Hafen/Marina Nieuwpoort (Belgien)

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Michael ist seit über 20 Jahren als Journalist und Fotograf auf dem Wasser tätig. Der studierte Geograf hat weltweit Reisereportagen in mehr als 100 Charter- und Blauwasserrevieren produziert. Zudem haben den Hamburger viele Segelreisen und seine frühere Tätigkeit als Charter- und Überführungsskipper rund um den Globus geführt. Zusammen mit Sönke Roever ist er die treibende Kraft von BLAUWASSER.DE und ein beliebter Referent auf Bootsmessen und diversen Seminaren (siehe Termine).

Allgemeines zur Marina Nieuwpoort

Nieuwpoort ist der westlichste Hafenort an der belgischen Küste, dahinter beginnt mit Dünkirchen die französische Küste. Der 12.000-Einwohner-Ort ist nicht nur ein beliebter Badeort, er ist auch so etwas wie das maritime Zentrum Belgiens. Mit 2.000 Liegeplätzen in drei Marinas ist der Hafen voll und ganz auf Sportboote eingerichtet, die überwiegende Mehrzahl davon sind Segelyachten.

Die Hafenzufahrt und der Hafenkanal haben eine Solltiefe von drei Metern und sind außer bei starken Nordwestwinden gut und sicher zu erreichen. In manchen Seekarten wird vor einer Versandung in der Zufahrt gewarnt. Wer also außerhalb der Saison, mit großem Tiefgang und bei Niedrigwasser den Hafen anlaufen möchte, ist vermutlich gut beraten, vorher über Telefon bei den Hafenmeistern der Marinas oder über UKW-Seefunk-Kanal 60 (Port Control) den aktuellen Stand abzufragen.

Der Hafen von Nieuwpoort gleicht als maritimes Zentrum Belgiens einem Mastenwald. ©Michael Amme
Der schmale Hafenkanal von Nieuwpoort ragt weit in die Nordsee hinaus. ©Michael Amme

Vor der Hafeneinfahrt können Strömungen von bis zu zwei Knoten herrschen. Das gleiche gilt auch für den eine Seemeile langen Hafenkanal bis zu den Liegeplätzen der drei Marinas, die alle ohne Schleuse frei zugänglich sind und auch bei Niedrigwasser ausreichend Tiefgang für große Kielyachten haben.

Auch im Hafenkanal sind die Segel oben, die Belgier sind meist erfahrene Segler. ©Michael Amme
Auch bei Niedrigwasser können alle Zufahrten vom Hafenkanal zu den Marinas problemlos angesteuert werden. ©Michael Amme

Liegeplätze: Drei Marinas in zwei Hafenbecken bieten reichlich Platz

Der KYCN ist die einzige Marina auf der städtischen Westseite der Hafenanlagen. Von hier aus sind die ersten Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sowie die etwa zwei Kilometer entfernte Strandpromenade gleich neben der Hafeneinfahrt am schnellsten zu erreichen.

Das Hafenmeisterbüro, die Tankstelle und der Empfangssteg der KYCN-Marina. ©Michael Amme

Der etwa ein Kilometer entfernte alte Marktplatz des Ortes liegt dagegen auch von den beiden anderen Marinas nur etwa einen Kilometer entfernt. Der KYCN ist die kleinere Hafenanlage und damit gefühlt etwas familiärer, hier gibt es neben einer Tankstelle auch ein Clubhaus mit großer Gastronomie. Sanitäranlagen, ein kleiner Spielplatz für Kinder und kostenlose Parkmöglichkeiten sind vorhanden, dazu gibt es auch Winterliegeplätze an Land.

Modernes Ambiente und gutes Essen bietet das Clubrestaurant vom KYCN. ©Michael Amme

In dem riesigen Hafenbecken gegenüber dem Hafenkanal liegen die beiden anderen Marinas von Nieuwpoort. Das ganze Gelände liegt etwas abseits des Ortes und ist von einer Art Gewerbegebiet umgeben.

Die beiden großen Marinas auf der Ostseite des Hafenkanals haben zusammen 1.600 Liegeplätze. ©Michael Amme

Die Hafenanlagen sind auch hier alle top gepflegt, es gibt eine Hafengastronomie, einen Sportplatz und einen großen Schiffsausrüster direkt am Hafen, der alte Ortskern von Nieuwpoort ist etwa einen Kilometer entfernt.

Hafenbüro, Sanitäranlagen und Gastronomie garantieren auch hier eine gute Versorgung. ©Michael Amme
Der Schiffsausrüster direkt am Hafenbecken auf dem Ostufer des Hafenkanals. ©Michael Amme

Wer von diesen Yachthäfen tagsüber zum Strand und zur Promenade gehen möchte, der kann auch auf dieser Seite des Hafenkanals Richtung Nordsee laufen und dann mit der Personenfähre über den Hafenkanal zur Promenade und dem touristischen Ortsteil von Nieuwpoort übersetzen.

Sehenswertes rund um die Marinas in Nieuwpoort

Eine erste Art Hafenpromenade liegt gleich auf der städtischen Seite der KYCN-Marina. Ein paar Hundert Meter weiter befindet sich auch der erste große Supermarkt. Dazu gibt es hier eine Haltestelle der Straßenbahn, mit der man schnell zum zwei Kilometer entfernten Strand und dem touristischen Ortsteil von Nieuwpoort gelangt oder – in die andere Richtung – ins Zentrum der Stadt.

Die Promenade von Nieuwpoort ist in den Sommermonaten ein beliebtes Touristenziel. ©Michael Amme
Bei Ebbe wird der Strand vor der Promenade bis zu 500 Meter breit. ©Michael Amme

Der weite Strand mit seiner breiten Promenade und der dichten Hochhausbebauung ist ein beliebtes Ferienziel und im Sommer ist hier richtig viel los. Strandbars, Restaurants, Kinderspielplätze gibt es reichlich, dazu ist auch die Hafenmole selbst ein attraktives Ausflugsziel.

Insbesondere zum Sonnenuntergang ist die Hafenmole von Nieuwpoort ein beliebtes Ausflugsziel. ©Michael Amme

In der Stadt, die über die Jahrhunderte wegen ihrer strategisch wichtigen Lage mehrmals durch kriegerische Auseinandersetzungen zerstört worden ist, gibt es immer noch ein kleines altes Zentrum. Der Marktplatz ist mit dem Rathaus und den umgebenen Gassen durchaus einen Ausflug wert, hier gibt es auch ein paar sehr gute Restaurants.

Die Bebauung rund um den alten Marktplatz zeugt von der Geschichte des Ortes. ©Michael Amme

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