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Jonathan besegelte zusammen mit seiner Frau Claudia von 2013 bis 2019 die Welt. Sie ließen 25.000 Seemeilen im Kielwasser und befuhren ganze drei Jahre lang ihr Traumrevier: den Pazifik. Neben der klassischen Barfußroute besuchten sie vor allem auch abgelegenere Ziele wie die Osterinsel, die Tuamotus, Kiribati, Tuvalu und die Marshallinseln. 2023 veröffentlichten sie das Buch über ihre Reise „Sieben Farben Blau“. Jonathan arbeitet als Journalist rund um das Thema Segeln und Reisen und ist Referent und Organisator verschiedener Seminare und Vorträge.
Hochseefische gehören zu den besten Speisefischen
Wer die Küste hinter sich lässt und hinaus auf den offenen Ozean segelt, betritt nicht nur seglerisch, sondern auch beim Fischen eine neue Welt. Für viele Blauwassersegler gehört der Fang eines Fisches ganz selbstverständlich zum Alltag – als willkommene Abwechslung ebenso wie als wertvoller Beitrag zur Selbstversorgung. Nicht ohne Grund: Zu den Fischarten, die auf hoher See an den Haken gehen, gehören einige der schmackhaftesten Fische überhaupt. Und das Beste daran: Die Angeltechnik, um sie direkt von Bord einer Yacht zu fangen, ist überraschend einfach.

Spätestens wenn die Rute sich krümmt und ein schillernder Fisch neben der Yacht an die Oberfläche kommt, ist Wissen gefragt: Um welche Art handelt es sich – und ist sie überhaupt essbar? Die richtige Bestimmung des Fisches ist entscheidend, um gute Speisefische von ungeeigneten oder geschützten Arten zu unterscheiden. Sie hilft außerdem, sensible Bestände zu schonen und gesundheitliche Risiken wie eine Ciguatera zu vermeiden. Dieser Beitrag zeigt, welche Fische auf hoher See typischerweise beim Angeln anbeißen und woran man sie erkennt.
Goldmakrele, Dolphinfisch, Golddorade oder auch Mahi-Mahi erkennen und bestimmen

Mahi-Mahis sind große, schnelle und sehr schmackhafte Hochseefische, die beim Ozeansegeln besonders häufig gefangen werden. Ihr langgestreckter Körper ist seitlich stark zusammengedrückt. Typisch sind der stumpf abgerundete Kopf und die sehr lange Rückenflosse, die direkt am Kopf beginnt und sich über die gesamte Rückenlänge zieht. Namensgebend sind die Schuppen, die je nachdem, wie das Licht auf den Körper fällt, golden, manchmal auch grünlich oder mit bläulichen Punkten schimmern. Nach dem Töten des Fisches verblassen die Farben sofort.
Thunfische erkennen und bestimmen
Thunfische sind schnelle und ausdauernde Hochseeräuber mit torpedoförmigem Körper. Sie kommen in nahezu allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren vor und halten sich überwiegend im offenen Wasser auf. Für Segler zählen vor allem Gelbflossen-, Skipjack- und gelegentlich Blauflossen-Thunfische zu den typischen Fängen auf hoher See. Aufgrund ihrer Größe und ihres schmackhaften Fleisches zählen sie zu den wichtigsten Speisefischen. Wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sind leider einige Arten durch Überfischung stark gefährdet.
Gelbflossen-Thunfisch

Der Gelbflossen-Thunfisch ist einer der wichtigsten Speisefische weltweit. Charakteristisch sind die strahlend gelbe zweite Rücken- und Afterflosse, gelbe Flössel, sowie der Farbverlauf von metallisch blau am Rücken zu silbrig am Bauch. Mit Längen von bis zu 2,4 Metern und einem Gewicht von rund 200 Kilogramm zählt er zu den größten und eindrucksvollsten Hochseefischen.
Blauflossen-Thunfisch, Roter-Thun, Großer-Thun oder auch Nordatlantischer-Thun

Die größte Art der Thunfische und ein wichtiger, zugleich leider stark bedrohter Speisefisch. Er besitzt einen spindelförmigen Körper, der im Bereich der ersten Rückenflosse seine größte Höhe erreicht. Beide Rückenflossen stehen dicht beieinander, wobei die zweite höher ist als die erste. Typisch sind zudem acht bis neun kurze Flössel hinter Rücken- und Afterflosse, kurze Bauchflossen, lange, anliegende Brustflossen sowie ein durch seitliche Keile verstärkter Schwanzflossenstiel.
Echter Bonito oder auch Skipjack

Der Echte Bonito, international als Skipjack-Tuna bekannt, ist ein typischer Hochseefisch aus der Familie der Makrelen und Thunfische. Charakteristisch für ihn sind sein dunkelblauvioletter Rücken, die silbernen Flanken mit vier bis sechs dunklen Längsbändern.
Großaugen-Thunfisch

Der Großaugen-Thunfisch ist vor allem durch seine auffallend großen Augen erkennbar. Sein Körper ist massig und gedrungen. Er ist auf dem Rücken dunkel metallisch-blau gefärbt und an den Flanken silbrig schimmernd, ohne auffällige Zeichnung. Die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind relativ lang und gelblich gefärbt, die nachfolgenden Flössel sind hell oder gelblich mit dunklen Rändern. Die mittellangen Brustflossen reichen nicht so weit nach hinten wie beim Gelbflossen-Thunfisch. Sein fettreiches Fleisch macht ihn besonders begehrt für Sushi und Sashimi.
Langschwanz-Thunfisch

Eine vergleichsweise kleine Thunfischart mit schlankem, stromlinienförmigem Körper ist der Langschwanzthunfisch. Typisch ist die graublaue Färbung von Rücken und oberen Flanken, während Bauch und untere Flanken silbrig weiß sind und langovale Flecken aufweisen. Rücken-, Brust- und Bauchflossen sind überwiegend schwarz, die Spitzen der ersten Rückenflosse und der Afterflosse gelblich aufgehellt, die Afterflosse selbst silbrig. Charakteristisch sind zudem die schwarze Schwanzflosse mit gelbgrüner Streifung.
Schwarzflossen-Thunfisch

Der Schwarzflossen-Thunfisch ist eine weitere, vergleichsweise kleine Thunfischart. Seine durchschnittliche Größe liegt bei rund 70 Zentimetern. Die Oberseite ist metallisch dunkelblau gefärbt, die Flanken sind silbrig-grau und der Bauch milchig-weiß. Die erste Rückenflosse ist dunkel gefärbt, die zweite Rückenflosse und die Afterflosse erscheinen dunkel mit silbrigem Schimmer. Die verhältnismäßig langen Brustflossen machen 20 bis 30 Prozent der Gesamtlänge des Fisches aus.
Einfarben-Thunfisch oder auch Hundszahn-Thunfisch

Typisch für den Einfarben- oder Hundszahn-Thunfisch ist seine schlanke, torpedoförmige Gestalt mit langem, schmalem Schwanzstiel. Sein Rücken ist glänzend blauschwarz, seine Flanken und sein Bauch silbrig, ohne Flecken oder Zeichnung. Große, konische Zähne im relativ weiten Maul verleihen ihm sein räuberisches Erscheinungsbild. Kennzeichnend sind zudem die dicht beieinanderliegenden Rückenflossen, die grauweißen Spitzen an der zweiten Rücken- und der Afterflosse sowie mehrere Flössel.
Weißer Thunfisch, Langflossen-Thunfisch oder auch Albacore

Der Weiße Thunfisch zählt zu den kleineren Thunfischarten und ein wichtiger Speisefisch im Raum der tropischen und gemäßigten Ozeanen sowie im Mittelmeer. Typisch sind der schlanke, stromlinienförmige Körper, der blauschwarze Rücken mit einem Seitenband und der helle Bauch. Auffälligstes Merkmal sind die sehr langen Brustflossen, die etwa 30 Prozent der Gesamtlänge des Fisches erreichen können. Die erste Rückenflosse ist dunkelgelb, die zweite Rückenflosse und die Afterflosse leuchten gelb und gehen in die typischen kleinen Flösseln über, die bis zur Schwanzflosse führen, deren Rand mitunter hell gesäumt ist.
Barrakuda oder auch Pfeilhecht erkennen und bestimmen

Weltweit sind 29 Barrakudaarten bekannt. Allen gemeinsam ist ihr hechtähnlicher, langgestreckter und silbrig glänzender Körper, der mit kleinen Schuppen bedeckt ist. Der große Kopf mit starrem Blick und das kräftige Maul sind unverkennbar: Der Unterkiefer ragt deutlich vor und ist mit langen, dolchartigen Fangzähnen besetzt. Die beiden kurzen Rückenflossen stehen weit auseinander und die Brustflossen sitzen relativ tief.
Beim Fang von Barrakudas, insbesondere in Riffnähe, ist Vorsicht geboten, da in einigen Regionen ein erhöhtes Vergiftungsrisiko durch Ciguatera bestehen kann.
Wahoo erkennen und bestimmen

Der schlanke, torpedoförmige Körper des sehr schmackhaften Wahoos ähnelt auf den ersten Blick dem eines Barrakudas – tatsächlich zählt er jedoch zu den thunfischverwandten Arten, was sich eindeutig an den typischen Flösseln hinter Rücken- und Afterflosse erkennen lässt. Sein leicht seitlich abgeflachter Körper ist mit kleinen Schuppen bedeckt und endet in einem schmalen Schwanzstiel mit sichelförmiger Schwanzflosse. Auffällig ist das große Maul, das mit kräftigen, dreieckigen und fein gesägten Zähnen in einer Reihe besetzt ist. Typisch ist zudem die Färbung. Der Rücken ist schwärzlich mit blaugrünem Schillern, die silbrigen Flanken zeigen 24 bis 30 schmale, kobaltblaue, senkrechte Streifen, die bis über die Seitenlinie reichen und teils doppelt oder Y-förmig sind. Nach dem Tod des Fisches dunkeln diese Streifen deutlich nach.
Kingfish oder auch Königsmakrele erkennen und bestimmen

Der Kingfish ist ein kleinerer Raubfisch aus der Familie der Makrelen und Thunfische. Typisch für ihn ist der torpedoförmige Körper mit silbriger Grundfärbung und zahlreichen kleinen dunklen Punkten auf den Flanken. Entlang der Seitenlinie finden sich manchmal zusätzlich gelbliche Striche und Punkte. Die sichelförmige Schwanzflosse sowie das vordere Drittel der ersten Rückenflosse sind dunkel gefärbt. Auffällig ist der Verlauf der Seitenlinie, die zunächst oberhalb der Körpermitte verläuft und kurz vor der zweiten Rücken- und der Afterflosse abrupt unter die Körperseiten-Mittellinie abbiegt.
Speerfische erkennen und bestimmen
Speerfische gehören zu den spektakulärsten Jägern der Hochsee: pfeilschnell, kraftvoll und von beeindruckender Größe. Ihr Größenspektrum reicht bis zum Blauen Marlin, der im Extremfall bis zu fünf Meter lang werden kann. Marline und Fächerfische durchqueren die Ozeane auf weiten Wanderungen und gelten als Königsdisziplin des Big-Game-Fischens.
Auch ihr Fleisch ist von hervorragender Qualität – ein Umstand, der jedoch seinen Preis hat: In vielen Regionen der Welt gelten die Bestände heute als stark überfischt.
Schwertfisch

Unverkennbar für den Schwertfisch ist sein langes, abgeflachtes „Schwert“, das bei ausgewachsenen Tieren bis zu ein Drittel der Körperlänge ausmachen kann. Körpergröße und Gewicht variieren je nach Region stark, maximale Längen von über vier Metern und Gewichte bis 650 Kilogramm sind dokumentiert. Ausgewachsene Schwertfische besitzen zwei weit voneinander getrennte Rücken- und Afterflossen und eine große, halbmondförmige Schwanzflosse, die für enorme Geschwindigkeit sorgt. Die Färbung auf der Oberseite ist dunkelbraun bis bläulich-grau, während die Bauchseite deutlich heller erscheint.
Blauer Marlin

Der Blaue Marlin hat einen langgestreckten, nur leicht seitlich abgeflachten Körper mit einem kräftigen Schwert. Die größte Körperhöhe liegt weit vorn und verjüngt sich nach achtern deutlich. Die Haut ist mit länglichen, fest sitzenden Schuppen bedeckt. Charakteristisch sind vor allem die lange erste Rückenflosse, die sich über einen Großteil der Körperlänge erstreckt, sowie der seitlich abgeflachte Schwanzstiel mit je zwei kräftigen Kielen. Der Rücken ist schwarzblau gefärbt, der Bauch weißsilbern. Auf der Oberseite befinden sich kobaltblaue Streifen oder Punktreihen.
Sailfish, Segelfisch oder auch Fächerfisch

Im Vergleich zum Blauen Marlin ist der Sailfish schlanker gebaut und bleibt deutlich kleiner. Sein unverwechselbares Merkmal ist die außergewöhnlich große, segelartige erste Rückenflosse, die höher reicht, als der langgestreckte, seitlich stark abgeflachte Körper. Farblich zeigt er eine dunkelblaue Oberseite, hellblaue Flanken mit punktierten Längsstreifen und einen silbrig-weißen Bauch. Auch sein Kopf besitzt ein Schwert, das aktiv beim Fang von Beutefischen eingesetzt wird.
Stachelmakrelen erkennen und bestimmen
Stachelmakrelen gehören zu den typischen Jägern in Regionen mit wärmeren Meerestemperaturen und sind sowohl für Hochsee- als auch für Küstensegler ein vertrauter Fang. Ihr Verbreitungsgebiet reicht über nahezu alle tropischen und subtropischen Ozeane vom offenen Blauwasser bis in die Nähe von Inseln und Riffen. Bei einem Fang in Riffnähe ist jedoch Vorsicht geboten, da die Stachelmakrelen in manchen Regionen mit Ciguatera belastet sein können.
Cavalla, auch Pferdemakrele

Kräftig gebauter, hochrückiger Raubfisch, der eine Länge von bis zu 75 Zentimetern erreicht. Typisch sind das steile Kopfprofil mit großem Maul sowie die weitgehend schuppenlose Brust, lediglich ein kleiner Bereich direkt vor den Bauchflossen ist beschuppt. Die Färbung reicht von oliv- bis blaugrün auf dem Rücken, die Flanken sind silbrig glänzend und der Bauch ist hell. Auffällig ist der schwarze Fleck am oberen Kiemendeckel. Die Schwanzflosse ist meist gelblich, wobei die Spitzen von Rücken- und Schwanzflosse schwarz gefärbt sein können. Charakteristisch sind zudem die zu Beginn deutlich erhöhten Rücken- und Afterflossen.
Cobia (Rachycentron canadum), Kobia, Königsfisch oder auch Offiziersbarsch

Die Cobia ist leicht an ihrem langgestreckten, kräftigen Körper und dem breiten, abgeflachten Kopf zu erkennen. Der Rücken ist braun gefärbt, während die Körperseiten durch dunkelbraune Längsstreifen geprägt sind, die von silbrigen Bändern getrennt werden. Charakteristisch sind zudem die kurzen, freistehenden Flossenstrahlen vor der eigentlichen Rückenflosse. Typisch für ausgewachsene Tiere ist außerdem eine halbmondförmige Schwanzflosse.
Jackfish, Gelbschwanzmakrele, Amberjack oder auch Bernsteinfisch

Typisch für Jackfische ist der blaugraue bis olivfarbene Rücken, der in silbrig helle Flanken auf einem ebenso hellen Bauch übergeht. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der schräg verlaufende, dunkle Streifen, der vom Maul durch das Auge bis zur ersten Rückenflosse verläuft. Der Kopf ist relativ groß, das Maul kräftig und die Augen auffallend klein. Die Rücken- und Afterflosse sind langgezogen, die Schwanzflosse ist tief gegabelt.
Trevally oder auch Blauflossen-Makrele

Die Blauflossen-Makrele ist ein markanter Vertreter der Stachelmakrelen und zählt zu den kraftvollsten Räubern tropischer Meere. Ihr hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper schimmert silbrig bis stahlblau und ist auf den Flanken mit zahlreichen dunklen Punkten besetzt. Besonders auffällig sind die intensiv blau leuchtenden Rücken-, After- und Schwanzflossen. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von rund 80 Zentimetern.
Regenbogenmakrele

Charakteristisch für die Regenbogenmakrele ist ihr blaugrün schimmernder Rücken, der in silbrig-weiße Flanken übergeht. Entlang des Körpers verlaufen mehrere auffällige, leuchtend gelbe Längsstreifen vom Kopf bis zur Schwanzwurzel. Die Flossen, insbesondere die Rücken-, After- und Schwanzflosse, sind meist gelblich gefärbt und die Schwanzflosse ist tief gegabelt. Der Kopf ist spitz zulaufend mit relativ großen Augen und kleinem Maul.
Pilotfisch oder auch Lotsenfisch

Pilotfische sind fast ausschließlich in Begleitung großer Meeresbewohner, wie etwa Haien, Mantarochen oder Meeresschildkröten, anzutreffen. Sie befreien ihre Begleiter von Hautschmarotzern, fressen deren Nahrungsreste und Ausscheidungen und profitieren so von Schutz und Nahrung. Ausgewachsene Fische folgen zudem oft Schiffen, was früher zur Annahme führte, sie würden diese „lotsen”. Sie sind leicht an ihren fünf bis sieben dunklen Querbändern auf silbrigem Körper zu erkennen. Unter Stress hellen sich diese Bänder auf. Pilotfische sind zwar grundsätzlich essbar, werden jedoch eher selten verzehrt, da insbesondere in tropischen Regionen ein erhöhtes Risiko für Ciguatera-Vergiftungen besteht.
Fliegende Fische erkennen und bestimmen

In europäischen Gewässern werden sie nur selten verzehrt und auf Yachten oft nur als ungewollte Besucher wahrgenommen. In vielen tropischen Regionen hingegen gelten sie als geschätzter Speisefisch. In der Karibik, in Teilen Westafrikas, Südostasiens und im Pazifik wird ihr helles, festes und mild schmeckendes Fleisch – je nach Region – gebraten, gegrillt, geräuchert oder getrocknet. Fliegende Fische sind für ihr einzigartiges Gleitvermögen bekannt. Mit ihren stark vergrößerten, flügelartigen Brustflossen katapultieren sie sich aus dem Wasser und gleiten zur Flucht vor Räubern über die Meeresoberfläche. Anatomisch sind sie durch einen stromlinienförmigen, heringsähnlichen Körper und eine tief gegabelte Schwanzflosse mit verlängertem Unterlappen erkennbar.
Haie erkennen und bestimmen
Auch Haie gehen auf hoher See leider hin und wieder an die Angel. Tatsächlich gehören sie zu den vielfältigsten Fischgruppen der Ozeane. Über 500 Arten sind bekannt – vom handgroßen Laternenhai bis zum mehrere Meter messenden Weißen Hai. Typisch für Hochseehaie sind der stromlinienförmige Körper, die kräftigen Schwanzflossen und die markanten Rückenflossen, die sie zu effizienten Jägern im offenen Wasser machen.
Als Speisefische sind Haie jedoch aus mehreren Gründen problematisch. Da sie sehr lange leben und am Ende der Nahrungskette stehen, enthält ihr Fleisch häufig hohe Konzentrationen von Quecksilber und anderen Schadstoffen. Zudem enthält ihr Gewebe viel Harnstoff, was dem Fleisch schnell einen stechenden, ammoniakartigen Geruch und Geschmack verleihen kann. Nicht zuletzt spielt auch der Artenschutz eine wichtige Rolle: Viele Hochseehaiarten gelten als gefährdet oder überfischt. Aus gesundheitlichen, qualitativen und ökologischen Gesichtspunkten sollten Haie daher, wenn möglich, wieder freigelassen werden.

Fazit
Angeln auf hoher See ist mehr als nur eine Beschäftigung während der Überfahrt – es ist eine Möglichkeit der Selbstversorgung mitten auf dem Ozean. Wer den Köder achteraus hängt, hat gute Chancen, einige der besten Speisefische überhaupt zu fangen. Gleichzeitig verlangt der Fang auf hoher See Verantwortung und Sachverstand. Die sichere Bestimmung der Art ist ebenso wichtig wie das Wissen über Schutzbestimmungen und gesundheitliche Risiken. Verantwortungsvolles Handeln bedeutet für Blauwassersegler auch, nur so viele Fische aus dem Ozean zu entnehmen, wie tatsächlich für den Eigenbedarf benötigt werden.
























