoten gut kalkulierbar und werden häufig durch eine thermische Nachmittagsbrise vom Meer unterstützt.

Der Zeitraum von März bis Juni gilt als die beste Reisezeit im südlichen Golf von Kalifornien. ©Sönke Roever

Zwischen Juli und Oktober ist ein Segeltörn im südlichen Golf von Kalifornien wenig ratsam. In dieser Phase erreicht der Sommer seinen Höhepunkt. Die Tagestemperaturen steigen auf bis zu 38 Grad Celsius, gleichzeitig gibt es eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem fällt in diesen Monaten rund 90 Prozent des gesamten Jahresniederschlags. Die Sommermonate liegen außerdem in der Hurrikansaison der Karibik. Zwar erreichen die meisten tropischen Stürme La Paz und der Südspitze der Baja California gar nicht, aber vereinzelte Ausläufer können das Revier dennoch beeinflussen. Das Gebiet gilt als hurrikansicher.

Im November und Dezember wird es noch einmal schön im Seegebiet. In dieser Übergangszeit vom Sommer zum Winter wird es wieder spürbar trockener und etwas kühler. Die Tageshöchsttemperaturen liegen im Durchschnitt bei etwa 26 Grad Celsius, während die Nächte bereits deutlich frischer ausfallen. Ab Dezember bestimmen zunehmend die für den Winter typischen Nortes das Wettergeschehen. Mit den ersten Kaltfronten können kräftige Nord- bis Nordwestwinde über den Golf von Kalifornien ziehen. Häufig erreichen sie 15 bis 30 Knoten, in Einzelfällen auch mehr, und bauen auf freiem Wasser kurze, steile Windwellen auf. Zwischen den Durchzügen der Kaltfronten präsentiert sich das Wetter dagegen meist von seiner angenehmen Seite – mit klarem Himmel, trockener Luft und milden Temperaturen.

Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm. ©Sönke Roever

Die Gezeiten und Strömungen im Revier rund um La Paz

Das Segelrevier rund um La Paz unterliegt einer gemischten halbtägigen Tide mit zwei Hoch- und zwei Niedrigwassern pro Tag. Der Tidenhub beträgt in der Regel zwischen einem und zwei Metern und ist damit für Fahrtensegler gut beherrschbar.

Während die Gezeiten in den Marinas aufgrund der Schwimmstege kaum ins Gewicht fallen, machen sie sich an flachen Ankerplätzen und in engen Passagen deutlich stärker bemerkbar – insbesondere im Bereich der Isla Espíritu Santo und der Isla Partida. Beim Ankern sollten daher sowohl der Tidenhub als auch die Wassertiefe bei Niedrigwasser berücksichtigt werden. Insgesamt stellen die Gezeiten in diesem Revier jedoch keine besonderen navigatorischen Herausforderungen dar.

Beim Ankern sollte der Tidenhub berücksichtigt werden. ©Sönke Roever

Mit der eigenen Yacht rund um La Paz segeln

Wer mit der eigenen Yacht im südlichen Golf von Kalifornien unterwegs ist, sollte vor allem eines mitbringen: Autarkie. Die Entfernungen zwischen den wenigen Marinas mit guter Infrastruktur und größeren Ortschaften sind groß, sodass eine zuverlässige Energieversorgung, ausreichend Frischwasser und eine gut geplante Bordversorgung mit Proviant unerlässlich sind. Für das Befahren der Nationalparks werden Genehmigungen benötigt.

Ob Charteryacht oder eigenes Schiff – der Golf von Kalifornien lässt sich auf beiden Wegen erkunden. ©Sönke Roever

Mit einem Charterschiff rund um La Paz segeln

Bei La Paz unterhält Dream Yacht Worldwide eine kleine, aber gut ausgestattete Charterbasis. Von hier aus lassen sich problemlos Törns von einer bis zwei Wochen in das hier beschriebene Revier unternehmen. Zur Flotte gehören überwiegend Katamarane. Daneben stehen jedoch auch mehrere Einrumpfyachten zur Verfügung, sodass je nach persönlichen Vorlieben und Crewgröße das passende Schiff gechartert werden kann.

Im Rahmen der Yachtübernahme erhalten die Crews ein ausführliches Revierbriefing mit detaillierten Informationen zu Navigation, geeigneten Ankerplätzen sowie zu Infrastruktur und Versorgungsmöglichkeiten. Nachtfahrten sind im Charterbetrieb nicht gestattet. Die für die Nationalparks erforderlichen Genehmigungen werden vom Charteranbieter organisiert und zur Verfügung gestellt.

Die Charterbasis von Dream Yacht Worldwide befindet sich in einer ansprechenden Marina in La Paz. ©Sönke Roever

Flugverbindungen nach Mexiko und La Paz

Der Flughafen La Paz International Airport (LAP) liegt rund 30 Autominuten von der Marina Costa Baja entfernt. Flüge aus Deutschland erfolgen in der Regel mit einem Zwischenstopp – entweder über ein Drehkreuz in den USA oder über Mexiko-Stadt.

Für Chartergäste organisiert Dream Yacht Worldwide auf Wunsch einen Flughafentransfer zu moderaten Preisen. Alternativ stehen Taxen zur Verfügung. Fahrdienste wie Uber sind nicht zugelassen.

La Paz ist über verschiedene Drehkreuze gut an den Luftverkehr angebunden. ©Sönke Roever

Eine weitere Anreisemöglichkeit bietet der Los Cabos International Airport (SJD) an der Südspitze der Baja California. Von dort beträgt die Transferzeit nach La Paz allerdings rund drei Stunden.

Formalitäten beim Segeln in Mexiko

Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Mexiko unkompliziert. Erforderlich ist ein Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein sollte. Für touristische Aufenthalte von bis zu 180 Tagen wird kein Visum benötigt. Es empfiehlt sich außerdem, ein Rück- oder Weiterflugticket mitzuführen. Gelegentlich verlangen die Einreisebehörden auch einen Nachweis über die erste Unterkunft. Für Segler genügt in der Regel die Angabe der Marina Costa Baja sowie des Bootsnamens. Aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen veröffentlicht das Auswärtige Amt.

Wer eine Drohne mitnehmen möchte, sollte sich bereits vor der Reise mit den mexikanischen Vorschriften vertraut machen. In Teilen der Nationalparks gelten Flugverbote, die unbedingt einzuhalten sind. Außerdem kann die Drohne bei der Einreise kontrolliert werden. Es empfiehlt sich daher, den Kaufbeleg mitzuführen. Bei einer Kontrolle erleichtert dieser den Nachweis, dass es sich um persönliches Eigentum handelt, und kann helfen, Verzögerungen oder zollrechtliche Rückfragen zu vermeiden.

Für Drohnenaufnahmen gelten sehr klare Regeln. ©Sönke Roever

Mitnahme von Haustieren beim Segeln rund La Paz

Auf den in dieser Revierinformation beschriebenen Inseln sind Haustiere nicht gestattet. Sie müssen während des Aufenthalts an Bord bleiben, um die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt der Nationalparks zu schützen.

Aus diesem Grund erlauben auch die Charter-Anbieter keine Haustiere an Bord ihrer Yachten. Eigner, die mit Hund oder Katze unterwegs sind, sollten diesen Umstand bei ihrer Revierplanung berücksichtigen und prüfen, ob der südliche Golf von Kalifornien für ihre Reise geeignet ist.

Die Flora und Fauna des Nationalparks unterliegt strengen Schutzbestimmungen. ©Sönke Roever

Angeln beim Segeln rund um La Paz

Wer vom Boot aus im „Aquarium der Welt“ angeln möchte, benötigt eine gültige mexikanische Angelerlaubnis. Diese wird von den zuständigen Behörden ausgestellt und kann unkompliziert online beantragt werden.

Finanzielle Aspekte beim Segeln rund um La Paz

Bezahlt wird in Mexiko mit dem Mexikanischen Peso (MXN). In touristisch geprägten Regionen werden häufig auch US-Dollar akzeptiert, allerdings meist zu einem ungünstigeren Wechselkurs. Daher empfiehlt es sich, möglichst in Peso zu bezahlen.

Insbesondere außerhalb größerer Ortschaften sollte ausreichend Bargeld in kleiner Stückelung mitgeführt werden, da Kartenzahlungen nicht überall möglich sind. In den Städten stehen Geldautomaten zur Verfügung. Beim Geldabheben ist Vorsicht geboten, da Manipulationen an Geldautomaten und Kreditkartenmissbrauch vereinzelt vorkommen können. Es empfiehlt sich daher, möglichst Geldautomaten in Banken oder Einkaufszentren zu nutzen und das Umfeld aufmerksam im Blick zu behalten.

Die gängigen Kreditkarten werden in Hotels, Marinas, Restaurants und Supermärkten weitgehend akzeptiert.

Versorgung und Infrastruktur rund um La Paz

Die Versorgungsmöglichkeiten konzentrieren sich im Wesentlichen auf La Paz. Hier gibt es mehrere gut sortierte Supermärkte, in denen sich Proviant für den gesamten Törn einkaufen lässt. Da außerhalb von La Paz nur sehr eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten bestehen, empfiehlt es sich, Lebensmittel und Getränke ausreichend zu bunkern. Gleiches gilt für Treibstoffe. Eine Yacht-Tankstelle ist bei der Marina Costa Baja zu finden.

Eine Bootstankstelle gibt es bei der Marina Costa Baja. ©Sönke Roever

Gastronomisch hat La Paz einiges zu bieten. Entlang der Uferpromenade Malecón reihen sich zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés aneinander. Besonders in den Abendstunden herrscht hier eine lebendige Atmosphäre. Weitere Restaurants befinden sich in der Marina Costa Baja, in der auch die Charterbasis von Dream Yacht Worldwide untergebracht ist. Trinkgeld ist in Mexiko zwar nicht verpflichtend, inzwischen jedoch weit verbreitet. In Restaurants gelten 10 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags als angemessen.

Rund um den Malecón in La Paz tobt am Abend das Leben. ©Sönke Roever

Außerhalb von La Paz wird die Versorgung dagegen schnell sehr überschaubar. Eine der wenigen Ausnahmen ist San Evaristo. Dort gibt es ein bis zwei Restaurants mit teilweise wechselnden Öffnungszeiten. Zudem findet sich ein minimales Grundsortiment an haltbaren Produkten. Für eine vollständige Bordversorgung reicht dieses Angebot jedoch nicht aus.

Die Versorgung in La Paz ist sehr gut. ©Sönke Roever

Mobilfunk und Internet rund um La Paz

Die Mobilfunkabdeckung beschränkt sich im Wesentlichen auf den Großraum La Paz. Bereits wenige Seemeilen außerhalb der Stadt gibt es in weiten Teilen des Reviers keinen Mobilfunkempfang mehr.

WLAN steht in Restaurants und Café meistens zur Verfügung. Wer während des Törns auch außerhalb der Versorgungsorte online bleiben oder erreichbar sein möchte, ist auf alternative Kommunikationssysteme wie Starlink oder klassische Satellitenkommunikation angewiesen.

Stromversorgung beim Segeln rund um La Paz

Die Stromversorgung in Mexiko erfolgt mit 120 Volt bei 60 Hertz Wechselstrom. Für viele europäische Elektrogeräte werden daher sowohl ein Steckdosenadapter als auch – je nach Gerät – ein Spannungswandler benötigt. Landstrom steht ausschließlich in den Marinas von La Paz zur Verfügung. Eine autarke Stromversorgung an Bord ist somit unerlässlich.

Es ist ein Segelrevier, das viele unvergessliche Erinnerungen im Gepäck hinterlässt. ©Sönke Roever

Fazit

Das Segelrevier rund um La Paz ist kein klassisches Charterrevier mit Marina-Hopping und überlaufenen Ankerplätzen. Stattdessen erwartet Segler eine Kombination aus spektakulärer Landschaft, beeindruckendem Artenreichtum und einer Ruhe, die in vielen Revieren der Welt längst verloren gegangen ist.

Wer bereit ist, sich auf ein weitgehend autarkes Leben an Bord einzulassen, wird mit glasklarem Wasser, traumhaften Ankerbuchten, schönen Wanderungen und unzähligen Tierbeobachtungen belohnt.

Gerade diese Ursprünglichkeit macht den besonderen Reiz des südlichen Golfs von Kalifornien rund um La Paz aus und so bietet das Revier Erlebnisse, die weit über das reine Segeln hinausgehen. Gleichzeitig sorgen die gut geschützten Gewässer dafür, dass sich das Gebiet nicht nur für erfahrene Blauwassersegler eignet, sondern dank der Charterbasis in La Paz auch für Chartercrews erreichbar ist.

Weitere Informationen gibt es beim Anbieter Dream Yacht Worldwide.

Charteryachten für dieses Revier

Dream Yacht Worldwide

Dream Yacht Worldwide ist einer der weltweit führenden Yachtcharter-Anbieter und bietet Segelreisen in zahlreichen Revieren rund um den Globus an – von der Karibik über das Mittelmeer und den Indischen Ozean bis nach Asien und in den Pazifik.

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Die Cayman Islands liegen etwas abseits der typischen Karibikziele. Wer sie dennoch ansteuert, wird belohnt mit glasklarem Wasser, reicher Unterwasserwelt, freundlichen Bewohnern und bizarren Felsformationen. Der Revierbericht.
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