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Michael ist seit über 25 Jahren als Journalist und Fotograf auf dem Wasser unterwegs. Der studierte Geograf hat weltweit Reisereportagen in mehr als 100 Charter- und Blauwasserrevieren produziert. Zudem haben den Hamburger viele Segelreisen und seine frühere Tätigkeit als Charter- und Überführungsskipper rund um den Globus geführt. Michael ist Partner bei BLAUWASSER.DE und ein gefragter Referent auf Bootsmessen und in Seminaren.
Was dich beim Segeln in den British Virgin Islands erwartet
Wer noch nie in den British Virgin Islands zum Segeln war, hat meist viele Fragen. Wie genau sieht die Infrastruktur mit Häfen, Ankerbuchten und Muringfeldern aus? Wie muss ich mir den Passatwind und die Atlantikwellen vorstellen? Wie groß sind die Entfernungen? Aber auch Fragen zu Details wie Gezeiten, Strömungen, Einkaufsmöglichkeiten, Kosten, behördlichen Bestimmungen oder zur Sicherheit werden immer wieder gestellt.

Andere wiederum wollen wissen, wo das Schnorcheln am schönsten ist und welche Bar man auf keinen Fall verpassen sollte. Natürlich kommt auch immer wieder die Frage nach der besten Reisezeit auf und wie voll es auf den Inseln wirklich wird. Oder ganz allgemein: Wie genau fühlt sich ein Törn durch die British Virgin Islands wirklich an?
Klar, wer viel Geld ausgibt und sich auf den langen Weg in die Karibik macht, der möchte wissen, was ihn erwartet. In diesem Artikel werden alle wichtigen Themen und Fragen zum Segeln in den British Virgin Islands beantwortet, eines aber kann schon gesagt werden: Der weite Weg lohnt sich!

Warum die British Virgin Islands als einfachstes Segelrevier der Karibik gelten
Die British Virgin Islands – die britischen Jungferninseln – gelten als das vermeintlich einfachste Karibikrevier. Warum? Die Entfernungen sind kurz, das Segelgebiet ist vor den großen Atlantikwellen gut geschützt und die Infrastruktur mit Häfen, Buchten, Murings, Bars und Restaurants ist für karibische Verhältnisse ausgesprochen ausgeprägt. Dazu gibt es keine Sicherheitsprobleme und auch Grenzübergänge entfallen auf dieser kleinen britischen Kolonie mit ihren nur knapp 30.000 Einwohnern.

Der größte Trumpf der Inselgruppe aber ist die tropische Postkartenidylle, die mit weißen Sandstränden, im Passat gebogenen Palmen und türkisfarbenem Wasser alle Erwartungen an ein tropisches Traumrevier erfüllt. Tatsächlich ist diese Bacardi-Kulisse hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Die über 60 Inseln des Archipels sind mal groß und bergig, mal klein und hügelig, mal winzig und flach. Auf einigen wuchern Mangroven bis ans Ufer, andere sind umgeben von Korallenbänken – doch weiße Sandstrände haben sie alle.

Natürlich hat dieses für karibische Verhältnisse einzigartige Setup auch dafür gesorgt, dass das Revier extrem beliebt ist, besonders bei den Amerikanern. Es gibt mehr Kojenplätze auf Schiffen als Hotelbetten an Land. Die Dichte an Yachten ist extrem hoch, nicht selten sind Bojenfelder schon früh am Nachmittag voll besetzt. Aber dazu später mehr.

Und ja, der verheerende Hurrikan Irma hat 2017 eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Doch auch wer mit den Inseln sehr gut vertraut ist, wird die letzten Auswirkungen davon kaum noch erkennen. Im Gegenteil: Fast überall wurden mit viel Geld und Herzblut Marinas, Hotels und Gastronomien neu aufgebaut und eröffnet, besser als heute können sich die Inseln nicht präsentieren.

Törnplanung in den British Virgin Islands: Distanzen und Charakter des Reviers
Von Jost Van Dyke ganz im Westen bis nach Virgin Gorda ganz im Osten sind es nicht einmal 30 Seemeilen, von Norman Island im Süden bis nach Necker Island im Norden gerade mal 13. Nur Anegada, die Koralleninsel im Nordwesten, liegt mit etwa 13 Seemeilen Abstand etwas abseits. Alle Inseln liegen auf einem Flach mit nicht viel mehr als 30 Meter Wassertiefe. Gemeinsam bilden sie eine Art Wellenbrecher und beim Segeln zwischen den Inseln ist man vor den großen Atlantikwellen gut geschützt.

Damit sind die Entfernungen zwischen den vielen einzelnen Zielen zum Teil nur vier, fünf Seemeilen weit. Aber keine Sorge, Platz zum Segeln ist hier trotzdem genug. Wer auf seinem Törn die wichtigsten Inseln auf direktem Weg absegelt, kommt auf etwa 100 Seemeilen. Wer dagegen täglich neu nach Lust und Laune segelt, hat mit seinem Zickzack-Kurs deutlich mehr Meilen auf der Logge.

Insgesamt erinnert der Törncharakter fast schon an Ziele im Mittelmeer: kurze Distanzen, überall Ankerplätze, es gibt Häfen zum Festmachen, dazu Bojenfelder in Buchten. Und fast immer findet sich auch eine Beachbar oder ein Strandlokal für den Abend – auf den BVI’s ist man auf segelnde Besucher eingestellt.

Inseln und Leben an Land: Das macht die British Virgin Islands besonders
Jeder Platz und jede Insel hat dabei sein ganz eigenes Flair. Auf der quirligen und 17 Kilometer langen Hauptinsel Tortola zum Beispiel rumpeln zur Rushhour die Laster, Pickups und Mopeds über die Straßen und in den Marinas rund um den Hauptort Road Town liegen die großen Charterflotten. Das kleine Zentrum der Inselgruppe ist ideal zum Verproviantieren und in der kleinen Einkaufsstraße findet sich auch das passende Souvenir.

Ganz anders dann die vielen umliegenden Inseln mit Namen wie Norman oder Peter Island, Jost van Dyke, Sandy Cay, Virgin Gorda oder Scrub Island. Auf vielen der Inseln gibt es exklusive kleine Hotel- oder Bungalowanlagen, in den meisten davon kann man auch als Segler einen Tisch reservieren. Viele andere Orte bieten lässige Bars direkt am Wasser, hier kann man seinen Sundowner auch in Badehose am Strand trinken oder unter freiem Sternenhimmel einfach nur Hamburger, Pommes und Salat bestellen.

Auch sonst ist die Auswahl riesig. Man kann auf der winzigen Palmeninsel Sandy Spit Robinson Crusoe spielen, in der Oil Nut Bay den Beach-Club mit Pool benutzen, am Diamond Reef schnorcheln gehen oder auf Anegada kilometerlang einsam am Strand spazieren. Auf Jost van Dyke gibt es den legendären Cocktail „Painkiller“, auf dem Restaurantschiff „Willy T“ auf Norman Island Partyevents, man kann Livemusikveranstaltungen besuchen, eine Rumdestillerie besichtigen oder bei The Baths unter riesigen rundgeschliffenen Granitfelsen umherwandern. Eigentlich ist für jeden Geschmack und für jede Gelegenheit etwas dabei. Welche Buchten, Inseln und Stopps du auf keinen Fall verpassen solltest, zeigen wir dir in unserem Überblick über die schönsten Spots der British Virgin Islands.

Wind, Wetter und beste Reisezeit in den British Virgin Islands
Auf den Britischen Jungferninseln pustet die immer gleiche Windmaschine – der Nordostpassat garantiert konstante Windverhältnisse. In der Regel muss mit Wind zwischen 15 und 20 Knoten gerechnet werden, mal kommt der Nordostpassat etwas nördlicher, mal etwas östlicher. Insbesondere in den Monaten Dezember, Januar und Februar muss mit höheren Windgeschwindigkeiten gerechnet werden, die sogenannten „Chrismas Winds“ können schon mal auf bis zu 30 Knoten auffrischen. Vor diesem Hintergrund setzt das Revier etwas Erfahrung voraus: reffen, sicheres Ankern oder ein Manöver bei Starkwind sollten beherrscht werden. Wobei der Wind in vielen Buchten in Lee der Inseln deutlich ruhiger ist und damit ein Manöver erleichtert.

Das Klima ist hier in den Tropen immer warm, die Temperaturen liegen ständig zwischen 27 und 32 Grad. Und das Meer bietet mit 26 Grad Wassertemperatur stets perfekte Badebedingungen. Wer hier allerdings immer blauen Himmel erwartet, könnte enttäuscht werden. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und damit auch die Wolkenbildung.
Das ist auch ein Grund dafür, warum es immer wieder zu Schauern und Gewittern kommt, angekündigt durch dunkle Wolkentürme. Sind die im Anmarsch, sollte man unbedingt die Segel bergen, denn oft steckt in diesen Squalls auch ordentlich Wind. Aber keine Sorge – in den allermeisten Fällen dauert der Spuk keine fünf Minuten, dann ist wieder alles beim Alten. Für diese Fälle ist eine leichte Regenjacke an Bord durchaus sinnvoll.

Die Hauptsaison ist von November bis April, zu dieser Jahreszeit gibt es keine Hurrikans. Aber auch im Sommer wird hier gesegelt, auch wenn es dann heißer und weniger windig ist und der Wind Richtung Südost dreht. Weil dann viel weniger Touristen hier sind, ist diese Jahreszeit bei Insidern ebenfalls sehr beliebt. Nur im September und Oktober, wenn die Gefahr von Hurrikans am höchsten ist, hat hier vieles geschlossen.
Segeln in den British Virgin Islands: Navigation, Strömungen und Besonderheiten
Das Revier besitzt nur wenige nautische Besonderheiten, die Herausforderung ist insgesamt überschaubar. Die Gewässer zwischen den Inseln sind rein, die Betonnung gut und mit maximal 40 Zentimetern gibt es so gut wie keinen Tidenhub. Strömungen können vereinzelt trotzdem auftreten, insbesondere an Inselspitzen oder zwischen engen Durchfahrten. Meist allerdings nicht mit viel mehr als einem Knoten, nur in besonderen Einzelfällen auch mal mit bis zu drei Knoten.

Allerdings liegen vor den Küsten immer mal wieder flache Korallenbänke, die gerade im Gegenlicht nur sehr schwer zu erkennen sind. Deshalb gibt es vereinzelte Verbote für Charterskipper, bestimmte Buchten mit vorgelagerten Riffen anzusteuern. Früher musste die Fahrt nach Anegada bei einigen Charteranbietern vorab angemeldet werden, weil hier die Ansteuerung zum Ankerplatz vor der kleinen Ortschaft Setting Point an ein paar Korallenköpfen vorbeiführt. Heute ist die Einfahrt gut betonnt und die Anmeldepflicht weitestgehend Geschichte.

Wirklich entspannt ist die Tatsache, dass bei einem Törn rund um die Inseln kein Behördengang nötig ist. Ein- und Ausklarieren ist nur für den notwendig, der aus einem anderen Karibikstaat einreist oder die Britischen Jungferninseln mit dem Schiff verlässt. Doch fast alle, die auf die BVI’s zum Chartern kommen, bleiben innerhalb der Landesgrenze. Selbst die nur wenige Meilen entfernt liegenden US-Virgin Islands werden von fast niemandem angesteuert, zumal man hierfür ein vorab beantragtes US-Visum benötigt und jeweils aufwändig ein- und ausklarieren muss.
Häfen, Ankerbuchten und Bojenfelder in den British Virgin Islands
Rund um Road Town gibt es fast ein Dutzend Marinas, hier liegen die großen Charterflotten und hier finden sich auch alle Werften und Reparaturmöglichkeiten. Auf den anderen Inseln befinden sich ein weiteres halbes Dutzend Marinas, man kann also unterwegs einen Hafenstopp einlegen oder Wasser bunkern. Exklusive Marinas wie die Oil Nut Bay auf Virgin Gorda zeigen, wie hochwertig die Infrastruktur im Revier ist.

Darüber hinaus gibt es geschätzt etwa 60 Ankerbuchten, viele davon mit Bojenfeldern, in allen anderen kann frei geankert werden. Ein paar wenige Buchten sind privat oder gesperrt und dürfen nicht angelaufen werden. Die Vielfalt der Buchten ist enorm, manche haben einfach nur Traumstrände, andere beherbergen Kultlokale. Dazu gibt es eher unbekannte und sehr ruhige Buchten wie Smugglers Cove, aber auch große und lebendige wie die Cane Garden Bay.

Wenn es in der Saison voll ist, sind die Bojenfelder oft schon sehr früh belegt, das kann nerven und einem Neuling die Planung schwierig machen. Aber: Mit der Boaty Ball App können mittlerweile zwölf Bojenfelder vorab gebucht werden. Meist steht ein Teil des Muringfeldes nach dem Prinzip „first come – first serve“ zur Verfügung und der anderer Teil kann vorab gebucht werden. Immer morgens ab sieben Uhr werden in der App die Murings für den gleichen Tag freigeschaltet. Damit ist ein Ankommen in der Bucht auch mit dem letzten Tageslicht noch ganz entspannt möglich. Über die App kostet die Boje derzeit 55 US-Dollar, ohne Vorabbuchung kosten die Bojen etwa 40 US-Dollar für die Nacht.
Tipp: Auch ohne Muring kann und darf in den Buchten geankert werden, allerdings muss hinter den Muringfelden mit größeren Wassertiefen gerechnet werden.

Für wen eignen sich die British Virgin Islands als Segelrevier?
Die BVI’s sind kein Revier, um abseits vom Trubel alleine in einsamen Buchten zu ankern oder um auf langgezogenen Atlantikwellen von einem exotischen Karibikstaat zum nächsten zu rauschen. Wer hierher kommt, der möchte einen sorgenfreien Törn in tropischer Kulisse segeln – mit kurzen Distanzen, abwechslungsreichen Zielen, guter Infrastruktur, stetigem Passatwind und entspannter karibischer Atmosphäre.

Tatsächlich ist die Dichte an Bilderbuchstränden so hoch wie in keiner anderen Karibikdestination. Und egal, ob man einen Ankerplatz vor einem Robinsonstrand, eine exklusive Resortbucht mit Sternerestaurant, eine beschauliche Marina-Anlage oder einen sicheren Bojenplatz sucht – die British Virgin Islands haben das eine bewahrt und das andere in Perfektion etabliert.
Dieser Umstand zieht auch viele Segler an und in der Saison ist reichlich was los. Doch genau genommen verleiht gerade dieses internationale Publikum dem Revier seine Lebendigkeit, seine lockere Atmosphäre und seinen ganz eigenen Spirit. Die BVI’s sind so etwas wie das „Mallorca der Karibik“ – hier gibt es von allem etwas.

Yachtcharter in den British Virgin Islands: Anbieter, Optionen und Besonderheiten
Die British Virgin Islands zählen zu den beliebtesten Charterrevieren weltweit. Das Charterangebot ist dementsprechend groß. Viele große internationale Flottenbetreiber wie The Moorings haben hier einen Stützpunkt, die meisten davon befinden sich auf Tortola rund um den Hauptort Road Town.
Einer der bekanntesten und größten Anbieter im Revier ist The Moorings, dessen Geschichte eng mit den British Virgin Islands verbunden ist. Die BVI’s sind für das Unternehmen so etwas wie der Geburtsort. 1969 haben die amerikanischen Gründer Charlie und Ginny Cary genau hier die ersten Yachten verchartert. Heute ist daraus The Moorings Marina geworden, ein riesiger Yachthafen mit Pool, Hotel, Shops und Serviceeinrichtungen.

Die Basis in Road Town ist mit einer umfangreichen Flotte aus Kielyachten und Katamaranen von 40 bis 58 Fuß die größte von The Moorings weltweit. Neben Segelkatamaranen stehen auch Motorkatamarane zur Verfügung. Alle Ziele des Reviers können aber auch problemlos mit einer Kielyacht erreicht werden. Der große und freie Lebensraum an Deck eines Katamarans ist in einem Revier wie den British Virgin Islands aber ein großes Plus.
Die Preise bei The Moorings sind immer inklusive Beiboot mit Außenborder, Bettwäsche und Handtücher, Friendly Skipper, Wasser & Eis und The Moorings Grundpaket. Wer möchte, kann sich auch von einem The Moorings-Profiskipper durch das Revier führen lassen oder eines der zahlreichen Crewed-Charter-Angebote buchen. Weitere Extras wie SUP oder Kajaks, Tauch- und Angelausrüstung können ebenfalls am Stützpunkt ausgeliehen werden. Aktuelle Flotten, Verfügbarkeiten und Preise stellt The Moorings für die British Virgin Islands online bereit.
Weitere Infos und Buchung
Wer seine Charter in den British Virgin Islands von Deutschland aus planen möchte, kann sich an das deutschsprachige Buchungsbüro von The Moorings wenden – inklusive persönlicher Beratung auf Deutsch (Telefon: +49 6101 807 3053, info@moorings.de).

Anreise zu den British Virgin Islands: Flugverbindungen und Transfer
Die British Virgin Islands werden von Europa aus nicht direkt angeflogen. Übliche Verbindungen führen über Drehkreuze in der Karibik wie St. Maarten, Antigua oder Puerto Rico, etwa mit Airlines wie KLM, Air France, British Airways oder Condor. Der Zubringerflug erfolgt meist in Propellermaschinen und dauert etwa 40 Minuten. Der anschließende Transfer mit dem Taxi zur Charterbasis in Road Town dauert etwa 25 Minuten. Theoretisch kann man auch über St. Thomas auf den US-Virgin Islands anreisen und mit der Fähre übersetzen (60 Min Fahrzeit).

Währung und Preise in den British Virgin Islands
Auf den British Virgin Islands ist der US-Dollar die offizielle Währung, fast überall werden Kreditkarten akzeptiert. Die Inseln gelten als eher hochpreisiges Reiseziel, Restaurants sind teurer als zum Beispiel in Deutschland, genauso wie der normale Einkauf. Wobei die Höhe der Preisdifferenz stark abhängig von der jeweiligen Produktgruppe ist.
Versorgungsmöglichkeiten auf den BVI
Rund um die Charterbasen in Road Town gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für den Törn. Große Supermärkte wie RiteWay in Tortola bieten eine breite Auswahl, insgesamt ist das Angebot groß und das Preisniveau ist in Road Town am niedrigsten. Im Getränkeladen Caribbean Cellars ist es nochmal günstiger als im Supermarkt.
Abseits von Tortola, insbesondere auf den vielen kleinen Inseln, gibt es meist nur eingeschränkte und teurere Einkaufsmöglichkeiten. Selbstverständlich bieten die meisten Charterunternehmen auch einen Lieferservice und der vorab bestellte Einkauf ist dann bei der Ankunft bereits an Bord.

Schnorcheln, Tauchen und Angeln in den British Virgin Islands
Die Unterwasserwelt der British Virgin Islands ist vielfältig und bietet ideale Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen, beliebte Spots sind „The Indians“ (bei Norman Island) und das Diamond Reef (zwischen Scrub Island and Marina Caye). Wer tauchen gehen möchte, sollte eine Tour buchen und sich dann einfach von Bord abholen lassen.

Für das Angeln ist ein sogenanntes Fishing Permit erforderlich, das vorab beantragt werden muss. Je nachdem, ob man es selbst beantragt oder über die Charterfirma besorgt, kostet es zwischen etwa 50 und 70 US-Dollar. Dazu kommt, dass man innerhalb der Inselgruppe fast nur Barrakudas fängt, die das Nervengift Ciguatera in sich tragen können. Ganz anders sieht es ein paar Seemeilen weiter draußen aus, wo die Wassertiefen schnell auf über 1.000 Meter abfallen. Dafür kann man vor Ort alternativ auch eine organisierte Angeltour buchen.
Events und Veranstaltungen auf den British Virgin Islands
Auf den British Virgin Islands finden das ganze Jahr über zahlreiche Events und Veranstaltungen statt. Dazu zählen jährliche Highlights wie das legendäre Lobster Festival auf Anegada, die BVI Spring Regatta oder das Cooper Island Rum Festival.

Einmal im Monat zieht die beliebte Full Moon Party in der Trellis Bay viele Besucher an. Und auch feste Institutionen wie das Partyschiff „Willy T“ auf Norman Island oder die Foxy’s Bar auf Jost van Dyke sorgen fast täglich für Stimmung. Ein besonderes Highlight ist die Pirate Show von Michael Beans in der Maverick Bay, die mehrmals wöchentlich stattfindet – eine unterhaltsame Mischung aus Livemusik und Piratengeschichten.

Gebühren, Vorschriften und Besonderheiten im Revier
Für das Segeln auf den British Virgin Islands wird ein Cruising Permit benötigt, zudem fällt eine Nationalparkgebühr an. Beide Kosten sind im Charterpreis jedoch in der Regel bereits enthalten.
Die Mobilfunkabdeckung ist sehr gut, vielerorts gibt es WiFi – häufig auch mit einem Mobilrouter direkt an Bord der Charteryachten.
Auf den Inseln herrscht Linksverkehr und es werden Steckdosen verwendet, für die Besucher aus Europa (außer Großbritannien) einen Adapter benötigen.

Nachtfahrten sind nur mit Sondergenehmigung erlaubt, was aufgrund der kurzen Distanzen im Revier jedoch kaum erforderlich ist. Und der Landfall (Festmachen im Hafen, an der Muring oder am Ankerplatz) muss immer vor Sonnenuntergang stattfinden.
Weitere Informationen zu Inseln, Unterkünften und Infrastruktur bietet das British Virgin Islands Tourist Board.
Häufige Fragen zum Segeln in den British Virgin Islands
Wann ist die beste Reisezeit für die British Virgin Islands?
Die beste Reisezeit zum Segeln in den British Virgin Islands liegt zwischen November und April. In diesen Monaten sorgen konstante Passatwinde, angenehme Temperaturen und geringe Niederschläge für ideale Bedingungen außerhalb der Hurrikansaison.
Wie schwierig ist das Segelrevier der British Virgin Islands?
Das Revier gilt als eines der einfachsten in der Karibik. Kurze Distanzen, gute Infrastruktur und überwiegend geschützte Gewässer machen das Segeln auch für weniger erfahrene Crews gut machbar.
Was kostet ein Segeltörn auf den British Virgin Islands?
Die Kosten hängen von Saison, Bootstyp und Ausstattung ab. Neben dem Charterpreis gilt das Revier auch in Bezug auf die Ausgaben für Verpflegung, Restaurants, Murings und Marinas insgesamt als eher hochpreisig.

Braucht man einen Segelschein für die British Virgin Islands?
Ein gesetzlich vorgeschriebener Segelschein ist für die British Virgin Islands nicht erforderlich. Charteranbieter verlangen jedoch in der Regel einen Nachweis über ausreichende Segelerfahrung und entscheiden individuell über die Vergabe der Yachten. Alternativ kann ein Skipper dazugebucht werden.
Kann man auf den British Virgin Islands frei ankern?
In vielen Buchten ist freies Ankern möglich. Zusätzlich gibt es zahlreiche Bojenfelder, die meist nach dem Prinzip „first come – first serve“ genutzt werden oder teilweise vorab über die App von Boaty Ball gebucht werden können.

Wie lange sollte ein Segeltörn in den British Virgin Islands dauern?
Aufgrund der kurzen Distanzen lässt sich ein Törn durch die British Virgin Islands grundsätzlich auch in einer Woche gut umsetzen. Durch die große Vielfalt an Zielen und die lange Anreise empfehlen sich jedoch eher zwei Wochen. Tipp: Auch zehn Tage sind eine sehr gute Option – alle Charteranbieter in den BVI erlauben flexible Buchungszeiträume.



























