Urk

Von Michael Amme

Michael ist seit über 20 Jahren als Journalist und Fotograf auf dem Wasser tätig. Der studierte Geograf hat weltweit Reisereportagen in mehr als 100 Charter- und Blauwasserrevieren produziert. Zudem haben den Hamburger viele Segelreisen und seine frühere Tätigkeit als Charter- und Überführungsskipper rund um den Globus geführt. Zusammen mit Sönke Roever ist er die treibende Kraft von BLAUWASSER.DE und ein beliebter Referent auf Bootsmessen und diversen Seminaren (siehe Termine).

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Tradition trifft auf Moderne

Früher war Urk eine Insel. Mitten in der Zuiderzee gelegen, jagte sein großer Leuchtturm alle fünf Sekunden ein weißes Licht über die See. Für die Schiffe der damaligen Zeit eine wichtige Marke, um sicher den gefährlichen Enkhuizenzand passieren zu können. Mit dem Bau des Noordoostpolders wurde Urk zum Festland, doch der Leuchtturm schickt weiter sein Licht übers Wasser.

Der schöne Leuchtturm ist fotogen, die nautische Bedeutung mittlerweile sekundär.

Auch die Fischereitradition des Ortes hat die Zeit überstanden. Als einzige Stadt am Ijsselmeer lebt der Ort auch heute noch vom Fischfang, es gibt große Kühlhallen sowie Slip- und Reparaturanlagen für Fischereifahrzeuge. Die eigentliche Fischfangflotte ist aber auf allen Weltmeeren unterwegs.

Die alten Fischernetze hier haben nichts mit den modernen Anlagen im hinteren Hafenbereich zu tun.

Mit seiner Fischereiromantik, dem schönen Badestrand und den modernen Giebelhäusern am Hafenrand ist der Ort keine Perle, aber definitiv einen Besuch wert. Die Einwohner gelten als religiös; mit 3,2 Kindern pro Frau hat der 20.000-Einwohner-Ort die höchste Geburtenrate der Niederlande.

Der moderne Yachthafen direkt am Zentrum der Stadt bietet gute Liegemöglichkeiten.

Wertvolle Tipps für Urk

Liegeplatz: Im hinteren Gemeindehafen liegt es sich zentraler als im Yachthafen gleich hinter der Steuerbordmole.

Der kleine Vereinshafen ist die erste Liegemöglichkeit nach dem Einlaufen.

Essen & Trinken: In dem riesigen Het Achterhuis auf der Hafenmole hat man einen schönen Ausblick über Hafen und Ijsselmeer. Selbstverständlich werden hier auch viele Fischgerichte serviert.

Im Het Achterhuis im Obergeschoss geht es urig zu.

Erkunden: Das Heimatmuseum ist im alten Rathaus untergebracht und der 18 Meter hohe Leuchtturm kann bestiegen werden. Wer auf einer deutschsprachigen Führung durch das Wirrwarr der kleinen Gassen geht, erfährt alles über den Ort.

Für Familien:
Am Nordausgang des Ortes gibt es einen zwei Hektar großen Waldspielplatz mit vielen innovativen Spielideen.

Nicht verpassen: Jeden Samstag vor Pfingsten werden im Ort die alten Trachten getragen.

Der Hafen von Urk

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