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Uwe Ihlau liebt das Segeln mit seiner Hanse 350, seinem fünften Boot, mit dem er seit rund 30 Jahren die Ostsee, die Nordsee und den Nordatlantik besegelt. Auf seinem YouTube-Kanal „Swålins Reisen“ erreicht er jeden Monat einige tausend Segelbegeisterte. Als Sozialpädagoge engagiert er sich außerdem ehrenamtlich beim Segelverein „Sail Together“ für das inklusive Segeln von Menschen mit und ohne Behinderung.
Allgemeine Infos zum Hafen/Marina Jussarö
Die kleine Insel Jussarö ist ein sehr besonderes Kleinod im südlichen finnischen Schärengarten im Golf von Finnland. Sie liegt etwa 20 Seemeilen östlich von Hanko und 50 Seemeilen westlich von Helsinki.
Auf dieser kleinen Schäre verbinden sich Industriekultur und Naturschutz auf kleinstem Raum. Der westliche Teil ist Naturschutzgebiet und Teil des Ekenäs Archipelago Nationalparks, der östliche Teil ist geprägt von Industrieruinen und verfallener Bebauung mit Wohnhäusern.
Diese Ruinen zeugen von der Zeit zwischen 1961 und 1967, als hier auf dieser kleinen Schäre Eisenerz abgebaut wurde. Dafür wurden Stollen unter die Ostsee getrieben. Ausführliche Informationstafeln in verschiedenen Sprachen zeichnen diese Zeit nach.

Nach dem Ende des Abbaus wurde das Gelände als militärischer Übungsplatz genutzt, auf dem Häuserkampf geübt wurde. Zahlreiche Einschusslöcher in den Häuserruinen zeugen von dieser Zeit. 2005 wurde die militärische Nutzung eingestellt. Heute ist Jussarö ein sehr beliebter Ort für Wanderungen und das Erkunden der lokalen Geschichte.

Die Ansteuerung aus dem Schärenfahrwasser ist einfach. Von Westen kommend, sind lediglich die Kardinaltonnen zu beachten. Von Osten kommend kann die Durchfahrt zwischen Lilla Jussarö im Norden und der Hauptinsel genommen werden.
Von Süden kommend – beispielsweise vom etwa 45 Seemeilen entfernt liegenden Tallinn – muss etwas sorgfältiger navigiert werden. Hier ist die südwestlich gelegene Zufahrt zu empfehlen, die ebenfalls durch Kardinaltonnen markiert ist.

Liegeplätze im Hafen/Marina Jussarö
Jussarö ist sehr beliebt unter Seglern und Motorbootfahrern, liegt es doch direkt am Schärenfahrwasser zwischen Hanko und Helsinki. Daher ist die Insel im Sommer gut besucht. Dies liegt sicherlich auch an dem besonderen Charme dieser Insel.

Die Steganlage mit Schwimmstegen wurde in den letzten Jahren erneuert und erweitert. Die Tiefe beträgt zwischen 2,5 Meter in der Nähe des Ufers und bis zu sechs Meter an den Beton-Schwimmstegen. Festgemacht wird an der östlichen Seite des langen Beton-Schwimmsteges an Heckbojen, sonst längsseits oder in den neuen Boxen. Die Liegegebühren werden im Café bezahlt.

Vorsicht: In der Saison 2025 war der nördlichste Betonsteg beschädigt. Seine Verankerung mit dem südlichen Steg hatte sich in einem Wintersturm gelöst.
Infrastruktur rund um den Hafen/Marina Jussarö
An allen Stegen gibt es Strom. Die für den Schärengarten üblichen Trockentoiletten sind gut gepflegt. Im Café gibt es in den Sommermonaten Kuchen und kalte und warme Getränke. Außerdem gibt es die Möglichkeit, zwei kleine Tiny Häuser zu buchen. Selbstverständlich gibt es auch eine Sauna. Die darf auch in kleinsten finnischen Häfen nicht fehlen.

Ausflüge rund um den Hafen/Marina Jussarö
Wie bereits beschrieben, bietet diese Insel viele Möglichkeiten für Ausflüge. Besonders der „Naturstig“ im westlich gelegenen Teil ist zu empfehlen. Er ist mit kleinen farbigen Schildern markiert und führt buchstäblich über „Stock und Stein“.

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Weitere Liegeplätze in Finnland
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