Revierinformation Mallorca: Alle Infos für Segler

Von Michael Amme

Michael ist seit über 20 Jahren als Journalist und Fotograf auf dem Wasser tätig. Der studierte Geograf hat weltweit Reisereportagen in mehr als 100 Charter- und Blauwasserrevieren produziert. Zudem haben den Hamburger viele Segelreisen und seine frühere Tätigkeit als Charter- und Überführungsskipper rund um den Globus geführt. Zusammen mit Sönke Roever ist er die treibende Kraft von BLAUWASSER.DE und ein beliebter Referent auf Bootsmessen und diversen Seminaren (siehe Termine).

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Titelfoto: ©Michael Amme

Der Überblick – Das Segelrevier rund Mallorca

Mallorca ist das Revier für jeden Geschmack, die Insel hat tatsächlich für jede Crewkonstellation und für jeden Törncharakter das passende Angebot: Die reine Segelcrew kann bei der Inselumrundung Seemeilen machen, die Familiencrew beim Buchtenbummeln entspannen, genauso kommen Kulturfreunde, Naturfans, Partywütige oder Liebhaber lebendiger Hafenpromenaden oder edler Marinas auf ihre Kosten. Auf einer Inselrunde von etwa 180 Seemeilen sind mit 27 Häfen und bis zu 150 Ankerbuchten dem individuellen Gestaltungsfreiraum keine Grenzen gesetzt. Hier kann sich jeder seinen Vorlieben entsprechend ausleben, stets finden sich für jede Art von Törncharakter die richtigen Ziele.

Badestopps wie hier in der Cala Sa Calobra gehören mit zu jedem Mallorcatörn. ©Michael Amme

Wem das immer noch nicht reicht, der kann als Option für weitere Erlebnisvariationen auch die nahen Nachbarinseln Menorca (ca. 20 Seemeilen entfernt) oder Ibiza und Formentera (ca. 50 Seemeilen entfernt) ansteuern. Die spanische Mittelmeerküste ist mit etwa 100 Seemeilen dagegen deutlich weiter entfernt, Sardinien im Osten ist sogar 240 Seemeilen entfernt. Nach Süden, bis nach Afrika (Algerien), sind es 150 Seemeilen. Insgesamt ist Mallorca damit von einem weiten und offenen Seeraum umgeben, aber dazu später mehr.

Genauso wie der Landtourismus hat auch der Yachttourismus in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen, die Häfen sind bisweilen proppenvoll und die Preise hoch. Trotzdem: Die Möglichkeit, überall frei ankern zu können, die (wenigen) Muringfelder und ein kleines Netz aus kommunalen Anlegern geben jedem auch die Gelegenheit, Mallorca preiswert, individuell und abseits des Trubels oder Jetsets zu erleben. Kurz: Mallorca ist eine Insel für jeden Geschmack, jedes Törnerlebnis und jede Stimmungslage.

Ein Traum an Schönheit und Einsamkeit: die Cala Pepita. ©Michael Amme

Mallorca für Segler: die Herausforderung

Die Vielzahl der Ziele und die gute Infrastruktur an modernen Häfen machen die Törnplanung einfach und sorgen für stets sichere Liegeplätze. Die umfangreiche nautische Fachliteratur und gutes Kartenmaterial garantieren die einfache Orientierung und Navigation. Die ist rund Mallorca ohnehin kein Hexenwerk, es gibt bis auf Einzelfälle keine Strömungen und so gut wie keinen Tidenhub, Untiefen sind betonnt, Hafeneinfahrten befeuert und jedes Kap hat seinen Leuchtturm. Mallorca kann man durchaus auch als gutes Einsteigerrevier bezeichnen.

Beim Segeln rund Mallorca werden viele schöne Leuchttürme wie hier am Punta de Cala Figuera passiert. ©Michael Amme

Die Tatsache aber, dass die Insel auf allen Seiten vom weiten und offenen Mittelmeer umspült ist, sorgt dafür, dass die Bedingungen auf den einzelnen Inselseiten je nach Wetterlage sehr unterschiedlich sein können. Herrscht zum Beispiel Mistral im Golf von Lyon, verhindert auflandiger Wind und Wellengang das entspannte Erkunden der Nordwestküste, an der Südküste hingegen ist das Segeln weiterhin problemlos möglich. Die Wetterprognose für die Törndauer entscheidet hier also mit über die Wahl der richtigen Inselseite als Törnziel.

Kommt der Wind aus Süden, wird die Cala Fornells als Ankerbucht schnell unbrauchbar. ©Michael Amme

Apropos Wetter: Abweichend von den gängigen Windvorhersagen wird die Windrichtung- und stärke in den warmen und heißen Jahreszeiten von starken thermischen Einflüssen überlagert. Insbesondere die großen Buchten von Palma, Alcudia und Pollença haben dann ausgeprägte eigene Bedingungen. Ab den Mittagsstunden setzen in der Bucht von Palma bisweilen starke Süd- und Südwestwinde ein, in den Buchten von Alcudia und Pollença kommen sie dagegen aus Nordost. In den frühen Abendstunden aber ist der Spuk dann wieder vorbei, und eine diesen thermischen Winden gegenüber offene Bucht ist damit wieder sicher für die Nacht.

Mallorcas Ziele: Entfernungen, Routen- und Törnoptionen

Eine Inselumrundung von Mallorca ist mindestens 160 Seemeilen lang, wer noch ein paar Abstecher in die großen Buchten von Palma, Pollença und Alcudia macht, landet schnell auch bei 200 Seemeilen. Dabei ist entlang der ganzen Inselrunde der nächste Ankerstopp oder Hafen nur selten mehr als ein paar Seemeilen entfernt. Nur das dichte Netz an Häfen ist einmal an der knapp 50 Seemeilen langen Nordwestküste unterbrochen, aber auch hier gibt es mit Port de Sollér auf halber Strecke einen sehr schönen Hafenort.

Wer Port de Sollér ansteuert, passiert auch das Tramuntana-Gebirge der Nordwestküste. ©Michael Amme

Viele, die als Charterkunden mit einer Woche Zeit die Insel besuchen, stellen sich die Frage: Macht es Sinn, in dieser Zeit eine Inselumrundung in Angriff zu nehmen? Wer die Frage mit ja beantwortet, hat zwei Gewissheiten: Der Törnplan garantiert die volle Abwechslung, denn jede Inselseite hat ihren ganz eigenen Charakter. Und: Die Reise ist kein Gewaltakt, bummeln oder einen Tag pausieren ist bei dem Plan aber auch nicht drin (siehe dazu auch den Routenvorschlag „Die perfekte Woche“). Dazu stellt sich die zweite Frage: Links- oder rechtsherum? Diese Entscheidung sollte unbedingt nur mit der aktuellen Wettervorhersage und damit erst am Tag vor dem Start getroffen werden.

Sommer, Sonne, Strand – Karibikflair in der weiten und offenen Bucht von Es Trenc. ©Michael Amme

Aber auch ohne Inselumrundung gibt es reichlich Routen- und Törnoptionen, die alle von allem etwas bieten. Ein Großteil der Chartersegler mit Start in der Bucht von Palma macht sich auf in den Süden und Osten der Insel, an die Küste der Calas, der vielen sandigen Buchten. Bei dieser Tour bietet sich natürlich auch der Abstecher zu der nahe gelegenen und sehr sehenswerten Nationalparkinsel Cabrera an (hier gibt es alle Infos zur Insel und Bojenreservierung).

Bei fast allen Törns ist die Naturschutzinsel Cabrera immer eine top Option. ©Michael Amme

Aber auch wer nur die Nahziele rund um die Bucht von Palma erkundet, erlebt bereits das volle Programm. Im Westen das schicke Port d’Andratx und die einsame Insel Dragonera, im Osten die fjordartige Bucht von Cali Pi, der kilometerlange Sandstrand von Es Trenc, Cabrera und viele weitere Klassiker der Insel (Törnbericht dazu siehe hier). Um das andere, das unbekannte, einsame und wilde Gesicht Mallorcas kennenzulernen, segelt man einfach zur Nordwestküste (Törnbericht siehe hier).

Wer die menschenleere Insel Sa Dragonera besucht, kann auch bis zum Leuchtturm wandern. ©Michael Amme

Der Erlebnisfaktor – unterwegs rund Mallorca

Wer die edlen Marinas und Yachtclubs ansteuert, die angesagten Beach- und Nachtclubs besucht und dazu die umfangreiche Sterneküche probiert, landet ganz leicht im (teuren) Jetset-Leben Mallorcas. Wer seinen Törn dagegen in den Naturbuchten verbringt, vom Boot aus zum Wandern geht, die Nordwestküste oder die Naturschutzinseln besucht, für den wird vor lauter Ruhe und Abgeschiedenheit das Wort Jetset ein Fremdwort bleiben. Tatsächlich ist der enorme Mix der Möglichkeiten einer der großen Trümpfe der Insel.

Die Marina Puerto Portals und das lila Portals Beach Restaurant haben nicht nur Stil, sondern auch ihren Preis. ©Michael Amme

Wer genauer hinguckt, stellt fest, dass dieser Mix nicht nur den ganzen Törncharakter bestimmen kann, sondern dass man sich jeden Tag aufs Neue für die eine oder andere Variante entscheiden kann. Überall wechseln sich kleine Felsnischen mit großen, touristisch erschlossenen Badebuchten ab und Marinas mit Promi-Faktor mit lebhaften Urlaubsorten oder einem einfachen Fischernest. Altstätte wie Pollença und Alcudia bieten historische Highlights, Palma de Mallorca hat den Metropolen-Flair und Cala Ratjada das richtige Partyambiente.

Die Großraumdisco Physical in Cala Ratjada ist ein beliebter Partyort der Insel. ©Michael Amme

Erfreulicherweise sind alle diese Erlebnisvariationen fast ohne nennenswerte Einschränkungen möglich. Das freie Ankern ist so gut wie überall erlaubt, die Häfen sind auf Besucheryachten eingestellt und bis auf die Notwendigkeit, für Cabrera eine Bojenbuchung vornehmen zu müssen, können alle Küstenabschnitte frei befahren werden. Zusammen mit den kurzen Entfernungen, der überschaubaren nautischen Herausforderung und den in den Sommermonaten meist sehr stabilen und ruhigen Wetterbedingungen bietet Mallorca insgesamt hervorragende Rahmenbedingungen für jede Art von Yachturlaub.

Mit dem Beiboot direkt zur Terrasse des Restaurants geht nicht nur in der Bucht Deia. ©Michael Amme

Häfen und Ankerbuchten – die Törnziele Mallorcas

Die 27 Häfen der Insel decken den Bedarf für jeden Bootstyp und jede Größe, es gibt neben vielen privaten Marinas auch Vereinshäfen (Club Nautico) oder kommunale Anlagen. Die meisten Häfen haben durch ihre Anbindung an eine Ortschaft, ihre landschaftliche Lage oder ihre individuelle Größe und Konzeption ihren ganz eigenen und meist auch sehr schmeichelhaften Charme.

Im Charme-Ranking ganz weit oben liegt der Minihafen vom Fischerdorf Cala Figuera. ©Michael Amme

Luxusanlagen wie der vom Stardesigner Phillipe Starck entworfene Port Adriano decken dabei mit ihren edlen Restaurants und Boutiquen direkt auf der Hafenmole den Bedarf der Superreichen. Die meisten Anlagen sind weniger spektakulär, bieten dafür aber verlässlichen Service und gut ausgestattete Liegeplätze. Weil die Nachfrage nach Dauerliegeplätzen immer noch ungebrochen hoch ist und nicht gedeckt werden kann, bleiben auch die Preise hoch.

Wie hier in Port Adriano sind auch die Superreichen auf Mallorca zu Hause. ©Michael Amme

Apropos Preise: Wer als Tagesbesucher die Bordkasse schonen möchte, findet in den kommunalen Häfen an der sogenannten „Moll Transit“ günstige Liegeplätze. Die kosten im Vergleich zu einer privaten Marina oft nur die Hälfte. Rund Mallorca gibt es insgesamt zehn solcher, oft in direkter Nachbarschaft zur teuren Konkurrenz liegenden Hafenanlagen. Sehr gut organisiert ist auch die Möglichkeit, diese Plätze vorab online reserviert zu können (die Website ist allerdings nur auf Spanisch). So kann es passieren, dass die Preisspanne für einen Liegeplatz einer 40 Fuß-Yacht in einem kommunalen Hafen oder einer edlen Marina mal locker zwischen 50 und 150 Euro pro Nacht liegt. Das Liegen an kommunalen Hafenanlagen ist dabei allerdings auf maximal drei Tage beschränkt.

Wie hier in Port de Sollér bieten kommunale Stege oft deutlich günstigere Liegeplätze. ©Michael Amme

In den Sommermonaten sind Reservierungen in den Häfen notwendig, auch in der Nebensaison wird die Anmeldung per Telefon oder Internet gern gesehen. Aber auch kurzfristige Anmeldungen über UKW-Funk sind dann möglich. Fast immer sind beim Einlaufen auch Mitarbeiter der Marina (Marineros) an Land oder im Schlauchboot zur Stelle und helfen beim Festmachen. In fast allen Häfen wird mit dem Heck zum Steg festgemacht, mit einer Muringleine am Bug und zwei Heckleinen zur Pier. Was man hier braucht: eine Gangway oder das lange Holzbrett als Ersatz.

Die Marinas der Insel sind gut organisiert und die Marineros beim Einlaufen zur Stelle. ©Michael Amme

Im Gegensatz zur Anzahl von Häfen und Buchten ist die der Muringfelder kaum der Rede wert, kein Vergleich zu einem Revier wie Kroatien. Gerade einmal sechs Muringfelder gibt es, zwei davon (Cala Blava und Sant Elm) können auch vorab im Internet gebucht werden. Die anderen (Port d’Andratx, Cala Formentor, Porto Colom und Portopetro) sind ebenfalls für Besucher vorgesehen und werden meist vom örtlichen Hafen oder Yachtclub verwaltet.

Das Bojenfeld von Port d’Andratx kann über den örtlichen Yachthafen gebucht werden. ©Michael Amme

Beim Ankern unbedingt das Seegras schonen

Zu den bis zu 150 beschriebenen Ankerbuchten eines vorweg: Ja, es darf überall frei geankert werden. Über Seegras aber darf der Anker nicht fallen, streng genommen darf selbst die Kette das Gras nicht berühren. In einigen Buchten ist es durch den Schutz und das starke Wachstum bisweilen gar nicht so einfach, noch einen freien Sandfleck zu finden. Trotzdem: Für den Naturschutz und die Bordkasse lohnt es, die Regel zu beachten, es wird zunehmend kontrolliert und bei groben Verstößen oder Uneinsichtigkeit auch kassiert.

Das Seegras sollte unbedingt geschützt und nicht durchpflügt werden. ©Michael Amme

Abgesehen davon ist die Freiheit, ungestört und kostenlos überall frei ankern zu können, ein Geschenk. Kaum ein anderes Revier bietet so viele so unterschiedliche Buchten. Mal unbebaut, wild und einsam, mal mit großer Hotelanlage und Sonnenschirmkolonie im Scheitel, fast immer mit herrlich feinem Sandstrand. Winzige Nischen wie die Cala Pepita mit nicht viel mehr Platz als für ein, zwei Yachten sind genauso darunter, wie der zwei Seemeilen breite Ankerplatz von Es Trenc, der über türkisfarbenem Wasser karibisches Ankerglück vor unbebauter Sandstrandkulisse ermöglicht. Insgesamt sind einsame, naturbelassene und unbebaute Buchten auf Mallorca immer noch häufiger zu finden, als viele denken. Insbesondere an der Nordküste im Schatten des wilden Tramuntana-Gebirges, auch wenn hier viele der Buchten statt Sandstränden eher Fels-, Klippen- und Kiesufer haben.

Es Trenc bietet nicht nur Badespaß, sondern auch Platz für alle. ©Michael Amme

Gut zu wissen – weitere Revierinfos für Mallorca

Wind und Wetter

Im Sommer ist es heiß und trocken, im Herbst und Frühjahr tagsüber oft bereits herrlich warm, im Winter mild – die Segelsaison auf Mallorca ist lang. Die Insel hat bis zu 300 Sonnentage und Temperaturen, die selbst im Winter nur selten unter 10 Grad fallen. In der Hochsaison muss mit anhaltenden Flautenperioden gerechnet werden, in der Nebensaison dagegen mit gelegentlichem Starkwind durch Tiefdruckgebiete.

Auch wenn die Saison lang ist, zuverlässig stabil ist es oft nur von Mitte Mai bis Mitte September. ©Michael Amme

Die Windverhältnisse sind im Sommer zu einem großen Teil von thermischen Winden geprägt, tagsüber wehen sie auf das Land zu, nachts vom Land weg. Diese Winde können von einer vorherrschenden Windrichtung verstärkt oder aufgehoben werden. Mit der Folge, dass es tagsüber bisweilen in der Bucht von Palma mit sieben Beaufort aus Süd- bis Südwest weht, in der Bucht von Pollenca hingegen Windstille herrscht – oder umgekehrt. Nicht umsonst sagen die mallorquinischen Fischer: Hinter jedem Kap weht ein anderer Wind.

Schnell kann hinter einem Kap die Flaute zur frischen Brise werden. ©Michael Amme

Großwettersysteme wie Mistral im Golf von Lyon können sich bis nach Mallorca auswirken und für stürmische Nordwinde sorgen. Ebenso kann der Schirokko (gerade auch im Sommer) starke Winde aus südlichen Richtungen bringen. Gefährlich sind die nur lokal auftretenden sogenannten „Gota Fria“ (kalter Tropfen). Diese lokalen Tiefs erreichen schnell Sturmstärke, sind aber schon wenige Meilen weiter nicht zu spüren und meist nur von kurzer Dauer. Im Hochsommer sind auch Wärmegewitter möglich.

Tanken

Ein Tipp für Chartersegler: Am Freitagnachmittag müssen alle Charterboote zurück in Palma sein und vollgetankt werden. Mit der Folge, dass es dort an der Tankstelle zu bisweilen stundenlangem Stau kommt. Deshalb sollte man besser schon am Morgen vor der letzten Etappe den Tank wieder vollmachen (zumal bei der herrlichen Thermik in der Bucht von Palma die letzte Etappe sowieso fast ausschließlich gesegelt werden kann).

Vor dem Festmachen in Palma müssen Charterschiffe erst vollgetankt werden. ©Michael Amme

Anreise

Kaum ein Reiseziel wird von so vielen Flughäfen direkt angeflogen wie Mallorca. Die Häfen in der Bucht von Palma liegen alle ganz dicht am Flughafen und sind innerhalb von zehn bis 15 Minuten mit dem Taxi zu erreichen (Kosten: etwa 25 Euro). Wer vom Flughafen zu einem Hafen im Norden oder Osten der Insel möchte, muss auch mit Fahrzeiten von bis zu einer Stunde rechnen.

In Spitzenzeiten landen die Flieger auf Mallorca im Minutentakt. ©Michael Amme

Preise

Die Liegegebühren in den privaten Marinas sind hoch und liegen mindestens auf dem Niveau der Mittelmeer-Nachbarländer Italien und Frankreich. Für Dauerlieger ist das Preisniveau an der umliegenden spanischen Festlandsküste deutlich günstiger.

In der Gastronomie gibt es für jeden Geldbeutel das passende Angebot, dabei bieten viele einfache Restaurants auch preiswerte Küche an. Das allgemeine Preisniveau in großen Supermärkten ist nur geringfügig höher als in Deutschland oder Österreich, die kleinen Läden im Umfeld der Marina sind dagegen oft teuer.

Die Versorgungsmöglichkeiten sind top, fast überall ist alles Notwendige zu bekommen. ©Michael Amme

Sonstiges

Der Skipper muss den amtlichen Sportbootführerschein See (nur für Boote über 15 PS) und das SRC-Seefunkzeugnis haben. Fäkalientanks sind Pflicht und das Entleeren innerhalb einer Zone von vier Seemeilen verboten. Neben Spanisch ist Katalan offizielle Amtssprache. In den Marinas und Touristenzentren wird aber viel Englisch und zum Teil auch Deutsch gesprochen.

Mallorca ist ganz auf Touristen eingestellt, Sprachprobleme gibt es hier keine. ©Michael Amme

Über das Segeln hinaus gibt es reichlich Wassersport: Tauchen, Wasserski, Surfen, Angeln – überall finden sich passende Angebote. Auch an Land bieten neben Tennis, Reiten und Golf insbesondere die einsamen Wanderwege eine tolle Abwechslung, zumal viele auch direkt von einer Ankerbucht aus erkundet werden können. Auto-, Roller- und Fahrradvermietungen gibt es fast in jedem Hafenort.

Die Badewasserqualität ist rund um die Insel fast immer hervorragend, manchmal treten aber auch vermehrt Quallen auf.

Vorsicht: Einige der Quallen rund um Mallorca können auch stark nesseln. ©Michael Amme

Literatur & Seekarten

  • Balearen: Gerd Radspieler, Verlag Delius Klasing
  • Die Balearen: Bernhard Bartholmes, Verlag Edition Maritim
  • Mallorca für Sportschiffer (mit den ausführlichsten Ankerplatzbeschreibungen für die einsame Nordwestküste): Paul Kinzelmann und Mary Sygne, Verlag tulas-handy-charts

Portbook Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera

„Portbook Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera“ von Martin Muth macht die Törnplanung leicht. Das Revierhandbuch verfügt über detaillierte Beschreibungen mit Satellitenbildern von vielen Häfen und Buchten der vier Inseln.

Chartern auf Mallorca

Wer Mallorca mit dem Charterschiff erkundet, beginnt seinen Törn meist in der Hauptstadt Palma de Mallorca, hier befinden sich auf mehrere Yachthäfen verteilt gleich ein ganzes Dutzend Charterfirmen. Dazu gibt es sowohl in der weitläufigen Bucht von Palma wie auch an der Ost- und der Nordküste von Mallorca weitere Chartermöglichkeiten. Große internationale Flottenbetreiber sind hier genauso ansässig wie kleinere deutsche und lokale Firmen. Das Angebot an Katamaranen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Das Preisniveau ist vergleichbar mit anderen Mittelmeerdestinationen, die hohen Liegeplatzkosten lassen den Flottenbetreibern aber weniger Spielraum für Rabatte.

Egal welche Größe und welcher Bootstyp, auf Mallorca bleibt kein Charterwunsch unerfüllt. ©Michael Amme

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