Segeln rund Mallorca – Törnplan für die perfekte Woche

Von Matthias Büchting

Seit 2017 betreibt Matthias zusammen mit seiner Frau Iris auf Mallorca einen Charterstützpunkt. In der Marina Club Nautic Arenal, direkt am Palma Beach, liegt mit insgesamt 16 Yachten die größte BAVARIA-Flotte der Balearen. Matthias hat das Mittelmeer besegelt, die Nord- und Ostsee, die Biskaya und die Karibik. Doch sein Lieblingsrevier sind mit Abstand die Balearen, auf denen er immer wieder neue Ziele entdeckt.

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Mallorca: Ein Törnplan zum Nachsegeln

Die Baleareninsel Mallorca ist eines der beliebtesten Charterziele im Mittelmeer. Immer gut erreichbar hat sie viele Gesichter: sandige Küsten, einsame Buchten, mondäne Marinas, schmucke Stadthäfen und schroffe Felsformationen. Wer die Insel erkunden will, hat bei der riesigen Auswahl der Ziele die Qual der Wahl.

Und auch an Land muss man sich entscheiden: zwischen einsamen Gebirgswanderungen, sehenswerten Altstädten, Shoppingtouren oder den Loungesesseln szeniger Bars mit Meerblick. Dazu kommen die vielen Restaurants, einheimische Feste, historische Stätten und die über die Inselgrenzen hinaus bekannten Diskotheken.

Wohin also segeln? Kann ich, ohne Insider zu sein, von allem etwas erleben? Gibt es den perfekten Törn? Die Antwort lautet: Ja, den gibt es! Eine einwöchige Inselumrundung, 160 Seemeilen lang, bei der auch das Segeln nicht zu kurz kommt. Ein Törnplan zum Nachsegeln.

Ankern und Essengehen ist nur eines von vielen Highlights auf einem Törn rund Mallorca.

Samstag 13.00 Uhr: Palma de Mallorca/S‘Arenal

Ankunft Flughafen Palma de Mallorca. Die Charterbasis im Club Náutico S’Arenal ist nur zehn Minuten mit dem Taxi entfernt (ca. 20 Euro). Auf der Steganlage herrscht Hochbetrieb, die Reparatur- und Reinigungskolonne zieht von Schiff zu Schiff. Offiziell ist um 17.00 Uhr Übergabe, ist das Boot bereits fertig, darf man auch früher an Bord.

Um noch am selben Tag raus aufs Meer zu kommen, sollte man seinen Einkauf vorbestellen oder während der Übergabe ein Einkaufsteam losschicken. Keine Angst, für das pulsierende Leben von S’Arenal oder einen Abend in der nahen Altstadt von Palma bleibt am letzten Tag des Chartertörns noch genügend Zeit.

Samstag 22.00 Uhr: Port d‘Andratx (22 Seemeilen)

Nirgends verfliegt der Alltags- und der Anreisestress schneller als auf einer segelnden Yacht im Sonnenuntergang. Im letzten Licht der späten Dämmerung kommt die Hafeneinfahrt in Sicht. An Steuerbord liegt die hohe Felsformation Cabo de la Mola mit tollem Blick über das Meer, an ihren Klippen hängen die teuren Villen der Zugereisten.

Das einheimische Leben am Hafen bleibt davon unberührt. Fischer entladen an der Mole ihren Fang und stehen in der Hafenkneipe gegenüber in Gummistiefeln an der Bar. An der preiswerten Stadtpier (Hinweisschild „Moll Transit“ beachten) gibt es zu dieser Zeit natürlich keinen Platz mehr, in der mit Designtoiletten und Swimmingpool ausgestatteten Marina nebenan (Club de Vela) aber schon. Oder das Muringfeld vor dem Hafen liefert einen preiswerten und unkomplizierten Liegeplatz.

Auf den Hügeln der Bucht von Port d’Andratx liegen die beleuchteten Villen.

Sonntag 14.00 Uhr: Punta de Sa Foradada (21,5 Seemeilen)

Für die Etappe um die Nordwestküste der Insel braucht es ein sicheres Wetterfenster, die Küste mit ihren hohen Felsformationen bietet nur wenig Schutz. Dafür aber einsame Ankerplätze in unberührter Natur, hinter der durchlöcherten Felswand Sa Foradada liegt einer davon (auffällig: ein fast kreisrundes, 18 Meter großes Loch im oberen Fels).

In den vielen Handbüchern fehlt eine ausreichende Beschreibung dieses einsamen Ankerplatzes (Ausnahme: Kinzelmann, Synge, „Mallorca für Sportschiffer“, Edition Maritim). Das Wasser ist tief bis zur Küste, es muss unterhalb des Felsens auf etwa 14 Meter Wassertiefe geankert werden. Am Hang klebt eine Bar mit herrlicher Aussicht, in der nur Wanderer und Bootsbesucher einkehren, eine Straße oder Siedlung gibt es hier nicht. Eine zweistündige Wanderung (hin und zurück) führt nach San Marroig (260 Höhenmeter), der „Lochfelsen“ Sa Foradada selbst ist nur etwas für erfahrene Bergsteiger.

Buchten wie Punta de Sa Foradada zeigen Mallorcas wildes und einsames Gesicht.

Sonntag 18.00 Uhr: Puerto de Sóller (4,5 Seemeilen)

Die lebendige Hafenstadt ist der einzige sichere Unterschlupf entlang der Nordwestküste. Aber viel mehr als nur ein strategisch günstig gelegenes Törnziel. Die alten Häuser im Hafenviertel, die Fischer und die bimmelnde, braunrote Straßenbahn verleihen der von hohen Hängen umgebenen weitläufigen Hafenbucht ihren besonderen Charme. Entlang der Promenade stehen die Tische und Sonnenschirme der vielen Cafés und Restaurants, die gegenüberliegende Buchtseite säumt ein weitläufiger Sandstrand.

Tipp: mit der historischen Straßenbahn einen Ausflug durch das fruchtbare Tal Horta de Sóller bis ins fünf Kilometer entfernte Sóller machen.

Im öffentlichen Hafen stehen 164 Liegeplätze für Transityachten zur Verfügung (Moll Transit), die deutlich günstiger sind als im privaten Yachthafen nebenan. Dazu gibt es reichlich Ankerplatz in der gut geschützten Hafenbucht. Im Rahmen eines Volksfestes findet hier jedes Jahr der berühmte Firó statt, die nachgespielte Landung der Piraten im Hafen (Termin: immer Anfang Mai).

Die gelben Hinweisschilder sind auf den ganzen Balearen ein Zeichen für kommunale Liegeplätze.

Montag 09.00 Uhr: Cala de Sa Calobra (7 Seemeilen)

Zum Frühstück gibt es hier eine der großen Touristenattraktionen der Nordwestküste. Ausflugsboote, Reisebusse und PKW-Kolonnen bringen die Besucherscharen, alle wollen die spektakulären, bis zu 400 Meter senkrecht ansteigenden Felswände der Schlucht Torrent de Pareis besuchen. Eine der größten des gesamten Mittelmeerraumes, wer früh da ist, kann das Naturerlebnis noch ungestört genießen.

Die meisten Touristen kommen wegen der schönen Lage zwischen den steilen Felsen und nehmen ein Bad im Meer oder in einem der Tümpel des Wildwassercanyons. Wer wirklich an eine Durchquerung der Schlucht denkt, der muss oben am Parkplatz des Restaurants Escorca starten, etwa fünf Stunden einkalkulieren und ein erfahrener und gut ausgerüsteter Bergwanderer sein. Doch auch die ersten paar hundert Meter, die man, ausgehend von der Ankerbucht, noch gut bewältigen kann, ermöglichen bereits einen außergewöhnlichen Eindruck.

Die Schlucht in der Cala de Sa Calobra ist die größte im gesamten Mittelmeerraum.

Montag 16.30 Uhr: Cala Figuera (20 Seemeilen

Die einsame, unbebaute und tief in den Fels eingeschnittene Bucht an der Nordseite der Halbinsel Formentor ist nicht zu verwechseln mit der bekannten gleichnamigen Fischerbucht im Südwesten der Insel. Natürlich könnte man auch gleich weiter bis nach Puerto de Pollensa segeln, doch der Stopp in dieser abgelegenen Badebucht lohnt aus vielen Gründen. Das Wasser ist glasklar, unterhalb der Felsplateaus gibt es schöne Schnorchelgründe und man hat die Bucht fast immer für sich alleine. Abgesehen von gelegentlichen Individualtouristen, die den steilen Pfad von der Straße bis hierher gefunden haben.

Wer das Kap de Formentor zum Sonnenuntergang passiert, erlebt feuerrote Felsen.

Auch das Weitersegeln um das berühmte Cap de Formentor im Sonnenuntergang gehört mit zu den Höhepunkten einer Inselumrundung. Der große und schlicht weiße Leuchtturm am nördlichsten Punkt Mallorcas thront hier 210 Meter über dem Meer.

Montag 22.30 Uhr: Puerto de Pollenca (10 Seemeilen)

Das nächtliche Einlaufen ist unproblematisch, nur Seegang durch starke östliche Winde kann ein Anlaufen der zur Versandung neigenden Zufahrt verhindern.

Ob der überwiegend von Engländern besuchte Ferienort für Segler ein attraktives Ziel ist, bleibt Ansichtssache. Das einheimische Leben rund um den Plaça Miguel Capllonch konnte sich der Ort jedenfalls bewahren und die durch Kiefern beschattete Uferpromenade Passeig Vora Mar mit ihren sandigen Strandabschnitten ist auch gut gelungen.

Das eigentliche Ziel sollte hier aber ein Landausflug am nächsten Morgen in den fünf Kilometer entfernten Ort Pollenca sein. Der Bus der Linie 340 hält direkt neben dem Hafenausgang, 15 Minuten später ist man im Zentrum einer der schönsten Städte der Insel. 12.000 Einwohner, Künstlertreff, enge Gassen mit Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Designerläden, Museen, der belebte Plaça Major (sonntags Markt) – diese Stadt hat viele Gesichter.

Tipp: Die 365 von Zypressen gesäumten Stufen hoch zum Kalvarienberg gehen und den tollen Blick über die Stadt genießen.

Wer keine Lust auf eine Stadtbesichtigung hat, kann neben dem Hafen von Puerto de Pollenca baden gehen.

Dienstag 16.30 Uhr: Cala Mesquida (19 Seemeilen)

Ein Badestopp in einer schönen Bucht gehört zu einem Segeltag auf Mallorca einfach dazu. Watteweiche Sandstrände gibt es, außer an der Nordwestküste, im Überfluss. Mal ganz einsam, unverbaut und abgelegen, mal mit überdimensionierten Hotelkomplexen.

Die etwa 500 Meter breite und offene Sandbucht Cala Mesquida hat von beidem etwas. Eine Clubanlage am Westufer, der Rest ist Teil eines sich anschließenden, unbebauten und dicht bewaldeten Naturschutzgebietes.

Der Traumstrand der Cala Mesquida hat sowohl belebte wie ruhige Abschnitte zu bieten.

Im Osten der Bucht ist Nacktbaden erlaubt und hinter dem weißen Strand liegt eine der schönsten Dünenlandschaften der Insel. Herrliches, türkisfarbenes Wasser erstreckt sich bis weit vor die flach auslaufende Küste.

Tipp: Wenn ein Teil der Crew möchte, kann von hier aus die letzte Tagesetappe zu Fuß zurückgelegt werden. In etwa zwei Stunden geht es auf einem schönen Fußweg am Wachturm Talaia de Son Jaumel und der Cala Agulla vorbei bis ins Zentrum von Cala Ratjada (ca. 4,5 Kilometer, gutes Schuhwerk notwendig).

Dienstag 19.30 Uhr: Cala Ratjada (5 Seemeilen)

Cala Ratjada ist eine der Touristen- und Partyhochburgen der Insel, zum Bergfest der Reise ist hier Ausgehen angesagt. Vom Hafen bis zum Strand Platja Son Moll schlängelt sich entlang der Felsküste eine wunderschöne, von Bars und Restaurants gesäumte Fußgängerpromenade.

Der gewachsene Urlaubsort, dem die großen Bausünden erspart geblieben sind (oder sie stehen am Ortsrand), ist besonders bei Deutschen beliebt. Das wird spätestens im Chocolate klar, einer angesagten Freiluftbar mit Biergartencharakter (geografisch in der Nähe der Plaça dels Pins).

Zwei Straßen weiter: Um die Ecke in der Diskothek Physical trifft sich das junge Partyvolk, hier wird neben Dance Classics viel House und R&B gespielt (C/Coconar, 17). Auch die Disco Bolero liegt im gleichen Häuserblock, das ganze Viertel vibriert in der Saison bis in die Morgenstunden.

Wie hier in der Disco Physical ist in der Cala Ratjada Feiern und Ausgehen angesagt.

Apropos: Etwas unruhig können auch die Liegeplätze unten im Hafen werden. Der Wellenbrecher ist gleichzeitig der öffentliche Transitkai, der innere Hafen gehört der Fischereiflotte und den einheimischen Booten. Im Sommer bilden sich am Kai große Päckchen und Schwell kann das Liegen ungemütlich machen.

Mittwoch 12.00 Uhr: Cala Petita (12 Seemeilen)

Der Kontrast zu einer Partynacht in Cala Ratjada könnte größer nicht sein. In der Cala Petita gibt es keine Menschen, keine Häuser und keine Autos, nur stille, erholsame Natur. Ideal, um die müden Tanzbeine und das Wummern im Ohr zur Ruhe kommen zu lassen.

Die extrem schmale, von spitzen Felsen gesäumte Bucht ist absolut einsam gelegen und von Land aus nur über einen schmalen Pfad, abgehend von einer einsamen Schotterpiste, zu erreichen. Mehr als zwei Boote finden in der mit kleinem Sandstrand verzierten, postkartenschönen Bucht kaum Platz. Es ist ratsam, eine Landleine zu legen. Man kann hier gut von den Klippen springen, Schnorcheln gehen oder in herrlicher, ruhiger Natur seinen Kater – sofern vorhanden – auskurieren.

Winzig, einsam und wunderschön: Cala Petita

Mittwoch 19.00 Uhr: Porto Colom (10 Seemeilen)

An der Einfahrt zur Hafenbucht steht ein pittoresker, schwarz-weiß geringelter Leuchtturm. Angestrahlt durch die tief stehende Abendsonne ein attraktives Fotomotiv. Die niedrige Bebauung ist weiträumig um die große, gut geschützte Hafenbucht verstreut, hier geht es ruhig und beschaulich zu, der Ort ist bei Individualreisenden beliebt. Strände darf man hier nicht erwarten. Man kann entweder ankern, eine Muring nehmen oder an einem der beiden Schwimmstege des kommunalen Hafens festmachen.

Die Einfahrt in die große Hafenbucht von Porto Colom ist durch einen Leuchtturm markiert.

Das bekannteste (und teuerste) Restaurant in Porto Colom liegt über dem Hafenbüro und bietet mediterran-internationale Küche mit einem Schwerpunkt auf Fischgerichten (Restaurant Sa Llotja).

Tipp: Vor den Bootsgaragen der pastellfarbenen Häuser im Nordteil der Bucht liegen die vielen kleinen Fischerboote, einmal im Jahr feiert der Ort das sehenswerte Fest der Schutzheiligen der Fischer (Mare de Déu del Carme).

Donnerstag 09.00 Uhr: Cala Mitjana (2,5 Seemeilen)

Mit frischen Brötchen aus dem Ort geht es zum Frühstück in eine der unzähligen an dieser Südostküste gelegenen Buchten. Im Nordteil der Cala Mitjana gibt es vor einer exklusiven Villa einen Ankerplatz für zwei bis drei Boote (Landleine empfohlen).

In der Cala Mitjana ist der Massentourismus Mallorcas ganz weit weg.

Die beiden, mit einzelnen Pinien bewachsenen Flanken der Bucht gehören mit zum Privatbesitz und sind von gepflegten Gartenanlagen geprägt. Der kleine und sehr schöne Strand im Scheitel dazwischen ist dagegen öffentlich und darf betreten werden. Landschaftlich sehr schön gelegen, lädt die Bucht zum Sonnen, Baden unFd Schnorcheln ein.

Donnerstag 13.00 Uhr: Cala Figuera (6 Seemeilen)

Wer zum Mittagsstopp in das beliebte Fischerdorf („das schönste der ganzen Insel“, wie Thomas Schröder in seinem Reiseführer schreibt) einläuft, umgeht die hier sonst obligatorischen Liegeplatzprobleme. Denn viel mehr als sieben, acht Yachten finden an der zum Teil unruhigen Außenmole keinen Platz. Auf der Innenseite machen täglich die Fangschiffe der Fischereigenossenschaft fest, stoisch ertragen die Arbeiter die vielen schaulustigen Touristen.

Fisch wird in der Cala Figuera täglich angelandet und kann auch erworben werden.

In der Cala Figuera kann frisch und günstig Mittelmeerfisch zum Abendessen erworben werden. Zum Mittag geht man am Besten in eine der hoch über der Bucht gelegenen Hafentavernen, im La Marina gibt es zum Beispiel Gambas in Knoblauchsoße. Am schönsten sind die am Hang klebenden Fischerhäuser der inneren Bucht mit ihren grün lackierten Bootsgaragen direkt am Wasser.

Tipp: Ein kurzer Spaziergang führt rüber zur unbebauten Steilküste und bis zum alten Wachturm Torre d’en Beu von 1570. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe.

Donnerstag 19.00 Uhr: Es Trenc (14 Seemeilen)

Mit fünf Kilometern der längste Strand der Insel. Gesäumt von herrlichen Dünen und, bis auf ein paar Häuser der winzigen Siedlung Ses Covetes in der Mitte, völlig unbebaut. Ideal für einen Strandtag, zum Joggen oder zum Beachball spielen.

Direkt am Wasser gibt es einige Chiringuitos, kleine Strandbars, in denen man mit den Zehen im Sand seinem Boot beim Ruckeln an der Ankerkette zuschauen kann. Das Wasser ist hier überall karibisch-türkis und abseits der Chiringuitos gibt es reichlich freie Strandplätze.

Der endlose Strand von Es Trenc bietet Karibikfeeling pur.

Die offene und sehr flach auslaufende Bucht ist nur bei ruhigem Wetter sowie bei Nord- oder Ostwind zum Ankern geeignet. Für die Nacht eignet sich der Ankerplatz ganz im Osten der Bucht. Zur Not gibt es gleich neben dem Strand im Westen eine große Marina (Club Náutico Sa Rápita). Die Marina des Club Náutico Sa Rápita sollte man vor der letzten Etappe nach Palma unbedingt anlaufen und tanken. Das erspart einem die mitunter langen Wartezeiten an der Tankstelle in Palma.

Freitag 16.00 Uhr: S’Arenal/Bucht von Palma (20 Seemeilen)

Zurück im Ausgangshafen. Jetzt heißt es Schiff klarieren, Sachen packen, die Abnahme des Bootes und den Transfer für die Abreise am nächsten Morgen organisieren. Danach aber geht es ab rüber zur Promenade Playa de Palma. Nach einem kurzen Drink im Beach Club Six (dem ehemaligen Ballermann) geht es mit dem Taxi in zehn Minuten bis in die Innenstadt von Palma.

Die Stadt Palma selbst ist eine der reichsten ganz Spaniens. Sie ist jung, lebendig und kosmopolitisch. Hier prägen die 330.000 Einwohner und nicht der Tourismus das Stadtbild. Das Kneipenviertel La Llotja liegt in der Altstadt, nicht weit davon entfernt ist die teuerste Einkaufsstraße der Insel (Avinguda Jaume III). Aber egal, ob Kommerz, Kunst oder Kultur, ob Szenelokal, Sternerestaurant oder Nachtclub, in Palma kann jeder dem Törn sein ganz individuelles I-Tüpfelchen verpassen.

Im Kneipenviertel La Llotja sind Einheimische wie Touristen bis spät in die Nacht unterwegs.

Der Törn

Wer diesen vorgeschlagenen Törn so oder so ähnlich absegelt, bekommt die ganze Vielfalt Mallorcas zu sehen. Kaum ein anderes Mittelmeerrevier bietet soviel Abwechslung auf so kleinem Raum: felsige Steilküsten, liebliche Sandstrände, pulsierende Touristenzentren, authentische Fischerdörfer, exklusive Yachthäfen und ungezählte Ankerplätze. Von menschenleer bis total überlaufen, von ganz karg bis üppig grün. Klar, das Wetter muss für diesen Törn mitmachen (gegebenenfalls den Törn einfach andersherum fahren) und die Crew muss Lust auf Abwechslung, Zwischenstopps und etwas Action haben. Wenn das stimmt, dann gehört der Törn mit zum Besten, was das Mittelmeer zu bieten hat.

Charter

Allgemein
Das Charterangebot auf Mallorca ist riesig, es gibt große und kleine, internationale und lokale Anbieter von Charteryachten jeder Größe. Die meisten haben ihren Stützpunkt wahlweise in Palma selbst oder in der weitläufigen Bucht von Palma. Vereinzelt gibt es auch Angebote im Norden oder Osten der Insel.

Auch der Charterstützpunkt von IRIS Yachtcharter liegt im Osten der Bucht von Palma, ganz dicht am Flughafen im Club Náutico von S’Arenal. Hier ist die komplett unter deutscher Leitung stehende Firma der einzige Charteranbieter im Hafen, die gepflegte Anlage mit riesigem Swimmingpool bietet damit eine exklusiv-entspannte Atmosphäre.

Im Ausgangshafen vom Club Nàutic S`Arenal bietet der eigene Pool die erste Erfrischung.

Flotte und Preisbeispiel
Insgesamt stehen auf der Basis von IRIS Yachtcharter in S‘Arenal 13 Bavaria-Yachten von 33 bis 56 Fuß und ein Katamaran Nautitech Open 40 zur Verfügung. Eine sehr gepflegte und gut ausgestattete Yacht vom Typ Bavaria Cruiser 37 (Baujahr 2015) kostet von 1.215 Euro pro Woche in der Nebensaison bis 3.890 Euro in der Hauptsaison, zuzüglich Endreinigung (120 Euro). Ein Außenbordmotor kostet 100 Euro pro Woche (die zweite Woche kostet nur 50 Euro), Handtücher und Bettzeug kosten 20 Euro pro Person. Wer möchte, kann auch einen Gennaker für 150 Euro mit an Bord nehmen. Dazu sind Schnorchelausrüstungen verfügbar (15 Euro pro Person), ein SUP (100 Euro) und ein WiFi-Modem (3GB für 55 Euro). Hier geht es zu den Details und aktuellen Verfügbarkeiten der Bavaria Cruiser 37 und allen anderen Yachten von IRIS Yachtcharter. Der Transfer vom Flughafen dauert etwa 10 Minuten und kostet mit dem Taxi etwa 20 Euro.

Weitere Infos und Buchung
Telefon: +34 871 906 167 (deutschsprachige Beratung und Buchung)
E-Mail: info@IRISyachtcharter.com
Internet: www.IRISyachtcharter.com

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Christopher
Christopher
4 Monaten her

Ist eine echt tolle Route. Mach ich das nächste mal, wenn ich mit dem Hubschrauber unterwegs bin.

*Die Distanzen sind sehr optimistisch, man sollte eher mit 200+ sm rechnen. 😉